Integration

Begriffsdefinition


Der Begriff Integration stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie Herstellung oder Bildung des Ganzen, Vervollständigung, Eingliederung in ein größeres Ganzes oder auch der Zustand, in dem sich etwas befindet, nachdem es integriert worden ist.
Ganz allgemein unterscheidet man zwischen System- und Sozialintegration:

  • Systemintegration: auf der Ebene der Gesellschaft - Eingliederung auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt, politische Partizipation;
  • Sozialintegration: auf der individuellen Ebene - AkteurInnen und ihre Motive, Orientierungen und Absichten.

Sozialintegration ist als Prozess zu verstehen, der nicht von heute auf morgen abgeschlossen sein kann. Sie spielt sich in verschiedenen Dimensionen ab, wie der kognitiven (Wissen und Kenntnisse, Sprache), der strukturellen (Beruf, Wohnen), der sozialen (Kontakte, Beziehungen) und der identifikativen (Zugehörigkeitsgefühl). Diese Dimensionen beeinflussen einander stark. So sind Sprachkenntnisse eine wesentliche Voraussetzung für eine gute berufliche Platzierung. Gute Kontakte zu Mitgliedern der Aufnahmegesellschaft fördern das Gefühl, dazuzugehören.

Im Falle von ZuwanderInnen muss eine doppelte Perspektive berücksichtigt werden: Sie gehören zu zwei Gesellschaften, jener im Herkunftsland (bzw. ethnische Gruppe im Zielland) und jener im Aufnahmeland.
Es können unterschieden werden:


  • Assimilation bzw. "melting pot"
  • Mehrfachintegration
  • Segmentation bzw. "Parallelgesellschaft"
  • Marginalität bzw. Desintegration
Text: Heinz Fassmann
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Integration

Begriffsdefinition


Der Begriff Integration stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie Herstellung oder Bildung des Ganzen, Vervollständigung, Eingliederung in ein größeres Ganzes oder auch der Zustand, in dem sich etwas befindet, nachdem es integriert worden ist.
Ganz allgemein unterscheidet man zwischen System- und Sozialintegration:

  • Systemintegration: auf der Ebene der Gesellschaft - Eingliederung auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt, politische Partizipation;
  • Sozialintegration: auf der individuellen Ebene - AkteurInnen und ihre Motive, Orientierungen und Absichten.

Sozialintegration ist als Prozess zu verstehen, der nicht von heute auf morgen abgeschlossen sein kann. Sie spielt sich in verschiedenen Dimensionen ab, wie der kognitiven (Wissen und Kenntnisse, Sprache), der strukturellen (Beruf, Wohnen), der sozialen (Kontakte, Beziehungen) und der identifikativen (Zugehörigkeitsgefühl). Diese Dimensionen beeinflussen einander stark. So sind Sprachkenntnisse eine wesentliche Voraussetzung für eine gute berufliche Platzierung. Gute Kontakte zu Mitgliedern der Aufnahmegesellschaft fördern das Gefühl, dazuzugehören.

Im Falle von ZuwanderInnen muss eine doppelte Perspektive berücksichtigt werden: Sie gehören zu zwei Gesellschaften, jener im Herkunftsland (bzw. ethnische Gruppe im Zielland) und jener im Aufnahmeland.
Es können unterschieden werden:


  • Assimilation bzw. "melting pot"
  • Mehrfachintegration
  • Segmentation bzw. "Parallelgesellschaft"
  • Marginalität bzw. Desintegration

Text: Heinz Fassmann