Impressum | Sitemap | English

Online-Dokumente

Um der zunehmenden Fülle an elektronisch verfügbaren Studien, Berichten und Untersuchungen gerecht zu werden, finden Sie in dieser Themendatenbank statistisches und deskriptives Material über Erwachsenenbildung in Österreich. Die einzelnen Dokumente werden mit Titel, Quelle, kurzer Beschreibung des Inhalts und Link aufgelistet. Bei Klick auf ein Schlagwort werden die Datenbestände zum betreffenden Schlagwort angezeigt.

Die Datenbank erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für die Bekanntgabe weiterer Quellen oder defekter Links klicken Sie bitte auf "Feedback" am unteren Seitenende - vielen Dank.
Suchbegriff


Bildungsberatung Österreich: 9+1 Netzwerke
Die Präsentationsfolien der Veranstaltung "9+1 Netzwerke Bildungsberatung Österreich" vom 12. September 2011 stehen hier als Download (pdf) zur Verfügung. Ein ausführlicher Artikel über die Veranstaltung ist im Nachrichtenarchiv zu finden.

Schlagworte: AkteurInnen, Angebotsstruktur, Bildungs- und Berufsberatung
Quelle: BMUKK
"ABC zum Berufserfolg". Ein ganzheitliches Qualifizierungsmodell für eine neue Zielgruppe der beruflichen Erwachsenenbildung (pdf)
Im Rahmen der Weltalphabetisierungsdekade, die von den Vereinten Nationen für den Zeitraum von 2003 bis 2012 ausgerufen wurde, sind die so genannten "funktionalen AnalphabetInnen" als neue Zielgruppe der Erwachsenenbildung in den Fokus der (Fach-) Öffentlichkeit getreten. Zu dieser Zielgruppe, deren Schriftsprachkenntnisse unterhalb des gesellschaftlich erforderlichen und erwarteten Mindestniveaus liegen, zählen in Deutschland schätzungsweise vier Millionen Menschen. Da funktionale AnalphabetInnen im Hinblick auf ihre gesellschaftliche und wirtschaftliche Teilhabe stark benachteiligt sind und ein hohes Arbeitslosigkeits- und Armutsrisiko tragen, sind Maßnahmen notwendig, die diese heterogene Zielgruppe ganzheitlich fördern und ihr im Rahmen von berufsorientierter Alphabetisierungs- und Grundbildungsarbeit berufliche Perspektiven eröffnen. Genau hier setzt das Kursmodell "ABC zum Berufserfolg", das derzeit in Nürnberg/Deutschland erprobt und evaluiert wird, an. Im vorliegenden Beitrag werden nach einem kurzen begrifflichen Diskurs die veränderten Lebenslagen funktionaler AnalphabetInnen und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Beschäftigungsfähigkeit beschrieben. Darauf aufbauend stellen die Autorinnen das Kursmodell "ABC zum Berufserfolg" vor und ziehen nach knapp einem Jahr Kursdauer eine erste Bilanz.

Schlagworte: Zielgruppen, Bildungsbenachteiligte, Basisbildung/Zweiter Bildungsweg
Quelle: Carolin Ramsteck, Kathleen Rothe, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 10, 2010
"Ältere" als Zielgruppe in der Erwachsenenbildung oder Ansätze einer Bildung in der zweiten Lebenshälfte? (pdf)
Sind "Ältere" als Zielgruppe im Sinne des weiterbildungswissenschaftlichen Zielgruppenkonzepts anzusehen? Wenn ja, würde dies bedeuten, dass altersspezifische Merkmale für eine Zielgruppeneinteilung herangezogen und entsprechende, geeignete Bildungskonzepte entwickelt werden können. Auf Basis einer Metaanalyse empirischer Studien zur Bildungsbeteiligung im Alter oder zu Wirkungen von Bildung auf die Lebenssituation im Alter ist festzustellen, dass die Weiterbildungsbeteiligung ab der Altersgruppe der 45-Jährigen sinkt, "die Älteren" aber in mehrerlei Hinsicht nicht als Zielgruppe betrachtet werden können. Zumindest ist das kalendarische Alter kein sinnvolles Kriterium für die Zielgruppenbestimmung, denn es verdeckt inter- und intraindividuelle Unterschiede. Dennoch hat Bildung in der zweiten Lebenshälfte wichtige positive Wirkungen auf das Wohlbefinden und die Lebenssituation. Deshalb wäre ein Konzept der Bildung in der zweiten Lebenshälfte anzustreben, das nicht am Alter, sondern an lebensphasenspezifischen Themen ausgerichtet ist.

Schlagworte: Bildungsbenachteiligte, Zielgruppen
Quelle: Carola Iller, Jana Wienberg, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 10, 2010
"Career Management Skills" - ein Kernelement der Strategien zu Lifelong Guidance (pdf)
Durch gut begleitete erste Bildungs- und Berufsentscheidungsprozesse erwerben junge Menschen wichtige Grundkompetenzen, z.B. die Fähigkeit zur Selbstreflexion, zur Informationsverarbeitung und -bewertung und die Entscheidungsfähigkeit. Dies ist eine Lernerfahrung, die auch für spätere Entscheidungsprozesse genutzt werden kann. Entsprechende schulische Maßnahmen sind vor allem dann wirksam, wenn sie unterschiedlicher Natur sind, aber gut koordiniert werden und sich ergänzen. Wichtig sind hier vor allem Maßnahmen der Information, der individuellen Beratung sowie zusätzliche Initiativen und Kooperationen mit außerschulischen PartnerInnen. Dieses österreichische Modell der Vermittlung von "Career Mangament Skills" als Teil der nationalen Strategie für Information, Beratung und Orientierung für Bildung und Beruf wird im vorliegenden Beitrag vor dem Hintergrund der gegenwärtigen europäischen Strategiedebatte zu "Lifelong Guidance" erläutert. Im Anschluss an den Artikel erläutert Regina Barth (bm:ukk) die Spezifika der Umsetzung der Lifelong Guidance Strategie im Bereich der Erwachsenenbildung.

Schlagworte: Forschung
Quelle: Gerhard Krötzl, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 9, 2010
"Jeder findet früher oder später einen Film, in dem er sein Leben sieht..." Persönlichkeitsbildung am Schulungszentrum Fohnsdorf (pdf)
Unterhaltungsmedien können mehr als unterhalten. Besonders Spielfilme liefern mit ihren Themen und Inhalten eine Grundlage für die pädagogisch-therapeutische Arbeit. In Filmen spielen sich menschliche Dramen ab, spiegeln sich die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse, in denen wir leben, lieben und arbeiten. Wir können uns in den Szenen wiederfinden. Dieses Material gilt es für die Erwachsenenbildung zu nutzen. Der Beitrag von Heide Steinwidder befasst sich mit dem spanischen Spielfilm "Los lunes al sol" - wörtlich: die Montage in der Sonne. Die darin enthaltenen Lebensentwürfe sind eine ideale Projektionsfläche für die Übertragung von Phantasien, Gefühlen und Bildern.

Schlagworte: Medienpädagogik
Quelle: Heide Steinwidder, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 6, 2009
"Von der Kunst, nicht dermaßen regiert zu werden." Michel Foucault: der Archäologe des Wissens (pdf)
Michel Foucault (1926-1984) war Philosoph, Historiker und Ideengeschichtler. Ihn in aller Kürze darzustellen, ist ein schwieriges Unterfangen. Sein Werk provozierte und provoziert begeisterte Rezeption ebenso wie entschlossene Ablehnung. Im frohen Werk zu Psychiatrie (Wahnsinn), klinischer Medizin und Sozialwissenschaften schuf Foucault eine Methodologie: die Archäologie des Wissens. Aus der Archäologie entwickelte Foucault später die "Genealogie", die den Entwicklungsaspekt von Denksystemen durch die Einbeziehung einer Machttheorie und einer verstärkten Analyse non-diskursiver Praxen besser zu erfassen sucht. In seinen letzten Jahren beschäftigte er sich mit antiken Konzepten des "ethischen Selbst" - ein beinahe ethisches Unterfangen. Für eine emanzipatorische Erwachsenenbildung ist besonders Foucaults Kritik an der Konstruktion von Wahrheit von Interesse, die an soziale Kontrolle geknüpft, selbst Regime ist. Kritik wird so zur reflektierten Unfügsamkeit, zu einer Kunst, nicht dermaßen regiert zu werden.

Schlagworte: Geschichte
Quelle: Stefan Vater, Magazin erwachsenenbildung.at, Nr. 2, 2007
"Wäre ich ein Buch zum Lesen". Bibliotheken als Begleiter aktiven Alterns.
Öffentliche Bibliotheken bieten Begegnungsräume, in denen Menschen mit den Lebens- und Denkwelten verschiedenster Zeiten und Gesellschaften in Beziehung treten können. Als Einrichtungen, die allen Altersgruppen gleichermaßen offenstehen und die spezifische Angebote für sie erarbeiten, sind Öffentliche Biblio­theken besonders gut geeignet, die mit dem Altern verbundenen Fragen und Herausforderungen der Veränderung und der Neubestimmung anzustoßen und aufzugreifen und damit hilfreiche Begleiterinnen auf den individuell zu findenden Wegen aktiven Alterns zu sein. Der Beitrag unternimmt den Versuch, anhand konkreter Beispiele mögliche Lernerfahrungen und Veränderungsprozesse aufzugreifen, die im weiten Bezugsraum von Literatur und Bibliothek eröffnet und angestoßen werden.

