Zuwanderer/in - Migrant/in
Migrationshintergrund - AusländerIn
Internationale Migration
Dieser Empfehlung entsprechend wird in der Migrationsstatistik der Statistik Austria, aber leider nur dort, zwischen kurzfristiger (zwischen 90 Tage und einem Jahr) und langfristiger Migration (mehr als ein Jahr) unterschieden. Beträgt die Aufenthaltsdauer der MigrantInnen in Österreich weniger als 90 Tage (z.B. TouristInnen), werden sie nicht in den Migrationsstatistiken berücksichtigt und zählen auch nicht zur Wohnbevölkerung.
Internationale Vergleichbarkeit des Migrationsbegriffs
Es ergibt sich somit folgende abträgliche Situation, auf die politisch hinzuweisen ist: Die EU strebt eine Vergemeinschaftung der Asyl- und Migrationspolitik an, hat dazu auch ein politisches Mandat (Vertrag von Amsterdam). Sie ist aber weit entfernt, diesen Politikanspruch auch einlösen zu können. Sie verfügt über keine harmonisierten Informationen, über keine verlässlichen Planungsgrundlagen und sie war bisher noch nicht imstande, die nationalen Interessen zu bündeln. Bis auf den Asylbereich bleibt der Nationalstaat Dreh- und Angelpunkt der europäischen Migration. Von einer gemeinsamen Integrationspolitik zu sprechen ist daher fragwürdig.
Bis auf den Labour Force Survey verfügt Europa über keine eigene statistische Erhebung, sondern ist angewiesen auf die unterschiedlichen Volkszählungen und Register. Und selbst der Labour Force Survey wurde von den Nationalstaaten (besonders Deutschland und Italien) teilweise torpediert, weil manche Staaten manche Informationen nicht erfasst haben. In diesem Bereich ist politischer Handlungsbedarf gegeben.



