Gender Mainstreaming im Training

Voraussetzung für eine wirksame Anwendung von Gender Mainstreaming im Training ist die Umsetzung von Gender Mainstreaming in der Bildungsorganisation. Darüber hinaus kann die Trainerin / der Trainer die Didaktik gendergerecht bzw. genderbewusst gestalten.

Gender Mainstreaming im Training

Geschlechterbewusste Didaktik

Eine geschlechterbewusste Didaktik berücksichtigt die gesellschaftliche Realität einer starken Geschlechterpolarität, versucht bestehende Diskriminierungen und einengende Rollenklischees abzubauen und fördert eine offene, rollenflexible und diskriminierungsfreie Lernkultur. Geschlechterbewusste Didaktik darf nicht neue Geschlechterstereotypen festschreiben: "Die Frauen (Mädchen) brauchen generell A und die Männer (Burschen) brauchen generell B!" Gendergerechte Didaktik soll diskriminierungsfrei der Vielfältigkeit, der Diversität der jeweiligen Zielgruppe möglichst gerecht werden.

Handlungsfelder einer geschlechterbewussten Didaktik

nach Derichs-Kunstmann, 1999

  • Die Geschlechterperspektive als Inhaltsdimension
  • Geschlechtsbezogene Aspekte des Verhaltens der Unterrichtenden
  • Pädagogische Handlungsmöglichkeiten der Unterrichtenden (Methoden)
  • Die Gestaltung der Rahmenbedingungen von Bildungsarbeit

Handbücher

Im Rahmen der internationalen Projektpartnerschaft GemCITE wurde ein Handbuch zur Entwicklung und Verbesserung der Qualität von IT-Aus- und Weiterbildungen als Beitrag zur Gleichstellung von Frauen und Männern entwickelt. Das Nachschlagewerk zur Verbesserung und Reorganisation aller Teilprozesse von Bildungsarbeit wird in der deutschsprachigen Fassung von der österreichischen Projektpromotorin Verein Frauenservice Graz als Download-Version gratis zur Verfügung gestellt.

Im Zuge des Gender-Mainstreaming-Prozesses des Arbeitsmarktservice Österreich wurde Susanne Schwanzer mit der Erstellung eines Handbuchs zu Genderdidaktik beauftragt. Sie hat zu diesem Bereich Forschungsergebnisse, Methoden und Settings sowie Übungen und Arbeitsblätter zusammengetragen und entwickelt, die von der AMS-Website heruntergeladen werden können.

Literatur

  • Baur, Esther / Marti, Madeleine (2000): Kurs auf Gender Kompetenz. Leitfaden für eine geschlechtergerechte Didaktik in der Erwachsenenbildung. Basel.
  • Derichs-Kunstmann, Karin (1999): Von der Inszenierung des Geschlechterverhältnisses zur geschlechtsgerechten Didaktik. Konstitution und Reproduktion des Geschlechterverhältnisses in der Erwachsenenbildung. Bielefeld.
  • Merz, Veronika (2001): Salto, Rolle und Spagat. Basiswissen zum geschlechterbewussten Handeln in Alltag, Wissenschaft und Gesellschaft. Zürich.
  • Merz, Veronika (2001): Salto, Rolle, Pflicht und Kür. Materialien zur Schlüsselqualifikation Genderkompetenz in der Erwachsenenbildung. Zürich.
  • Mühlen Achs, Gitta (1998): Geschlecht bewusst gemacht. Körpersprachliche Inszenierungen - Ein Bilder- und Arbeitsbuch. München.
  • Osterchrist, Renate / Perger, Marion (2001): Gruppen unter weiblicher und männlicher Führung. Schriften zur Gruppen- und Organisationsdynamik. Opladen.

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Voraussetzung für eine wirksame Anwendung von Gender Mainstreaming im Training ist die Umsetzung von Gender Mainstreaming in der Bildungsorganisation. Darüber hinaus kann die Trainerin / der Trainer die Didaktik gendergerecht bzw. genderbewusst gestalten.

Gender Mainstreaming im Training

Geschlechterbewusste Didaktik

Eine geschlechterbewusste Didaktik berücksichtigt die gesellschaftliche Realität einer starken Geschlechterpolarität, versucht bestehende Diskriminierungen und einengende Rollenklischees abzubauen und fördert eine offene, rollenflexible und diskriminierungsfreie Lernkultur. Geschlechterbewusste Didaktik darf nicht neue Geschlechterstereotypen festschreiben: "Die Frauen (Mädchen) brauchen generell A und die Männer (Burschen) brauchen generell B!" Gendergerechte Didaktik soll diskriminierungsfrei der Vielfältigkeit, der Diversität der jeweiligen Zielgruppe möglichst gerecht werden.

Handlungsfelder einer geschlechterbewussten Didaktik

nach Derichs-Kunstmann, 1999

  • Die Geschlechterperspektive als Inhaltsdimension
  • Geschlechtsbezogene Aspekte des Verhaltens der Unterrichtenden
  • Pädagogische Handlungsmöglichkeiten der Unterrichtenden (Methoden)
  • Die Gestaltung der Rahmenbedingungen von Bildungsarbeit

Handbücher

Im Rahmen der internationalen Projektpartnerschaft GemCITE wurde ein Handbuch zur Entwicklung und Verbesserung der Qualität von IT-Aus- und Weiterbildungen als Beitrag zur Gleichstellung von Frauen und Männern entwickelt. Das Nachschlagewerk zur Verbesserung und Reorganisation aller Teilprozesse von Bildungsarbeit wird in der deutschsprachigen Fassung von der österreichischen Projektpromotorin Verein Frauenservice Graz als Download-Version gratis zur Verfügung gestellt.

Im Zuge des Gender-Mainstreaming-Prozesses des Arbeitsmarktservice Österreich wurde Susanne Schwanzer mit der Erstellung eines Handbuchs zu Genderdidaktik beauftragt. Sie hat zu diesem Bereich Forschungsergebnisse, Methoden und Settings sowie Übungen und Arbeitsblätter zusammengetragen und entwickelt, die von der AMS-Website heruntergeladen werden können.

Literatur

  • Baur, Esther / Marti, Madeleine (2000): Kurs auf Gender Kompetenz. Leitfaden für eine geschlechtergerechte Didaktik in der Erwachsenenbildung. Basel.
  • Derichs-Kunstmann, Karin (1999): Von der Inszenierung des Geschlechterverhältnisses zur geschlechtsgerechten Didaktik. Konstitution und Reproduktion des Geschlechterverhältnisses in der Erwachsenenbildung. Bielefeld.
  • Merz, Veronika (2001): Salto, Rolle und Spagat. Basiswissen zum geschlechterbewussten Handeln in Alltag, Wissenschaft und Gesellschaft. Zürich.
  • Merz, Veronika (2001): Salto, Rolle, Pflicht und Kür. Materialien zur Schlüsselqualifikation Genderkompetenz in der Erwachsenenbildung. Zürich.
  • Mühlen Achs, Gitta (1998): Geschlecht bewusst gemacht. Körpersprachliche Inszenierungen - Ein Bilder- und Arbeitsbuch. München.
  • Osterchrist, Renate / Perger, Marion (2001): Gruppen unter weiblicher und männlicher Führung. Schriften zur Gruppen- und Organisationsdynamik. Opladen.

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