Schlagworte: Anbieterstruktur
Quelle: Reinhard Ehgartner, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 13, 2011
... weil ich WERTvoll bin! Kompetenzmanagement für Menschen mit Migrationshintergrund (pdf)
Eine der Hauptbarrieren für eine chancengleiche Teilhabe an existenzsichernden Erwerbsmöglichkeiten für Personen mit Migrationshintergrund sind die mangelnden Transfermöglichkeiten ihrer importierten Qualifikationen in den Arbeitsmarkt. Ein Großteil der Zugewanderten ist zudem von Dequalifizierung betroffen. Seit September 2008 setzt migrare - Zentrum für MigrantInnen OÖ das Angebot "Kompetenzenprofil nach CH-Q für beim AMS vorgemerkte Personen mit Migrationshintergrund" um. Das CH-Q Modell ist eine Methode, die ein ressourcenorientiertes Kompetenzmanagement mit einem positiven und lustvollen Ansatz verknüpft. Die Erfahrungen des ersten Jahres bestätigen die Wichtigkeit dieses Angebots für die Zielgruppe arbeitsloser Personen mit Migrationshintergrund auf individueller, aber auch auf arbeitsmarktpolitischer Ebene.

Schlagworte: Forschung, Bildungsbenachteiligte, Kompetenzfeststellung/Kompetenzanerkennung
Quelle: Gabriella Kovacs, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 9, 2010
Adult Education Survey (AES) 
Das Statistische Amt der Europäischen Union (EUROSTAT) hat eine Task Force (TF AES) eingerichtet, deren Ziel es ist, europaweit vergleichbare statistische Daten über Erwachsenenbildung und das Lernen Erwachsener zu erstellen. Die Task Force entwickelte ein Konzept zu einem Adult Education Survey (AES) und zeigte Wege zu dessen Umsetzung auf. Die Erhebung zur Erwachsenenbildung soll das komplexe Muster der Teilnahme von Erwachsenen an Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen erfassen und Profile zu MaßnahmenteilnehmerInnen und Nicht-TeilnehmerInnen erstellen. Materialien sowie nähere Informationen zum Konzept der AES sind auf der Internetseite zum AES erhalten.

Schlagworte: Internationale Forschung, Internationaler Vergleich, Bildungsbeteiligung
Quelle: Deutscher Bildungssserver, Destatis
Allgemeine und berufliche Erwachsenenbildung in der Informations- und Dienstleistungsgesellschaft (pdf)
ÖsterreicherInnen schätzen sich, ihre Computernutzung betreffend, mehrheitlich als kompetent ein, im Hinblick auf die Beherrschung einer Fremdsprache tun das nur knapp 40 Prozent. In Bezug auf soziale Kompetenzen (Ausdrucksvermögen, Initiative, Organisation etc.) und auf den Umgang mit Menschen verschiedener Kulturen, aber auch in Bezug auf die Fähigkeit, zu "wissen, wie man lernt", verweisen die kollektiven Selbsteinschätzungen auf einen Lernbedarf. Die Beteiligung an Erwachsenenbildung ist in den letzten 20 Jahren in Österreich stark angestiegen, trotzdem ist es - insbesondere migrationsbedingt - eher zu einem Auseinanderdriften der Qualifikationsstruktur gekommen. Bei anhaltender Zuwanderung werden Grundbildungsförderung sowie Aus- und Weiterbildung zu Schlüsselstellen der arbeitsmarktbezogenen und sozialen Integration werden. Wichtig wird es dabei sein, nicht zu eng an beruflich-fachlicher Bildung anzusetzen. Grundbildung und übergreifend verwertbare Schlüsselqualifikationen bilden den Rahmen der Aneignung spezifischer Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten. Diese und weitere Erbenisse finden Sie im folgenden Artikel.

Schlagworte: Bildungsbeteiligung
Quelle: Arthur Schneeberger, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 0, 2007
Alphabetisierung - bloß berufliche Notwendigkeit oder mehr? (pdf)
Anstrengungen zur Verringerung der unzureichend gegebenen Elementarbildung jener Bevölkerungsgruppe, auf die hierzulande die Bezeichnung "AnalphabetInnen" zutrifft, werden derzeit - so wie Bildungsbemühungen generell - fast durchwegs unter dem Gesichtspunkt des gesellschaftlichen Tausch- bzw. Marktwerts argumentiert. Sie gelten als eine Investition in die "Ressource Mensch" - auf einen darüber hinausgehenden humanitären oder politischen Wert wird nur selten Bezug genommen. Auch wenn die Bedeutung der Kulturtechniken im Rahmen der ökonomischen Verwertung menschlicher Arbeitskraft selbstverständlich nicht ignoriert werden kann, bedeutet die Befähigung der Menschen zur schriftlichen Kommunikation weit mehr als ihre Zurichtung zu verwertbarem Humankapital. Literarität ist ein grundsätzlicher Aspekt der "Menschwerdung" des Menschen, sie erst ermöglicht dem einzelnen Individuum eine Teilhabe am kulturellen und gesellschaftlichen Leben, darüber hinaus und darauf aufbauend aber auch die fortschreitende Emanzipation des Menschengeschlechts insgesamt. Die Teilhabemöglichkeit an der menschlichen Gemeinschaft ist nicht bloß ein Vorteil unter vielen anderen, der auf der gleichen Ebene wie die Möglichkeit, seine Arbeitskraft lukrativ verkaufen zu können, angesiedelt ist. Es geht dabei um wesentlich mehr - in letzter Konsequenz um die Überwindung der die Gesellschaft in allen Aspekten bestimmenden Verwertungsprämisse.

Schlagworte: Bildungsbenachteiligte, Bildungsstand, Basisbildung/Zweiter Bildungsweg
Quelle: Erich Ribolits, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 1, 2007
Angebote des zweiten Bildungsweges und der beruflichen Weiterbildung im Raum Wien (pdf)
Hierbei handelt es sich um eine Sammlung von Aufsätzen bzw. Berichten zum Thema Erwachsenenbildungsforschung. Speziell der Aufsatz "Angebote des zweiten Bildungsweges und der beruflichen Weiterbildung im Großraum Wien" von Peter Schlögel ist in Hinblick auf Daten und Fakten interessant. Die darin dokumentierten Erhebungen "stellten die Grundlage für eine Broschüre dar, die Angebote des Zweiten Bildungsweges und abschlussorientierte Bildungsgänge im Großraum Wien im Überblick darstellt." Konkret wurden bei den Erhebungen folgende Schwerpunkte gesetzt: "Bedarfserhebung Open Distance Learning im Zweiten Bildungsweg", "Die Berufsreifeprüfung – Eine erste Evaluierung" (inklusive Grafik über die Verteilung der beruflichen Bildungsabschlüsse nach Lehre, Berufsreifeprüfung und Krankenpflegeschulen), "Empowerment", "Evaluierung des EU-Programmes Sokrates, Phase 1995-1999)", "Lernbelastung von berufsbegleitend Studierenden an FH-Studiengängen" etc.

Schlagworte: Angebotsstruktur, Qualität, Basisbildung/Zweiter Bildungsweg
Quelle: Materialien zur Erwachsenenbildung. Nr. 3/2001, bm:bwk, Wien 2000. S. 82-88
Auf dem Weg in die Wissensgesellschaft. Momentaufnahmen zum lebenslangen Lernen in Österreich (pdf)
Der Text stellt eine inhaltlich erweiterte Fassung des Eröffnungsrates dar, das Dr. Heinz Gruber zum "Memorandum über lebenslanges Lernen" anlässlich der Eröffnung der ExpertInnentagung "Lebenslanges Lernen" im Jahre 2001 gehalten hat und ist im wesentlichen ein Plädoyer für lebenslanges Lernen, durchfasert mit diversen Fakten und Zahlen der OECD, der UNESCO und des Bundes über Teilnahme- und Abschlussquoten, Ausgaben in Prozent im internationalen Vergleich etc.

Schlagworte: Bildungsbeteiligung, Bildungsstand, Finanzierung, Forschung
Quelle: Gruber, Heinz, bm:bwk, Wien 2001
Auf der Spur... . Zur Entwicklung von Theorie, Forschung und Wissenschaft in der österreichischen Erwachsenenbildung/Weiterbildung (pdf)
Der Artikel nimmt die Entwicklung von Theorie, Forschung und Wissenschaft der Erwachsenenbildung/Weiterbildung in Österreich in den Blick. Dabei lassen sich drei Entwicklungsphasen unterscheiden: 1. Phase: Konstituierung, 2. Phase: Etablierung, 3. Phase: Ausbau und Wandel. Da es bisher keine diesbezügliche Gesamtübersicht gibt, beschränkt sich die vorliegende Darstellung auf wichtige Meilensteine und ausgewählte Handlungsfelder und behandelt die Entwicklung aus der Sicht der "Erwachsenenbildungswissenschaft", wie sie sich in Österreich in den letzten drei Jahrzehnten profiliert hat. Ein Ausblick in Richtung künftiger Aufgaben und Entwicklungen rundet die Ausführungen ab.

