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Burgenland will flächendeckendes EB-Angebot schaffen

06.12.2016, Text: Karin Kulmer, Online-Redaktion
Beim "Tag der Weiterbildung" stand die Zukunft der burgenländischen Erwachsenenbildung im Mittelpunkt.
  • Quelle: Bgld. Landesmedienservice
    v.l.: Regina Barth, Elke Gruber, Hans Niessl, Christine Teuschler
Rund 5.500 Bildungsveranstaltungen mit 100.000 Teilnahmen hielten die Einrichtungen der Burgenländische Konferenz der Erwachsenenbildung (BuKEB) im Jahr 2015 ab. Die Zahlen zeigen, dass Erwachsenen- und Weiterbildung in Österreichs östlichstem Bundesland an Bedeutung gewinnt, stellt die BuKEB in einer Aussendung fest.


Als Zusammenschluss von zwölf gemeinnützigen Erwachsenenbildungsanbietern möchte sie der burgenländischen Bevölkerung ein flächendeckendes Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten aus dem allgemeinbildenden, berufsbildenden und konfessionellen Bereich bereitstellen.

Chancen und Herausforderungen, die mit diesem Ziel einhergehen, diskutierten Elke Gruber von der Universität Graz, BuKEB-Vorsitzende Christine Teuschler, Regina Barth vom Bundesministerium für Bildung, Abteilung Erwachsenenbildung und der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl beim „Tag der Weiterbildung“ am 24. November 2016 in Eisenstadt.

 

Erwachsenenbildung als elementarer Bestandteil des Lebenslangen Lernens

Elke Gruber, Leiterin des Instituts für Erziehungs- und Bildungswissenschaften an der Universität Graz, spannte in ihrem Vortrag den Bogen von der historischen Entwicklung über Theorie und Praxis bis zu Zukunftsfragen der Erwachsenenbildung.


„Erwachsenen- und Weiterbildung ist der quantitativ größte, vielfältigste und sich am stärksten wandelnde Bildungsbereich mit einer bis dato nicht dagewesenen Professionalisierung und einer Vielzahl an Themen und Lernformaten“, sagte Gruber. Als Ziele für die Zukunft nannte sie unter anderem das Vorantreiben der Professionalisierung und der Qualitätsentwicklung, eine faire Entlohnung, die Vernetzung und Kooperation diverser Akteure, die Erhöhung der Teilhabe durch das Ermöglichen und Fördern des Lernens sowie den Abbau von Barrieren und das Anerkennen von Kompetenzen.

 

Angebote für alle schaffen

Lange Anfahrtswege und eine geringe Angebotsdichte seien strukturelle Hindernisse für die Erwachsenen- und Weiterbildung im ländlichen Raum, betonte BuKEB-Vorsitzende Christine Teuschler. Um in einer entsprechenden Distanz ein angemessenes Angebot schaffen zu können, seien Kooperation statt Konkurrenz und eine enge Vernetzung der Erwachsenenbildungseinrichtungen notwendig.


Ebenso müsse bei der Auswahl der Anbieter auf die Nachhaltigkeit des Angebots geachtet werden, so Teuschler. Da gerade gemeinnützige Anbieter langfristig Bildungsangebote in ländlichen Regionen sicherstellen würden, brauche es bessere Rahmenbedingungen für die freie gemeinnützige Erwachsenenbildung.


Quelle: Presseinformation der BuKEB, red.bearb. u. erg.