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Mapping - Kennenlernen und Vorannahmen hinterfragen

24.08.2017, Text: Una Ponsold, Redaktion: Online-Redaktion
Die Methode "Mapping" eignet sich gerade in heterogenen Gruppen für die Phase des Kennenlernens. (Serie: Methoden der Erwachsenenbildung)
  • CC0 Public Domain TheAndrasBarta/pixabay.com
    Kennenlernen und Vorannahmen hinterfragen
Mit Hilfe der Methode "Mapping" lernen sich SeminarteilnehmerInnen besser kennen. Sie lädt dazu ein, eigene Erfahrungen zu teilen und macht Vorannahmen und Stereotype sichtbar.

 

Landkarte erstellen

Zuerst bittet die Seminarleitung die TeilnehmerInnen sich im Raum zu verteilen. Sie legt einen Punkt im Raum fest, der das Land symbolisiert, in dem sich die Seminargruppe aktuell befindet. Mit Hilfe der anderen TeilnehmerInnen werden anschließend die restlichen Länder der Welt im Raum lokalisiert.

 

Fragen stellen

Die Seminarleitung beginnt anschließend Fragen zu stellen. Solche Fragen sind zum Beispiel:

  • Wo wurdest du geboren?
  • Wo wurden deine Eltern geboren?
  • Wohin bist du als letztes gereist?
  • In welchem Land hast du dich bisher am sichersten gefühlt?
  • In welchem Land hast du dich bisher am unsichersten gefühlt?

 

Positionieren, Reflektieren, Diskutieren

Die SeminarteilnehmerInnen werden gebeten, diese Fragen zu beantworten, indem sie sich zu dem passenden Land stellen. Nach jeder Frage beginnt die Seminarleitung, einzelnen TeilnehmerInnen Fragen zu stellen. Warum haben sie sich zu diesem Land gestellt? Welche Erfahrungen verbinden sie damit? Diese Rückfragen der Seminarleitung sollen die Seminargruppe zur Diskussion anregen.

 

Für heterogene Gruppen geeignet

Diese Methode ist bei Gruppen mit 6-20 Personen durchführbar. Sie dauert ca. 30-45 Minuten und eignet sich für heterogene Gruppen (Alter, Herkunft). Benötigt wird ein Raum, in dem sich die TeilnehmerInnen frei bewegen können.

 

Methodenhandbuch zum Empowerment

Die Methode "Mapping" findet sich in der Publikation "Actions on Empowerment", die aus dem internationalen Projekt "Can Do Empowerment" hervorging. ProjektpartnerInnen aus Deutschland, Großbritannien, Österreich, den Niederlanden, Spanien und Südafrika tauschten dabei ihre Erfahrungen zu Empowerment und Antidiskriminierung aus.

 

Serie "Methoden der Erwachsenenbildung"
Die Serie "Methoden der Erwachsenenbildung" ist ein Service von und für Studierende und EinsteigerInnen in das Berufsfeld der Erwachsenenbildung. Im Rahmen der Serie stellen wir einzelne Lehr-Lernmethoden sowie ihre Varianten und Einsatzmöglichkeiten vor. Wir unterscheiden dabei, welche Funktion die jeweilige Methode im Lehr-Lernprozess hat, zum Beispiel Informieren, Motivieren usw. Alle Beiträge zur Serie finden Sie hier.

Creative Commons License Dieser Text ist unter CC BY 4.0 International lizenziert.