Schlagworte: Forschung
Quelle: Elke Gruber, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 7/8, 2009
Ausgaben für Lebenslanges Lernen in Österreich und Entwicklung der Beteiligungsstruktur (pdf)
Dieser Projektbericht bringt die öffentlichen und – soweit möglich – die privaten Ausgaben für Lebenslanges Lernen in Österreich auf den aktuell verfügbaren Stand. Wesentliche Quellen sind die öffentlichen Ausgaben der Gebietskörperschaften, die semiöffentlichen Ausgaben des Arbeitsmarktservice (AMS) bzw. Europäischen Sozialfonds (ESF) und die privaten Ausgaben der Betriebe und privaten Haushalte. Zur Abschätzung der betrieblichen Ausgaben wurden die Informationen der dritten Europäischen Erhebung über die betriebliche Weiterbildung (Continuning Vocational Training Survey, CVTS 3) herangezogen. Weiters werden Beteiligungsquoten an betrieblicher, beruflicher und privater Weiterbildung anhand neu verfügbarer Datenquellen dargestellt sowie Entwicklungen gezeichnet. Hauptdatenquellen sind hierbei zum einen die laufende Arbeitskräfteerhebung des Mikrozensus, die das Weiterbildungsverhalten der Befragten im vierwöchigen Beobachtungszeitraum erfasst. Zum anderen wird die Teilnahme an der betrieblichen Weiterbildung laut CVTS 3 präsentiert und im Vergleich zum CVTS 2 (Basisjahr 1999) dargestellt, und es werden einige Aspekte aus der Teilnahmestatistik der Konferenz der Erwachsenenbildung Österreichs (KEBÖ) präsentiert. Sekundärdatenauswertung (Arbeitskräfteerhebung, CVTS3, Erhebung der Konsumausgaben, KEBÖ-Statistik), Dokumenten- und Literaturanalyse, Interviews, deskriptive Statistiken, multivariate Methoden Der vorliegende Bericht bietet ein umfassendes Update der Ausgaben für Weiterbildung in Österreich. Es wurde eine verbesserte Basis für die Einschätzung der Ausgaben von Privatpersonen im Bereich der beruflichen Weiterbildung erreicht. Die entsprechenden jährlichen Ausgaben der Privatpersonen konnten auf den Bereich zwischen 200 bis 240 Mio. Euro eingegrenzt werden.

Schlagworte: Forschung
Quelle: Institut für Höhere Studien und Wissenschaftliche Forschung
Ökonomisierung des Lernens und Vertreibung der Bildung? "Lifelong Learning" und "evidence-based Policy/Practice" (pdf)
Der vorliegende Beitrag versucht, den theoretischen Gehalt des Begriffs "Lifelong Learning (LLL)" im Kontext der neuen Ansprüche von "evidence-based Policy und Practice" auszuloten. Erstens wird die Bedeutung der LLL-Begrifflichkeit analysiert und ihre Komplexität herausgearbeitet. Dabei wird vorgeschlagen, die LLL-Begrifflichkeit nicht als Theorie, sondern als Politik-Paradigma zu verstehen, zu dem es verschiedene theoretische Perspektiven gibt. Zweitens werden die methodologischen Entwicklungen im Bereich der evidence-based Policy und Practice diskutiert und die Theorieabhängigkeit der "Evidenzen" demonstriert. Dabei zeigt sich eine Dominanz ökonomischer Ansätze und Begriffe. Die "Evidenzen", die sich im politischen Raum verbreiten, sind so hochgradig theoretisiert, dass deren Grundlagen ohne spezialisierte Bildung kaum mehr nachvollziehbar sind. Drittens werden die verschiedenen Theorieperspektiven auf die LLL-Thematik einem stilisierten Mapping unterzogen. Entsprechend der Komplexität des LLL-Konzeptes besteht der theoretische Raum aus einer Vielfalt von Ansätzen und Zugängen aus verschiedenen Disziplinen, wobei die Ökonomie eine gewisse Monopolposition vor allem in der theoretisch fundierten empirischen Forschung erreicht hat. Die Kritik aus anderen Disziplinen bezieht sich eher auf die Grundannahmen als auf die Forschungen - und die kritischen Positionen divergieren auch untereinander.

Schlagworte: Forschung
Quelle: Lorenz Lassnigg, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 7/8, 2009
Österreichische Strategie für Bildung für Nachhaltige Entwicklung
Im Jahre 2005 rief die UNESCO die Dekade für Bildung für Nachhaltige Entwicklung aus (2005 - 2014). Jeder Mitgliedstaat ist aufgerufen, eine Länderstrategie für die Umsetzung der Ziele der Dekade zu entwickeln. Eine fünfköpfige Expertinnen- und Expertengruppe wurde vom Bildungsministerium sowie vom Umweltministerium beauftragt, die österreichische Strategie zu verfassen.

Schlagworte: Forschung
Quelle: Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung Klagenfurt, Universität Klagenfurt
Österreichischer Länderbericht zum OECD/CERI-Seminar (pdf)
Der Länderbericht reflektiert den Begriff des lebenslangen Lernens in der Wissensgesellschaft und bemüht sich dabei sowohl die Voraussetzungen als auch die Rahmenbedingungen dafür aufzuarbeiten. Der Bericht deckt dabei Themen bzw. Begriffe wie Human- bzw. soziales Kapital, lebenslanges Lernen im Kontext einer fortschreitenden Globalisierung, den tertiären Bildungssektor, informelles Lernen, die österreichische Erwachsenenbildung allgemein, Finanzierungsfragen beruflicher Weiterbildung, Teilnahmebereitschaft, die personelle Ebene der österreichischen Erwachsenen- und Weiterbildung und vieles mehr ab.

Schlagworte: Anbieterstruktur, Finanzierung, Qualität
Quelle: Lenz, Werner, Graz 2003
Österreichischer Länderbericht. Memorandum über lebenslanges Lernen der Europäischen Kommission (pdf)
„Der Bericht besteht aus zwei Teilen: dem „Länderbericht“, der neben einer Zusammenfassung der Ergebnisse des österreichischen Diskussionsprozesses zu den zentralen „Grundbotschaften“ des Memorandums vor allem auch Strategieansätze zur zukünftigen Förderung des lebensbegleitenden Lernens enthält, sowie dem „Hintergrundbericht“, der dem Ist-Stand der Situation des lebenslangen Lernens in Österreich im Zusammenhang mit den sechs Grundbotschaften des Memorandums beschreibt und die dazu eingelangten Stellungnahmen und Diskussionsbeiträge dokumentiert.“ (aus dem Vorwort) Speziell interessant sind: Kapitel 2.1.2. Gewährleistung einer „zweiten Chance“ zum Erwerb neuer Basisqualifikationen – Gewährleistung eines allgemeinen Zugangs zu „digitaler Kompetenz“ und anderen neuen Basisqualifikationen (S. 13, 3. und 4. Absatz) Kapitel 2.1.3. Erfassung und Deckung neuer Qualifikationsbedarfe (S. 15, 4. Absatz und S. 16, 1. Absatz) Kapitel 2.2.1. Erhöhung der Investitionen in lebenslanges Lernen und in die Entwicklung der Humanressourcen (S. 17-20) Kapitel 2.2.3. Entwicklung flexibler Formen der Arbeitsorganisation zur Förderung lebenslangen Lernens (S. 20-21) Tabellenanhang (S. 42-47) (z.B. Weiterbildungsaktivitäten in den letzten 3 Jahren, Weiterbildungsaktivitäten in den letzten 3 Jahren nach Geschlechtszugehörigkeit in Prozent, Struktur des Interesses an Weiterbildung in der Bevölkerung, Interesse an Weiterbildung nach Themenbereichen – differenziert nach Geschlecht, Motive zur Weiterbildung nach Altersgruppen und Geschlecht, Finanzträger Erwachsenenbildung, Öffentliche Bildungsausgaben 1997)

Schlagworte: Bildungsbeteiligung, Bildungsstand, Qualität
Quelle: Materialien zur Erwachsenenbildung. Nr. 5/2001, bm:bwk
Über die Klugheit, "dumm" zu bleiben (pdf)
Normen und Vorstellungen prägen unser Bild vom "gebildeten" Menschen. Manche Menschen können nicht Lesen, Schreiben, Rechnen. Sind diese nun zwangsläufig ungebildet, vielleicht sogar "dumm"? In diesem Statement werden die Diskurse zum Thema "Basisbildung" kritisch und provokant hinterfragt: Was impliziert der Begriff "Basisbildung"? Was nehmen wir als "klug" und was als "dumm" wahr? Waren Sie schon einmal "dumm"? Warum sollen alle Lesen, Schreiben, Rechnen können müssen?

Schlagworte: Basisbildung/Zweiter Bildungsweg
Quelle: Daniela Holzer, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 1, 2007
Basisbildung - Herausforderungen für den Zweiten Bildungsweg
Die 1. Nummer des Magazin erwachsenenbildung.at widmet sich der aktuellen Situation der Basisbildung und Alphabetisierung Erwachsener in Österreich, ergänzt um einen Blick auf die Lage in Deutschland und in der Schweiz.

