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BFI mit Erasmus+ Award Bildung 2017 ausgezeichnet

09.12.2017, Text: Michaela Schneider, BFI Österreich
Grund zur Freude am BFI: Das BFI Oberösterreich erhielt den diesjährigen Erasmus+ Award in der Kategorie "Strategische Partnerschaften".
  • Foto: OeAD GmbH/APA-Fotoservice/Hörmandinger
    VertreterInnen von BMB und bmwfw, OeAD und Europäischer Kommission gratulieren den MIGOBI-Projektkoordinatorinnen Gabriele Einsiedler und Marlies Auer vom BFI Oberösterreich
  • Screenshot: BFI Österreich
    Die MIGOBI-Website bietet neben Infos über Lernmodule und TrainerInnenausbildung auch eine Diskussions- und ExpertInnenplattform

Würdigung herausragender Qualität

Seit 30 Jahren gibt es europäische Bildungsprogramme, seit 1992 nimmt auch Österreich daran teil. Projekte, die die europäische Idee besonders engagiert umsetzen, zeichnet die österreichische Nationalagentur des EU-Bildungsprogramms (aktuell ist das Erasmus+) jährlich aus. In der 2017 neu eingeführten Kategorie "Strategische Partnerschaften" konnte sich das vom BFI Oberösterreich eingereichte Projekt "MIGOBI – Entrepreneurial Spirit in VET and Adult Education" gegen vier andere Nominierungen durchsetzen.

 

Feierliche Preisverleihung

Zur Vergabe der Auszeichnungen lud die Nationalagentur Erasmus+ Bildung am 30. November 2017 in den Großen Festsaal der Universität Wien. Dort präsentierten sich die nominierten Projekte in einer Ausstellung. VertreterInnen des Bildungs- und des Wissenschaftsministeriums, der Nationalagentur und der Europäischen Kommission überreichten die Preise und würdigten die siegreichen Projekte und Projektverantwortlichen. "Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung für ein sehr gelungenes Projekt in einer unglaublich produktiven Partnerschaft", meinte BFI-Projektleiterin Marlies Auer in einer ersten Reaktion.

 

Den Unternehmergeist durch Berufs- und Erwachsenenbildung stärken

Das Siegerprojekt mit einer 24-monatigen Laufzeit von Oktober 2014 bis September 2016 wurde vom Berufsförderungsinstitut Oberösterreich koordiniert und gemeinsam mit Partnereinrichtungen der beruflichen, Erwachsenen- und Hochschulbildung aus acht Ländern durchgeführt. Ziel war die Förderung unternehmerischer Bildung durch einen integrierten Ansatz, der interkulturelle Fragen und einen Fokus auf arbeitslose Jugendliche verbindet. Dazu wurden zum einen ein offenes, flexibles, interaktives und partizipatives Lernmodul, zum anderen ein Lehrgang für TrainerInnen entwickelt.

 

Lernmodul und TrainerInnenschulung

Auf der Projekt-Website ist das MIGOBI-Lernmodul als offene Bildungsressource in acht Sprachen verfügbar. Es eignet sich sowohl für den Blended-Learning- als auch für den Präsenzeinsatz und lässt sich einfach für die individuellen Bedürfnisse der Lernenden adaptieren. Zur besseren Vergleichbarkeit und leichteren Anerkennung nutzte die Projektpartnerschaft europäische Transparenzinstrumente wie den Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR). Das Modul wurde mit 137 Lernenden unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft in verschiedenen Bildungskontexten erprobt. Der TrainerInnenlehrgang, der ebenfalls auf der Projekt-Website zur Verfügung steht, wurde mit 124 AusbilderInnen getestet.

 

BFI wiederholt ausgezeichnet

Die Expertise der Berufsförderungsinstitute wird mit dem heurigen Erasmus+ Award für MIGOBI nicht zum ersten Mal prämiert. Schon 2011 bekam das BFI Steiermark den Lifelong Learning Award des Vorgängerbildungsprogramms für lebenslanges Lernen zuerkannt. Das damalige Siegerprojekt in der Kategorie Erwachsenenbildung, "IANUS – European Guidelines on Later Learning in Intergenerational, Intercultural and ICT-based Settings", identifizierte Schlüsselfaktoren für erfolgreiches lebenslanges Lernen – v. a. in generationenübergreifender, interkultureller und IKT-gestützter Lernumgebung – und schuf adäquate Richtlinien, Qualitätsstandards und Lehrmethoden. Und das BFI Oberösterreich konnte sich schon im Vorjahr über die Kür von Marlies Auer, der Projektleiterin des heurigen Siegerprojekts, zur Berufsbildungsbotschafterin freuen.

 

Statistisches zur Projekttätigkeit der BFIs

Seit dem österreichischen EU-Beitritt im Jahr 1995 haben sich die Berufsförderungsinstitute bis 2016 an 405 von der Europäischen Union in verschiedenen Programmschienen geförderten Projekten beteiligt. Allein 2016 wurden 21 neue Projekte gestartet. Mit 122 Projekten entfiel im Zeitraum von 1995 bis 2016 fast ein Drittel (30,12 %) aller Projektbeteiligungen auf das BFI Oberösterreich. Bei 58 dieser Projekte war das BFI Oberösterreich selbst Projektträger, das entspricht 47,54 %.

 

Eigenes Kompendium dokumentiert Projekttätigkeit

Als Service für die Berufsförderungsinstitute in den Bundesländern gibt das BFI Österreich jährlich ein Kompendium der neu begonnenen EU-Projekte an den BFIs heraus. In Deutsch und Englisch kann das Kompendium auf der Website des BFI Österreich heruntergeladen werden. Damit sollen die Projekte und Projektergebnisse einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Das Kompendium ist alphabetisch nach Landesorganisationen aufgebaut und führt projektweise Zielgruppen, Programm und Durchführungszeitraum sowie sämtliche Partner und eine kurze Beschreibung von Inhalt und Zielen bzw. beabsichtigten Ergebnissen an.

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