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Netzwerk für Bildungs- und Berufsberatung in Europa gegründet

10.11.2017, Text: Lucia Paar, Online-Redaktion
NICE setzt sich für die Professionalisierung und Qualitätsentwicklung in der Bildungs- und Berufsberatung ein.
  • Foto: CC0 Public Domain, Buecherwurm_65/pixabay.com, vernetzung-netzwerk-spielfiguren.jpg, http://pixabay.com
    NICE vereint VertreterInnen der Bildungs- und Berufsberatung aus 18 europäischen Ländern
  • Foto: Alle Rechte vorbehalten, Peter C. Weber, 171018_nice_foundation, auf erwachsenenbildung.at
    Monika Kil (4. v.l.) und Monika Petermandl (6. v.l.) mit weiteren VertreterInnen bei der NICE-Gründung
Seit 2009 wurde das Netzwerk für Innovation in der Bildungs- und Berufsberatung in Europa (NICE) als Projekt organisiert. Nun ist es so weit - am 5. Oktober 2017 wurde NICE offiziell gegründet.

 

Vorrangiges Ziel der Organisation ist die Förderung der Professionalisierung und die Qualitätssteigerung in der Bildungs- und Berufsberatung in Europa.
VertreterInnen aus 18 europäischen Ländern und 32 verschiedenen Organisationen sind Teil des in Padua gegründeten Netzwerks.

 

Dafür setzt sich NICE ein

Wichtige Ziele und Standpunkte zur Förderung der Professionalisierung und Qualitätsentwicklung in der Bildungs- und Berufsberatung haben die NICE-VertreterInnen in einem Memorandum veröffentlicht.

 

Ein wesentliches Ziel des Netzwerks ist die Schaffung europäischer Kompetenzstandards, um die akademische Ausbildung von Bildungs- und BerufsberaterInnen, die gegenseitige Anerkennung von Abschlüssen und die Qualitätssicherung von Bildungs- und Berufsberatungsprogrammen zu unterstützen.

 

Die wissenschaftliche Verankerung der Bildungs- und Berufsberatung ist NICE ein besonderes Anliegen. So sehen die NICE-VertreterInnen ein wesentliches Ziel in der Schaffung von Lehrstühlen für Bildungs- und Berufsberatung an Hochschulen. Eine von PraktikerInnen, PolitikerInnen und ForscherInnen gemeinsam erarbeitet Forschungsagenda soll es der Forschung außerdem ermöglichen, qualitätsvolle und praxisrelevante Beiträge zu erarbeiten. Die Implementierung einer hochwertigen DoktorandInnenausbildung für Bildungs- und Berufsberatung soll die Disziplin zusätzlich stärken.

 

NICE tritt außerdem für die Zusammenarbeit von Forschung, Praxis und Politik ein. Forschungsbasierte Praxis und praxisorientierte Forschung sieht die Organisation daher als wichtige Maßnahme zur Qualitätsentwicklung in der Bildungs- und Berufsberatung.

 

Ziele bis 2020

Konkrete Vorhaben von NICE sind u.a. das Initiieren von Forschungsprojekten, die Vernetzung von relevanten Stakeholdern und das Forcieren europaweiter Qualitäts- und Kompetenzstandards in der Bildungs- und Berufsberatung.

 

NICE-VertreterInnen haben auf der Gründungsfeier am 5. Oktober bereits konkrete Vorschläge gemacht, womit sich das Netzwerk bis 2020 vorrangig beschäftigen soll. Sie schlagen beispielsweise vor, einen Austausch von Studierenden in Europa im Rahmen von Projekten des forschungsbasierten Lernens zu organisieren und Schulungskredite für die Teilnahme an NICE-Konferenzen anzubieten. Ein Vorschlag war auch, die Entwicklung eines Qualitätssiegels für Studiengänge als prioritäres Ziel bis 2020 zu forcieren.

 

2018 soll außerdem die erste NICE-Konferenz in Polen stattfinden. Sie ist die erste der zukünftig geplanten Netzwerkkonferenzen.

 

Über NICE

Das Netzwerk besteht aus VertreterInnen aus 18 europäischen Ländern und 32 Organisationen. Rebeca García Murias (Fachhochschule Mannheim) und Monika Petermandl (Donau-Universität Krems) wurden zum Wahl- und Ethikkomitee gewählt.

 

Den Verwaltungsrat bilden bis 2020 Anne Chant (Universität Canterbury Christ Church), Lea Ferrari (Universität Padua), Johannes Katsarov (Universität Zürich), Monika Kil (Donau-Universität Krems), Peter Tielenius Kruythoff (Universität Maastricht) und Czeslaw Noworol (Jagiellonen Universität Krakau).

Weitere Informationen:
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