Schlagworte: Bildungsstand, Bildungsbeteiligung, Basisbildung/Zweiter Bildungsweg
Quelle: Ausgabe 1/2007 des Magazin erwachsenenbildung.at. Das Fachmedium für Forschung, Praxis und Diskurs
Basisbildung mit Strafgefangenen: "Was ich nicht kann, ist mir zu schwierig, und was ich schon kann, interessiert mich nicht... ."
Dieser Artikel beschäftigt sich mit den Erfahrungen der Autorinnen im Zuge eines achtwöchigen Basisbildungskurses an zwei österreichischen Strafanstalten im Jahre 2005. Die Perspektiven der Strafgefangenen, nach der Entlassung in der Arbeitswelt Fuß fassen zu können, sind schlecht, nicht zuletzt aufgrund der mangelnden oder überhaupt gänzlich fehlenden Ausbildung: Mehr als die Hälfte der Strafgefangenen haben keine über die Pflichtschule hinausgehende Ausbildung. Im Zuge dieser Entwicklungen wurde das Projekt TELFI konzipiert, mit dem Ziel, in Zukunft mehr Strafgefangene besser auf das "Leben danach" und den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Hierfür wurden E-Learning-Kurse zu verschiedenen Lehrinhalten, unter anderem Basisbildungskurse, erarbeitet und durchgeführt. Der Kurs bot je sechs TeilnehmerInnen der Strafanstalt Schwarzau sowie der Strafanstalt Gerasdorf Platz. Die Gruppen waren sehr heterogen, sowohl was die Muttersprache, die Basisfertigkeiten als auch das psychische Zustandsbild (Substanzabhängigkeit, psychische Probleme sowie Verhaltensprobleme) betraf. Die intensive Auseinandersetzung mit den Ängsten, Zweifeln, Hoffnungen und Wünschen der Häftlinge, mit ihrem Selbstbild, ihrer Geschichte und ihrer Zukunft drängte die Wissensvermittlung immer wieder in den Hintergrund und stellte für die Autorinnen eine besondere Herausforderung dar.

Schlagworte: Basisbildung/Zweiter Bildungsweg, Bildungsbenachteiligte
Quelle: Andrea Fritsch, Friederike Kohsem Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 1, 2007
Benennen wir doch endlich Defizite! Ein kritischer Kommentar zur Defizitorientierung in Zielgruppendiskussionen (pdf)
Haben wir die Defizitorientierung in der Weiterbildung schon überwunden? Oder wirkt sie im Hintergrund permanent fort? Im Bildungsbereich werden Defizite meist individuell gedacht als fehlende Fähigkeiten und Fertigkeiten der Einzelnen. Was aber als "fehlend" angesehen wird, ist - abhängig von den vorherrschenden gesellschaftlichen Verhältnissen - vor-definiert und wird in unserem Umfeld aktuell zumeist ökonomisch argumentiert. Für wirtschaftliche Ziele - höhere Profite, erfolgreichen Wettbewerb oder Steigerungsraten aller Art - werden "passende" Menschen benötigt. Dementsprechend werden Zielgruppen der Erwachsenenbildung definiert und den darin vorkommenden Menschen zu behebende Defizite zugeschrieben. In diesem Beitrag plädiert die Autorin dafür, doch endlich gesellschaftliche Defizite zu benennen, insbesondere jenes, ständig nur Defizite orten zu wollen.

Schlagworte: Zielgruppen, Bildungsbenachteiligte
Quelle: Daniela Holzer, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 10, 2010
Beraterische Interventionen als funktionale Kommunikation in individuellen Entscheidungsprozessen. Eine Typologie in Form einer theoriegeleiteten Definition
In diesem argumentativ dichten Themenbeitrag schlägt der Autor vor, eine Differenzierung von beraterischen Leistungen künftig nicht über eine Unterscheidung der beraterischen Formate im engeren Sinne, sondern über die Funktionalität von Beratung im Gesamtgefüge individueller Entscheidungsprozesse zu objektivieren. Erstmals werden somit die Beratungsleistungen für Individuen nach einem durchgängigen Prinzip klassifiziert. Basierend auf der Lerntypologie Gregory Batesons wird eine neuartige Typologie von Informations- und Beratungsleistungen entworfen. Diese unterschiedlichen Typen von Interventionen im Rahmen von individuellen Entscheidungsprozessen werden zum Abschluss aktuell vorfindbaren Beratungsformaten und -settings gegenübergestellt und ein erster Versuch einer Zuordnung unternommen.

Schlagworte: Forschung
Quelle: Peter Schlögl, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 9, 2010
Berufliche Weiterbildung im Spiegel des Adult Education Survey 2007 (pdf)
Im Rahmen einer Sekundärdatenanalyse des Adult Education Survey 2007 wurde vom Österreichischen Institut für Erwachsenenbildung (oieb) auch eine Auswertung der beruflichen Bildung Erwerbstätiger vorgenommen. Zu einem großen Teil handelt es sich bei dieser beschäftigungsnahen beruflichen Weiterbildung um „betriebliche Weiterbildung“. Bemerkenswert sind in diesem Zusammenhang die Unterschiede der Teilnahme und Nichtteilnahme nach Branchen und Berufsgruppen, vor allem in der Gastronomie, Hotellerie, dem Baugewerbe und dem Kredit- und Versicherungswesen. Im vorliegenden Beitrag werden die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst, um schließlich der Frage nachzugehen, worin die Unterschiede zwischen den Berufsgruppen bestehen. Könnten hier zwei verschiedene Lernkulturen vorliegen?

Schlagworte: Forschung, Bildungsbeteiligung
Quelle: Erler, Ingolf (2012): Berufliche Weiterbildung im Spiegel des Adult Education Survey 2007. In: Magazin erwachsenenbildung.at. Das Fachmedium für Forschung, Praxis und Diskurs. Ausgabe 17, 2012. Wien.
Berufliche Weiterbildung in Österreich und im europäischen Vergleich (pdf)
In Übereinstimmung mit den europäischen Zielsetzungen des Lissabon Prozesses wird die Bedeutung der Weiterbildung für die Wissensökonomie immer evidenter. Vor allem die berufliche Weiterbildung rückt immer stärker in den Fokus zukunftsorientierter Politik. Hilfestellung und Benchmarks bietet die Bildungsforschung, die aktuelle Trends, den Bedarf der Beschäftigen und der Unternehmen sowie effiziente Ansatzpunkte der Förderung anhand von Fakten und internationalen Vergleichen aufzeigt. Allerdings müssen länderübergreifende Vergleiche vor dem Hintergrund der generellen Qualifizierungsstrategien eines Landes gesehen werden. Die vorliegende Studie (ibw-Forschungsbericht Nr. 126, 2004) stellt die Ergebnisse diverser internationaler Erhebungen und Vergleiche in einen österreichischen Gesamtzusammenhang und gibt einen Überblick über internationale Beispiele zu Strategien und Politiken zur Förderung der beruflichen Weiterbildung.

Schlagworte: Forschung
Quelle: Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft
Berufsbild TrainerIn (pdf)
In den letzten Jahren ist es verstärkt zu einer Diskussion der Qualität in der Erwachsenenbildung gekommen, gleichzeitig hat eine Professionalisierung stattgefunden, ersichtlich z. B. an der stetig steigenden Zahl der TrainerInnenausbildungen und an den Versuchen, Qualittsstandards und Qualitätssicherungssysteme zu formulieren. Dieser Professionalisierungsprozess ist noch lange nicht abgeschlossen, gibt es doch nach wie vor keine allgemein anerkannten und verbindlichen Standards oder Zugangsbedingungen für die Ausübung der Tätigkeit als TrainerIn. Auch die Interessengemeinschaft work@education, eine Plattform für alle im Bildungs- und Beratungsbereich tätigen Personen, hat sich dieses Themas angenommen: Sie fordert u. a. die Etablierung eines verbindlichen Berufsbildes für TrainerInnen. In diesem Artikel soll ein Berufsbild vorgeschlagen und sollen Möglichkeiten der Etablierung von Qualitätskriterien vorgestellt werden.

Schlagworte: Qualität, AkteurInnen
Quelle: Alfred Fellinger, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 4, 2008
Beteiligungsstruktur und Ressourcen der Erwachsenenbildung (pdf)
Die vorliegende Ausgabe der Reihe Materialien zur Erwachsenenbildung bildet die empirischen Grundlagen zu einer Strategie des lebensbegleitenden Lernens. Sie fokussiert auf die Beteiligungsstruktur der Erwachsenenbildung in Österreich, auf die Ressourcen sowie auf Herausforderungen, die sich stellen.

Schlagworte: Bildungsbeteiligung, Finanzierung, Qualität
Quelle: Materialien zur Erwachsenenbildung, Nr. 2/2005, bm:bwk (Hrsg.)
Beteiligungsstruktur und Ressourcen der Erwachsenenbildung (pdf)
Ziel der vorliegenden Studie ist es, Resultate empirischer Forschung zum lebenslangen Lernen in einer gut zugänglichen Form zu präsentieren, um damit Voraussetzungen für eine fundierte Diskussion zu den vielfältigen Aspekten des Themas zu schaffen.

