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„Vielfalt im Menschsein braucht Vielfalt in der Bildung“

20.08.2018, Text: Beatrix Eder-Gregor, biv integrativ, Redaktion: Karin Kulmer, Online-Redaktion
Wie ErwachsenenbildnerInnen mit Vielfalt unter den TeilnehmerInnen umgehen können, vermittelt ein Lehrgang mit Schwerpunkt auf bildungsbenachteiligte Gruppen.
  • Foto: Alle Rechte vorbehalten, biv-integrativ, auf erwachsenenbildung.at
    Die TeilnehmerInnen probieren Methoden aus und finden gemeinsame Variationen.
  • Foto: Alle Rechte vorbehalten, biv-integrativ, auf erwachsenenbildung.at
    Die Vorbereitung von methodischen Aufgabenstellungen erfolgt in Kleingruppen und Einzelarbeit.
Viele ErwachsenenbildnerInnen arbeiten täglich mit heterogenen TeilnehmerInnengruppen, die unterschiedliche Vorkenntnisse mitbringen oder deren Lerntempo unterschiedlich ist. Einzelne TeilnehmerInnen können Inhalte vielleicht nur langsam aufnehmen, haben lange keine Bildungsangebote in Anspruch genommen oder haben körperliche Einschränkungen, die sich auf die Lernmöglichkeiten auswirken.

 

Eine heterogene Gruppe macht das Lehren spannend, bringt aber auch Herausforderungen mit sich. Der Diplomlehrgang „TrainerIn in der Jugend- und Erwachsenenbildung – Schwerpunkt Bildungsbenachteiligte Gruppen" beschäftigt sich genau mit diesen Herausforderungen. ErwachsenenbildnerInnen lernen hier in sechs Modulen, Bildungsangebote für heterogene Gruppen zu planen, durchzuführen und zu evaluieren. Nach dem erfolgreichen Abschluss des ersten Lehrgangs startet im November 2018 der nächste Durchgang.

 

AbsolventInnen schätzen Methodenvielfalt und Praxisrelevanz

Am ersten Diplomlehrgang nahmen 12 Personen teil. Sie kamen aus der Arbeit mit unterschiedlichsten Zielgruppen – Jugendliche, Geflüchtete, langzeitarbeitslose Personen, ältere Menschen, Personen mit körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen. Eine Teilnehmerin beurteilte die Wissensressourcen der anderen TeilnehmerInnen als besonders hilfreich: „Weil auch Vielfalt im TeilnehmerInnen-Team gegeben ist". Ihre KollegInnen strichen besonders die Vielfalt der Methoden zur Konfliktbewältigung hervor. Die Inhalte sind dabei für die Praxis relevant, wie eine weitere Teilnehmerin betont: „Insgesamt konnte ich viele Ideen und durchgemachte Inputs in meiner täglichen Arbeit einbauen, die sehr gut angekommen und angenommen worden sind."

 

Für Interessierte aus Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich

Der Lehrgang richtet sich an Personen aus einem sozialen Arbeitsfeld, die Lern- und Bildungsprozesse von Menschen mit Benachteiligungen begleiten wollen. Eine Grundausbildung oder eine mindestens dreijährige Tätigkeit im Sozial-, Gesundheits- oder Bildungsbereich ist Voraussetzung.

 

Der Diplomlehrgang umfasst insgesamt 310 Unterrichtseinheiten, die sich in sechs Module, Peergroups, Selbststudium, Projektarbeit und Hospitation gliedern. Er ist von der wba (Weiterbildungsakademie Österreich) mit 12,5 ECTS akkreditiert. AbsolventInnen können beispielswiese als TrainerInnen in (Erwachsenen-)Bildungseinrichtungen arbeiten oder Angebote für spezielle Zielgruppen organisieren.

 

Bei Interesse können – je nach verfügbaren Plätzen – auch Einzelmodule gebucht werden.

Weitere Informationen zum Lehrgang:
Creative Commons License Dieser Text ist unter CC BY 4.0 International lizenziert.
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