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Welche Möglichkeiten die Innovationsstiftung der Erwachsenenbildung bietet

20.11.2017, Text: Karin Kulmer, Online-Redaktion
Im kürzlich veröffentlichten Dreijahresprogramm finden sich mehrere Förderungen, die für AkteurInnen aus der Erwachsenenbildung interessant sein können.
Anfang 2017 wurde die Innovationsstiftung für Bildung mit dem Auftrag gegründet, Innovation im und für das österreichische Bildungssystem zu unterstützen. Im Mai 2017 fand der erste Innovationsdialog statt. Mehr als 300 TeilnehmerInnen diskutierten dabei über die Zukunft des österreichischen Bildungssystems.

 

Dreijahresprogramm: Schwerpunkte für 2017-2019

Nun veröffentlichte die Stiftung einen Aktionsplan für die nächsten drei Jahre. Darin beschreibt sie ihre thematischen Schwerpunkte für 2017-2019. Neben „Lernen in einer komplexen Welt" und „Bildungsräume im Wandel" legt die Innovationsstiftung einen besonderen Fokus auf „Digitalisierung und Bildung".

 

Aktionslinie 1: Standortbestimmung der Bildungsforschung

Drei Aktionslinien bieten einen Rahmen für Förderprogramme. Aktionslinie 1 beschäftigt sich mit einer Standortbestimmung der Bildungsforschung, wobei die Erwachsenenbildungsforschung nicht explizit genannt, aber auch nicht ausgeschlossen wird – also mit gemeint sein dürfte.

 

Aktionslinie 2: Transformation des Bildungssystems

In der Aktionslinie 2 geht es um die Transformation des Bildungssystems. Darin sind mehrere Förderprogramme zusammengefasst, von denen einige auch für die Erwachsenenbildung relevant sein können.

 

„Challenges" etwa ist ein Programm für Projekte in einer frühen Phase. In einem mehrstufigen Prozess arbeiten TeilnehmerInnen dabei an ihren Ideen und präsentieren diese schlussendlich vor einer Jury aus VertreterInnen der Förderorganisationen. Positiv bewertete Vorhaben erhalten für die Vorbereitung eines konkreten Projektantrags einen Scheck in der Höhe von 5.000 Euro. Der Start des Programms ist für Dezember 2017 angekündigt, die erste zweieinhalbtägige Veranstaltung für TeilnehmerInnen soll im Mai 2018 stattfinden.

 

Das Programm „I-realize" stellt die Fortführung von „Challenges" dar und richtet sich an AkteurInnen aus Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft, die bereits Projekte mit konkreter Umsetzungsplanung erarbeitet haben. Gefördert werden Projekte mit einem Volumen von bis zu 200.000 Euro, eine erste Ausschreibung ist für Februar 2018 angekündigt.

 

„EdTech Call" unterstützt GründerInnen aller Branchen, die eine innovative, technologiebasierte Idee direkt in und mit Bildungseinrichtungen umsetzen. Erwachsenenbildungsorganisationen können beispielsweise innovative Produkte und Dienstleistungen von GründerInnen direkt erproben und neue Ansätze für die eigene Weiterentwicklung nutzen. Eine Ausschreibung ist für Sommer 2018 geplant.

 

Aktionslinie 3: Bewusstseinsbildung

Die Aktionslinie 3 – Bewusstseinsbildung – fasst Veranstaltungen zusammen, die neue AkteurInnen systematisch in Austausch bringen sollen. Dazu zählen sogenannte „Open Ideation Days", die ab Februar 2018 insgesamt fünf Mal stattfinden, sowie ein jährlicher „Innovationsdialog für Bildung", der zusätzlich um zwei regionale und zwei thematische Dialogveranstaltungen ergänzt wird. Beide Formate richten sich unter anderem an ErwachsenenbildnerInnen.

 

Gütesiegel und Landkarte der Bildungsinnovationen

Die Innovationsstiftung hat die Entwicklung eines Gütesiegels angekündigt. Es soll an Bildungsinstitutionen verliehen werden, die in den letzten fünf Jahren nachweislich zur Innovation im Bildungsbereich beigetragen haben. Die Ausschreibung für das erste Gütesiegel erfolgt 2018, die ersten Auszeichnungen im März 2019. Eine Landkarte der Bildungsinnovationen soll einen Überblick über alle Institutionen bieten, die das Gütesiegel oder eine Förderung erhalten haben.

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