Schlagworte: Forschung
Quelle: Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft
Betriebe und Basisbildung: eine Gewinn bringende Partnerschaft? (pdf)
Basisbildung schafft die Voraussetzungen für gesellschaftliche Teilhabe, und zwar nicht nur in Hinblick auf die (erfolgreiche) Aufnahme einer Erwerbstätigkeit, sondern auch im Sinne einer Bildung, die Menschen stärkt, fördert und Perspektiven eröffnen kann. Anhand eines Praxisbeispiels: des Lehrgangs "Bildung wieder entdecken" werden Erfahrungen mit der Entwicklung und Umsetzung eines betrieblichen Basisbildungsangebotes für Arbeiterinnen mit Basisbildungsbedarf reflektiert.Berichtet wird über Fragen der Kooperation mit den Betrieben, über Fragen der Gewinnung von Teilnehmerinnen sowie Fragen der Planung und Durchführung (Inhalte, Trainerinnen). Ergebnisse aus der begleitenden Evaluation geben Einblicke in die Lernprozesse und Lernerfolge der Teilnehmerinnen. Danach wird der Frage nachgegangen, ob und wie Betriebe Verantwortung für die Basisbildung ihrer MitarbeiterInnen übernehmen können und sollen: Überlegungen hinsichtlich des individuellen und betrieblichen Nutzens werden in den Kontext bildungspolitischer Überlegungen gestellt und es werden Perspektiven für betriebliche Basisbildungsangebote skizziert.

Schlagworte: Basisbildung/Zweiter Bildungsweg, Bildungsstand
Quelle: Monika Kastner, Isabella Penz, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 1, 2007
bib-wiki oder der Versuch, Web 2.0 für ein organisationsübergreifendes Wissensmanagement in der Bildungsberatung einzusetzen (pdf)
Eine vielleicht lästige, sicher aufwändige, doch kaum zu umgehende Aufgabe von Bildungs- und BerufsberaterInnen ist das Verwalten von aktuellen und verlässlichen Informationen. Mit dem Projekt "bib-wiki" wird der Versuch unternommen, die Möglichkeiten des Web 2.0 zu nutzen, das Wissen vieler BeraterInnen zu bündeln und so einen gemeinsamen, organisationsübergreifenden Wissenspool für Bildungsberatung aufzubauen. Dieser Versuch ist gleichermaßen erfolgversprechend wie herausfordernd. Die Autorin zeichnet in ihrem Artikel die bisherige Geschichte des Projekts nach und berichtet über die ersten Erfolge wie Schwierigkeiten und über die "Learnings" aus eineinhalb spannenden Projektjahren. Über den Text verstreut finden sich charakteristische Rückmeldungen von mitwirkenden BeraterInnen aus einer Umfrage im Sommer 2009.

Schlagworte: Forschung, Angebotsstruktur
Quelle: Erika Kanelutti, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 9, 2010
Bildung als Chancenfundament: Überlegungen zur "Basisbildung" in der Wissensgesellschaft (pdf)
Je stärker das Thema "Basisbildung" ins Zentrum der bildungspolitischen Diskussion rückt, desto deutlicher werden die Herausforderungen, die sich aus einem fast paradox zu nennenden Gesamtbefund des österreichischen Bildungssystems ergeben. Trotz vieler im Wesentlichen erfreulicher Eckdaten zum österreichischen Bildungssystem (niedrige SchulabbrecherInnenquote, hohe Jugendbeschäftigung, hohe Anzahl an Abschlüssen auf der Sekundarstufe II) stellt sich auch in Österreich die Frage immer intensiver, ob die erforderlichen Basisqualifikationen ausreichend vermittelt werden bzw. ob der richtige "Mix" an Basisqualifikationen vermittelt wird. Während im Bereich der vorschulischen Erziehung mit den Maßnahmen zur frühen Sprachförderung und im Bereich der schulischen Bildung mit der Erarbeitung von Bildungsstandards wichtige Maßnahmen zur Sicherung einer ausreichenden Basisbildung gesetzt wurden, ist im Bereich der Erwachsenenbildung bzw. Weiterbildung sicher der größte Handlungsbedarf gegeben. Im Regierungsprogramm dieser Gesetzgebungsperiode ist als Ziel die "weitere Senkung des Anteils an Personen mit mangelnden Basisqualifikationen" explizit festgeschrieben. Damit dies gelingt, bedarf es vor allem der Zusammenarbeit aller beteiligten AkteurInnen: der Bildungseinrichtungen, des AMS, der SozialpartnerInnen und der Unternehmen.

Schlagworte: Basisbildung/Zweiter Bildungsweg, Bildungsbenachteiligte, Bildungsstand
Quelle: Martin Netzer, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 1, 2007
Bildung in Zahlen 2006/2007
Bildung in Zahlen 2006/07 gibt einen Einblick in die Bildungssituation in unserem Land. Ergebnisse und Kenngrößen aus verschiedenen Statistiken werden von der STATISTIK AUSTRIA in Form von Texten, Tabellen und Grafiken dargestellt und bieten Informationen zu unterschiedlichen Bildungsbereichen wie Schul- und Hochschulwesen, Erwachsenenbildung, Bildungsverläufe, den Bildungsstand und staatliche Bildungsausgaben. Statistik Austria: Bildung in Zahlen 2006/2007. Schlüsselindikatoren und Analysen. Wien 2008.

Schlagworte: Bildungsbeteiligung, Bildungsstand, Angebotsstruktur
Quelle: Statistik Austria
Bildung in Zahlen 2008/2009
Bildung in Zahlen 2008/09 gibt einen Einblick in die Bildungssituation in unserem Land. Ergebnisse und Kenngrößen aus verschiedenen Statistiken werden von der STATISTIK AUSTRIA in Form von Texten, Tabellen und Grafiken dargestellt und bieten Informationen zu unterschiedlichen Bildungsbereichen wie Schul- und Hochschulwesen, Erwachsenenbildung, Bildungsverläufe, den Bildungsstand und staatliche Bildungsausgaben. Statistik Austria: Bildung in Zahlen 2008/2009. Schlüsselindikatoren und Analysen. Wien 2010.

Schlagworte: Bildungsbeteiligung, Bildungsstand, Angebotsstruktur
Quelle: Statistik Austria
Bildungsaktivität und Bildungsbarrieren älterer Menschen im sozialen Raum
Im Beitrag wird die Analyse zur Bildungsaktivität älterer Menschen mit der Frage nach der Zugehörigkeit zu einem Sozialraum und den Ressourcen oder Restriktionen, die für die Bildung im Alter auf örtlicher Ebene entstehen, verbunden. Der bisher nur vereinzelt in der Erwachsenenbildung angewendete sozialraumorientierte Forschungsansatz verspricht dabei eine verbesserte Erkenntnis in Bezug auf lokale Inklusions- und Exklusionsprozesse im lebenslangen Lernen. Die hier vorgestellten ersten Ergebnisse zur Untersuchung lokaler Bildungsaktivität Älterer beruhen auf einem explorativen Projekt, das vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) im Programm "Inklusion/Lernen im Quartier" durchgeführt wird.

Schlagworte: Bildungsbeteiligung, Zielgruppen
Quelle: Jens Friebe, Katrin Hülsmann, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 13, 2011
Bildungsökonomik in Europa
Die Bildungsökonomik ist ein weitreichendes Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaften. www.education-economics.org ist ein Forum bildungsökonomischer Forschung in Europa. Es umfasst Themen wie die Effizienz des Bildungssektors, die Auswirkungen von Bildung auf Wirtschaftswachstum oder die Ausgestaltung der Bildungsfinanzierung. Bildungsökonomik beschäftigt sich mit allen Bildungsniveaus.

Schlagworte: Bildungsökonomische Forschung, Finanzierung
Quelle: EENEE
Bildungsbarometer der beruflichen Erwachsenenbildungseinrichtungen (pdf)
Ziel des Bildungsbarometers ist eine fortlaufende Marktbeobachtung des Erwachsenenbildungssektors in Oberösterreich, welche Entwicklungen transparent machen und den befragten Einrichtungen eine klare Positionierung in diesem Umfeld ermöglichen soll. Die Marktbeobachtung basiert auf einer Befragung von etwa 100 beruflichen Erwachsenenbildungseinrichtungen in Oberösterreich, die halbjährlich mittels eines standardisierten Fragebogens durchgeführt wird.

Schlagworte: Forschung
Quelle: Universität Linz, Institut für Berufs- und Erwachsenenbildungsforschung
Bildungsbenachteiligten Frauen den Wiedereinstieg ins Lernen ermöglichen. Bildungswünsche und -bedarfe von nicht erwerbstätigen Frauen mit Pflichtschule als höchstem Abschluss (pdf)
Der Beitrag stellt die Ergebnisse einer vom Expertinnennetzwerk "learn forever" beauftragten empirischen Studie zu den Bildungswünschen und -bedarfen von nicht erwerbstätigen bildungsbenachteiligten Frauen mit Pflichtschule als höchstem Abschluss vor. Damit werden jene Frauen ins Blickfeld gerückt, die besonders gefährdet sind, von gesellschaftlichen Lernangeboten ausgeschlossen zu werden und damit den Anschluss an die Wissensgesellschaft zu verlieren. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass diese Untersuchungsgruppe recht vielschichtig ist und aus vielfältigen Gründen den (Wieder-)Einstieg in die formalisierte Weiterbildung nicht geschafft hat. Mannigfaltige Faktoren auf politischer, struktureller, sozialer und persönlicher Ebene spielen zusammen und tragen dazu bei, dass diese Frauen wenig Nutzen darin sehen, sich weiterzubilden. Das Fehlen geeigneter Lernangebote, ihre aktuellen Perspektiven am Erwerbsarbeitsmarkt, negative Lernerfahrungen in der Vergangenheit, lange Abwesenheiten von Erwerbsarbeit und Weiterbildung, die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung und ihre Folgen sind nur einige Aspekte, die allfällige vorhandene Stärken bzw. Wünsche überlagern. Auf Basis dieser Ergebnisse werden als Abschluss ausgewählte Strategien vorgestellt, die den Wiedereinstieg ins Lernen für diese benachteiligte Gruppe von Frauen ermöglichen.

Schlagworte: Bildungsbenachteiligte
Quelle: Doris Kapeller, Anna Stiftinger, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 10, 2010
Bildungsberatung in der Arbeiterkammer Oberösterreich. AK-Angebote und Entwicklungsaspekte für die Beratung in Österreich (pdf)
Der vorliegende Praxisbeitrag beschreibt das Angebot im Bereich der Bildungsinformation, -beratung und -orientierung der Arbeiterkammer Oberösterreich, das im Rahmen des Projektes "Beratung entwickelt!" weiter ausgebaut wurde. Zielgruppe des Angebots sind jetzt auch Nicht-Mitglieder der Arbeiterkammer. Das Beratungsangebot besteht aus allgemeiner Bildungsberatung, aus ergänzenden prozesshaften Orientierungsangeboten und beinhaltet auch aktivierende Veranstaltungsformate für Regionen und/oder Zielgruppen. Es kombiniert unterschiedliche Methoden. Das Ergebnis: Pro Jahr können rund 12.000 Beratungseinzelkontakte verzeichnet werden, darunter, verglichen mit anderen Beratungseinrichtungen, ein relativ hoher Anteil an Menschen ohne Bildungs- bzw. Berufsabschluss.

Schlagworte: Forschung, Angebotsstruktur
Quelle: Gerhard Hofer, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 9, 2010
Bildungsbiographische und soziale Bedingungen des Lernens in der Nacherwerbsphase
Im Artikel gehen die AutorInnen der Frage nach, welche biographischen und lebenslagenbezogenen Aspekte die Lern- und Bildungsinteressen von älteren Menschen in der Nacherwerbsphase beeinflussen und welche Konsequenzen sich daraus für die Erwachsenenbildung ergeben. Hierfür greifen sie auf Daten aus dem aktuellen Forschungsprojekt "Competencies in Later Life" (CiLL) zurück und beschreiben u.a. fünf Gruppen älterer LernerInnen im Zusammenhang mit deren Lebenslagen und Mediennutzung. Das Projekt CiLL zielt auf eine Ausweitung der Stichprobe der nationalen PIAAC-Erhebung in Deutschland auf die 65- bis 80-Jährigen. Dadurch sollen auch für die Erwachsenen jenseits des Erwerbsalters Kompetenzprofile erhoben und vor dem Hintergrund sozio-demographischer und bildungswissenschaftlicher Kategorien diskutiert werden.

Schlagworte: Bildungsbeteiligung, Zielgruppen
Quelle: Claudia Strobel, Bernhard Schmidt-Hertha, Dieter Gnahs, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 13, 2011
Bildungswünsche und -bedarfe von bildungsbenachteiligten Frauen (pdf)
"... weil für mich hat es sowieso nie Angebote gegeben" - unter diesem Titel steht eine Studie von learn forever, die sich mit Bildungswünschen und -bedarfen von nicht erwerbstätigen bildungsbenachteiligten Frauen mit Pflichtschule als höchstem Abschluss auseinandersetzt. Die Studie wendet sich direkt an die Zielgruppe. Ergebnis ist, dass sich viele Frauen von den gängigen Angeboten in der Erwachsenenbildung nicht angesprochen fühlen und daher nicht teilnehmen.

Schlagworte: Basisbildung/Zweiter Bildungsweg, Bildungsbeteiligung, Angebotsstruktur, Forschung
Quelle: learn forever
Bildungswege in Österreich 2010/2011 (pdf)
Eine Broschüre des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur informiert über Erwachsenenbildung und Bildungsberatung in Österreich und stellt detailliert das österreichische Schulsystem dar. Abteilung Schulpsychologie-Bildungsberatung im Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur: Bildungswege in Österreich 2010/2011

Schlagworte: Angebotsstruktur
Quelle: bm:ukk
Bildungswelten im Comic. Zum Verhältnis formeller und informeller Bildung Erwachsener in der Comiczeitschrift "Mosaik" (pdf)
Die aktuellen Debatten rund um lebenslanges Lernen sind von bestimmten Bildungsvorstellungen bzw. -welten geprägt, die sich in den Medien unterschiedlich niederschlagen und dort wiederum Bildungswelten präjudizieren. Am Beispiel der Comiczeitschrift "Mosaik" wird untersucht, wie Bildungswelten Erwachsener in populären Medien repräsentiert sein können - getragen von der Annahme, dass Bildungseinstellungen, Bildungsorientierungen und Bildungsbedeutungen auch im Rahmen von Mediensozialisation entstehen. Nach einer Einleitung, kurzen Klärung des Mosaiks als (informell) lehrreiches Medium sowie methodisch-methodologischen Vorbemerkungen werden anhand der aktuellen Serie "Stein der Weisen" zunächst Typen der akademischen Welt herausgearbeitet, die ein Verhältnis von informeller und formaler Bildung strukturieren. Anschließend werden anhand einer einzelnen Passage diese Bildungswelten empirisch präzisiert.

Schlagworte: Medienpädagogik
Quelle: Olaf Dörner, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 6, 2009
Blickpunkt Gender. Ein praxisorientierter Leitfaden zur Mediengestaltung in den Bereichen Umwelt und Nachhaltigkeit (pdf)
Der Beitrag von Bente Knoll und Elke Szalai stellt Ergebnisse aus der Studie "Nachhaltige Geschlechter-Bilder" (2006) vor. Im Rahmen der Studie wurden fünfzehn österreichische populäre Medien aus den Bereichen Umwelt und Nachhaltige Entwicklung aus der Genderperspektive analysiert. Die Ergebnisse zeigen deutlich auf, dass die Vermittlung im Bereich Nachhaltigkeit in Österreich nach wie vor durchwegs geschlechterblind agiert. Aufbauend auf diese Studie wurde die praxisorientierte Handreichung "Blickpunkt Gender. Ein Leitfaden zur Mediengestaltung" (2007) entwickelt, die HerausgeberInnen und GestalterInnen von Printmaterial im Bereich Umweltbildung und Nachhaltigkeit praxisorientierte Hinweise gibt, wie Medien gendersensibel gestaltet werden können.

Schlagworte: Medienpädagogik
Quelle: Bente Knoll, Elke Szalai, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 6, 2009
Branchenspezifische Aspekte betrieblicher Weiterbildung. Empirische Befunde aus Unternehmensbefragungen (pdf)
Ziel des Beitrages ist die Nutzung vorhandener Unternehmensbefragungen, um einige Aspekte der betrieblichen Weiterbildung und des Zugangs zu Weiterbildung nach Wirtschaftsbereichen zu beleuchten. Im Fokus stehen dabei branchenspezifische Differenzen. Branchenspezifische Differenzen bezüglich Weiterbildungserschwernisse zeigen sich bei den Personalausfallskosten, also den indirekten Kosten, aber auch bei den Kurskosten, beim Mangel an Förderungen und beim Abwanderungsrisiko. Die Funktionen der Weiterbildung unterscheiden sich folglich deutlich nach Branchen, damit aber auch der Zugang Erwerbstätiger zur Weiterbildung. Als Kompensation sind daher Anreize für fachliche und fachübergreifende öffentliche Bildungsförderungen unverzichtbar für eine breite Bildungsbeteiligung.

Schlagworte: Finanzierung, Bildungsbeteiligung
Quelle: Petanovitsch, Alexander (2012): Branchenspezifische Aspekte betrieblicher Weiterbildung. Empirische Befunde aus Unternehmensbefragungen. In: Magazin erwachsenenbildung.at. Das Fachmedium für Forschung, Praxis und Diskurs. Ausgabe 17, 2012. Wien.
Bundesfinanzgesetz für das Jahr 2005 und Erläuterungen zum Bundesfinanzgesetz (pdf)
Das Bundesfinanzgesetz 2005 beinhaltet u.a. auch eine tabellarische Aufstellung der Ausgaben und Einnahmen für die Erwachsenenbildung und bundesstaatliche Einrichtungen der Erwachsenenbildung (S. 44-45).

Schlagworte: Finanzierung
Quelle: Bundesministerium für Finanzen
Bundesfinanzgesetz für das Jahr 2006 und Erläuterungen zum Bundesfinanzgesetz (pdf)
Das Bundesfinanzgesetz 2006 beinhaltet u.a. auch eine tabellarische Aufstellung der Ausgaben und Einnahmen für die Erwachsenenbildung und bundesstaatliche Einrichtungen der Erwachsenenbildung (S. 46-47).

Schlagworte: Finanzierung
Quelle: Bundesministerium für Finanzen
Centre for Research on Lifelong Learning (CRELL)
2005 wurde das Zentrum für Forschung zum Lebenslangen Lernen gegründet. In enger Zusammenarbeit mit der Generaldirektion für Bildung und Kultur der Europäischen Kommission werden Expertisen auf dem Gebiet der indikator-basierten Evaluation und des Monitoring von Bildungs- und Berufsbildungssysteme erstellt.

Schlagworte: Internationale Forschung
Quelle: Centre for Research on Lifelong Learning. Ispra, 2007
Chancen und Risiken des Zielgruppenmarketings in der Weiterbildung. Das Beispiel der Milieuforschung (pdf)
Der Beitrag analysiert Chancen und Risiken des Weiterbildungsmarketings mit Blick auf dessen gegenwärtige Praxis. Risiken ergeben sich vor allem aus einem verkürzten und stark instrumentellen Verständnis von Marketing; Chancen dagegen erwachsen aus der Betrachtung von Weiterbildungsmarketing als einen ganzheitlichen, erwachsenenpädagogischen Prozess. Anhand ausgewählter Befunde der Milieuforschung wird aufgezeigt, dass Marketingstrategien nicht nur zur Ansprache moderner und finanzkräftiger AdressatInnengruppen eingesetzt werden können, sondern auch der gezielten und nachhaltigen Integration bildungsbenachteiligter Gruppen dienen. Unter bestimmten Voraussetzungen tragen Marketingstrategien darüber hinaus dazu bei, höchst unterschiedliche Zielgruppen in ein und dieselbe Bildungseinrichtung zu integrieren.

Schlagworte: Bildungsbenachteiligte, Zielgruppen
Quelle: Jutta Reich-Claassen, Rudolf Tippelt, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 10, 2010
Chancen, Herausforderungen und Grenzen europäischer Studiengänge. Der European Master in Adult Education (pdf)
Die Erwachsenenbildung und die Professionalisierung des in ihr tätigen Personals gewannen in den letzten Jahren verstärkt das Interesse der Europapolitik. Ein Universitätsnetzwerk aus sieben europäischen Ländern hat sich der Herausforderung gestellt, einen gemeinsamen europäischen Masterstudiengang zur Erwachsenenbildung zu entwickeln und zu implementieren. Im vorliegenden Aufsatz werden die Idee, die Curriculumsentwicklung und die Implementierung des Studiengangs vorgestellt. Dabei werden die Chancen, die Herausforderungen, aber auch die Grenzen diskutiert, die in der Entwicklung gemeinsamer europäischer Studienangebote liegen. Letztlich formuliert die Autorin die These, dass - will man einem gemeinsamen europäischen Bildungsgedanken gerecht werden, der auf unterschiedlichen Bildungskulturen basiert - ein Curriculum immer ein Wechselspiel aus gemeinsamen europäischen Themen und spezifisch nationalen Themen und Lehr- und Lernformen darstellen sollte.

Schlagworte: AkteurInnen, Qualität
Quelle: Regina Egetenmeyer, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 4, 2010
Cross Cultural Learning and Teaching in Vocational Education and Training
Das Ziel dieses Projekts ist es, Bewusstsein und tieferes Verständnis für Lehrende und Studierende im Erwachsenenbildungsbereich zu schaffen. Dazu werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten sowie Wege zur erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Lernumgebungen aufgezeigt. Dadurch wird Lehren und Lernen effizienter und Erwachsenenbildung attraktiver. Dieses Projekt erforscht die Unterschiede in den Lernstilen und der Lernkultur zwischen Ländern der EU und entwickelt eine Toolbox für Lehrende, Studierende und Administratoren, um deren interkulturellen Kompetenzen zu verbessern und Bewußtsein bezüglich dieses Themas zu schaffen. Wissen und Erfahrung werden durch die Entwicklung und Durchführung von spezifischen Workshops vermittelt. Als Untersuchungsmethoden wurden Fragebogen zur Erfassung von Lernstilen, Fokusinterviews zur Erfassung von Experten- und Expertinnenerfahrungen gewählt. Die Methodik wurde bereits umfangreich in Vorgängerprojekten getestet und im Rahmen einer Projektserie zur Anwendung gebracht. Es besteht eine Datenbank mit über 12000 erfassten Fragebögen, eine Vielzahl von Veröffentlichungen (mehrere Bücher) und Dokumenten. Eine laufende Konferenzserie hat das Thema aufgegriffen und in alle Welt weiter getragen. Das Projekt wurde im Herbst 2008 gestartet.

Schlagworte: Forschung
Quelle: FH Joanneum - International Management
Das Ö-Cert - ein bundesweiter Qualitätsrahmen für die Erwachsenenbildung in Österreich
Der österreichweite Qualitätsrahmen zur Anerkennung von Qualität in der Erwachsenenbildung (kurz: Ö-Cert) wird mit diesem Beitrag zum ersten Mal einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Das Ö-Cert ist ein übergeordnetes Anerkennungsverfahren für bestehende Qualitätsverfahren und -systeme. Ziel des Qualitätsrahmens ist es, die gegenseitige Anerkennung von qualitätssichernden Maßnahmen der Bildungsorganisationen zwischen den einzelnen Bundesländern sowie zwischen dem Bund und den Ländern sicherzustellen. Dadurch sollen die selbstverantworteten Qualitätsbemühungen der Erwachsenenbildungs­insti­tutionen für Nachfragende von Bildungsangeboten und auch Förderge­ber transparenter gemacht werden.

Schlagworte: Qualität, Kompetenzfeststellung/Kompetenzanerkennung
Quelle: Elke Gruber, Peter Schlögl, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 12, 2011
Das Forschungsnetzwerk Erwachsenenbildung in der österreichischen Erwachsenenbildungslandschaft (pdf)
Das "Österreichische Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk für Erwachsenenbildung und Weiterbildung" ist ein seit 2005 bestehendes informelles, offenes Netzwerk für ForscherInnen im Bereich der Erwachsenenbildung und Weiterbildung. Das Netzwerk versteht sich als Plattform für persönlichen Austausch, inhaltliche Diskussion und Koordination sowie für die Entwicklung gemeinsamer Initiativen und Vorhaben.

Schlagworte: Forschung, Angebotsstruktur, Anbieterstruktur
Quelle: Daniela Holzer, Daniela Savel, Peter Schlögl, Stefan Vater, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 7/8, 2010
Das Leben lehrt. Ist das nicht genug? (pdf)
..."Bildungswege werden individuell begangen, aber gesellschaftlich erzeugt. Ich gestalte und ich werde gestaltet - über Verhältnis und Ausmaß kann man sich das ganze Leben lang Gedanken machen"... "Die Gesellschaft braucht gebildete Mitglieder hinsichtlich Beruf und Demokratie. Bildung ist somit auch öffentliches Gut in öffentlicher Verantwortung"... Entlang von Einsichten dieser Art umreißt der Autor auf eine sehr persönliche Art und Weise die Theorie und Forschung der Erwachsenenbildung in Österreich. Dargestellt werden die letzten vier Jahrzehnte seiner Forschungs- und Lehrtätigkeiten wie auch zeitgeschichtliche Entwicklungen und daraus resultierende geisteswissenschaftliche Denkbewegungen. Zudem thematisiert der Autor Entwicklungen in der österreichischen Erwachsenenbildung - sowohl im praktischen Bereich, auf Ebene der Institutionen, als auch im Wissenschaftsbereich, auf Ebene der Universitäten.

Schlagworte: Forschung
Quelle: Werner Lenz, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 7/8, 2010
Das pädagogisch reflexive Interview. Bildungsprozessen auf der Spur (pdf)
Dieser Beitrag widmet sich der Frage nach dem Verhältnis der Erziehungswissenschaft zu ihren Methoden sowie den Möglichkeiten der Erforschung von Bildungsprozessen im Blick auf die Generierung von Theorie aus den Erkenntnissen der Praxis. Ausgehend von einer Analyse dieses Verhältnisses wird mit Bezug auf eine strukturale Bildungstheorie ein "pädagogisches" Interview entworfen, das einen Bildungsprozess bei den Befragten anregt und diesen durch eine Dokumentation auch empirisch fassbar machen soll.

Schlagworte: Forschung
Quelle: Eveline Christof, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 7/8, 2010
Der Bildung ferne bleiben: Was meint "Bildungsferne"? (pdf)
Unter den vielen Zielgruppen der Erwachsenenbildung sticht eine ganz besonders hervor. Eine große Zahl an Begriffen wurde für sie erarbeitet, kaum ein programmatischer Text kommt ohne sie aus: Nennen wir sie mit dem gängigen Begriff "Bildungsferne". Der folgende Beitrag versucht aufzuspüren, um wen es sich dabei handelt, was über sie gewusst werden sollte und welche Handlungsstrategien sich daraus ableiten könnten.

Schlagworte: Zielgruppen, Bildungsbenachteiligte
Quelle: Ingolf Erler, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 10, 2010
Die (eigene) Geschichte als aktiver Lernweg. Über die Möglichkeiten der Biographieforschung in der Erwachsenenbildung (pdf)
In diesem Artikel werden die Bedingungen und Möglichkeiten einer sozialwissenschaftlichen "Bearbeitung" ethnischer Konflikte im Rahmen eines Biographieforschung-Workshops an der Universität in Prishtina (Kosova) dargestellt. Der Workshop-Zyklus kann zeigen, wie erwachsenenbildnerisches (universitäres) Lernen in einem sozialen und biographischen Sinn bedeutsam wird. Dabei geht es nicht nur um situative Lernakte isolierter Individuen, sondern stets auch um Lernen als (Trans-)Formation von Erfahrungen, Wissen und Handlungsstrukturen im lebensgeschichtlichen und lebensweltlichen Kontext. Lebensgeschichten (aus narrativen Interviews) werden dabei nach den Prinzipien narrationsstruktureller Methoden analysiert und auf die Geschichte der Lernenden bezogen. In der Bearbeitung der auftauchenden Fragestellungen lässt sich jenes sich bedingende Verhältnis von Aneignung und Bildung, von Vergangenheit und Zukunft, von Erbe und eigener Gestaltungskraft anschaulich als Lernfeld ausbreiten.

Schlagworte: Forschung
Quelle: Rudolf Egger, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 7/8, 2009
Die ARGE Bildungshäuser Österreich als lernende Organisation im Kontext von Qualitätsmanagement
Die Arbeitsgemeinschaft Bildungshäuser Österreich beschäftigt sich seit 2002 mit der ISO 9001 als Qualitätsmanagementsystem. Der vorliegende Beitrag beschreibt die Vorgangsweise bei der Implementierung des Qualitätsmanagementsystems und Gestaltungsprinzipien, die für dessen erfolgreiche Umsetzung wesentlich wurden: die Einrichtung von Qualitätszirkeln, die Durchführung interner Audits, die Bestellung von Qualitätsbeauftragten und die Einbindung aller MitarbeiterInnen. Der Qualität der Pädagogik und insbesondere dem Lernerfolg sowie dessen Erfassung wird dabei besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Schlagworte: Qualität, Anbieterstruktur
Quelle: Gaby Filzmoser, Franz Jenewein, Rudolf Planton, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 12, 2011
Die Berufsreifeprüfung - Höherqualifizierung für den beruflichen Aufstieg oder für den Umstieg? (pdf)
Susanne Klimmer, Peter Schlögl und Barbara Neubauer haben im Auftrag des bm:bwk die Berufsreifeprüfung in Österreich evaluiert. Der Fokus liegt dabei auf Analysen des Angebots an Vorbereitungslehrgängen auf die Berufsreifeprüfung und der TeilnehmerInnenstruktur.

Schlagworte: Bildungsstand, Angebotsstruktur, Basisbildung/Zweiter Bildungsweg
Quelle: Materialien zur Erwachsenenbildung, Nr. 3/2006, bm:bwk (Hrsg.)
Die Berufsreifeprüfung: Eine erste Evaluierung
„Im März dieses Jahres [1999] wurde das IBW gemeinsam mit dem öibf beauftragt, eine erste Evaluierung der Berufsreifeprüfung durchzuführen. Diese Evaluierungsstudie teilt sich im Wesentlichen in eine Implementationsbeschreibung auf Ebene der Bundesländer und Ergebnisse von empirischen Erhebungen bei TeilnehmerInnen, Lehr- und Prüfungspersonen sowie Unternehmen.“ „In Form von ExpertInnengesprächen bei Fachabteilungen des BMUK, Schulaufsichtsbehörden und Bildungsanbietern erfolgte die Erhebung des gegenwärtigen Status der Implementierung und offene Fragestellungen in den neun Bundesländern. In diesem Zusammenhang wurden zum Teil auch Prozesse identifiziert, die noch nicht abgeschlossen sind.“ Beispiele für die recht aussagekräftigen Erhebungen sind etwa: „Eine Erhebung bei anbietenden Einrichtungen Mitte Mai 1999 ergab eine TeilnehmerInnenzahl von österreichweit 4.512 Personen (mit oben erwähnten Unsicherheitsfaktoren).“ „89% der LehrgangsteilnehmerInnen gehen gleichzeitig zum Lehrgangsbesuch einer Berufstätigkeit nach.“ „Die Geschlechterverteilung in den Vorbereitungslehrgängen kommt mit 52,5% Frauen und 47,5% Männern der Gesamtpopulation Österreichs sehr nahe.“ Die Erhebungsdaten beschränken sich jedoch nicht auf die TeilnehmerInnen, sondern beinhalten ebenso die unterrichtenden Lehr- und Prüfungspersonen, sowie die Miteinbeziehung österreichischer Unternehmen. Es wurden „insgesamt 4.940 vollstandardisierte Fragebögen, die in einem Pre-Test bei BRP-TeilnehmerInnen getestet wurden, an die Anbieter versendet bzw. direkt an TeilnehmerInnen ausgegeben.“ Es finden sich sehr detaillierte Angaben über die TeilnehmerInnen: soziale Situation, Alter, Geschlecht, Art der Berufstätigkeit, bisherige Bildungsabschlüsse bzw. -abbrüche, Branche, Bildungsklima, Motivation, Finanzierung u.v.m.! Ähnliches gilt für die Befragung der Lehrenden und der Unternehmen.

Schlagworte: Anbieterstruktur, AkteurInnen, Bildungsbeteiligung, Basisbildung/Zweiter Bildungsweg
Quelle: Klimmer, Susanne, ibw; Schlögl Peter, öibf. Wien 1999
Die Entwicklung strategischer Schlüsselkompetenzen im Kontext der europäischen Integration (pdf)
Der Einstieg in den gesamteuropäischen, multikulturellen Arbeitsmarkt erfolgt auf Basis der unterschiedlichen nationalen (Aus-)Bildungssysteme sowie im Rahmen unterschiedlicher Traditionen des Personalmanagements. Angesichts der dadurch sehr vielfältigen Anforderungen wird für eine erfolgreiche Nutzung von persönlichen Fähigkeiten (Humanressourcen) seit spätestens Ende der 1970er Jahre auf so genannte Schlüsselkompetenzen ("Strategical Competences") verwiesen. Allgemein können diese Schlüsselkompetenzen als die Gesamtheit des Wissens, der Fertigkeiten und Fähigkeiten sowie der Arbeitsweisen bezeichnet werden, über die ein/e Arbeitnehmer/in unabhängig von der jeweiligen Position in einer Organisation verfügen sollte. Sie stellen im Vergleich zum erworbenen formal-fachlichen Wissen "weiche" Kompetenzen ("Soft Skills") dar, und umfassen Sozial-, Methoden- und Selbstkompetenz. Gerade in einer Umwelt, deren wirtschaftliche Rahmenbedingungen sich sehr rasch wandeln, sind diese Kompetenzen von besonderer Bedeutung und bestimmen die Möglichkeiten der Entwicklung sowohl von Unternehmen als auch von Arbeitnehmer/inne/n in hohem Maße. In Organisationen spielt daher zunehmend das "Human Resource Development" (Kompetenzentwicklung) im Vergleich zum bisherigen "Human Resource Assessment" (Kompetenzbewertung) eine wesentliche Rolle. Prozesse wie die europäische Integration, wirtschaftliche Entwicklungen auf gesamteuropäischer Ebene und die Dynamisierung der Märkte erfordern zudem strategische Richtlinien zur Entwicklung einheitlicher Schlüsselkompetenzen. Hauptziele des Projekts sind die Erstellung eines Kompetenzkataloges sowie der entsprechenden Methodik, wie diese in Unternehmen weiter entwickelt werden können. Jedoch darf sich diese Methodik nicht nur auf einzelne Organisationen, Sektoren oder Länder beschränken. Im Rahmen des Projekts werden in acht Ländern Untersuchungen durchgeführt, um Schlüsselkompetenzen zu identifizieren und in der Folge sowohl einen "Europäischen Kompetenzkatalog" zu erarbeiten als auch ein methodisches Gerüst zu ihrer Entwicklung bereit zu stellen. Fragebogenuntersuchung in acht europäischen Ländern (Litauen, Spanien, Griechenland, Irland, Deutschland, Portugal, Bulgarien und Österreich). Auf dem gesamteuropäischen Arbeitsmarkt werden sogenannte Schlüsselkompetenzen als ein wesentliches Kriterium bei der Personalauswahl betrachtet. Im Zuge der Europäischen Integration werden sie damit zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor für die Nutzung von Humanressourcen. Im Managementbereich sind v.a. Führungsqualitäten ("Leadership") gefragt: Visionen haben und für diese zu begeistern; Entscheidungen treffen und durchziehen; Mitarbeiter/innen motivieren und Verantwortung übertragen; offen für Innovationen sein und rasch agieren; selbstsicher, entschlossen und zielstrebig handeln. Die aktuellen Ergebnisse zeigen, dass Entscheidungsfähigkeit, Lernfähigkeit und Selbstpräsentationsfähigkeit zu den "Top Drei" der geforderten Managementkompetenzen zählen. Besonders die österreichischen und die litauischen Manager/innen setzen auf Führungskompetenzen ("Leadership"), die einem "transformationalen" Führungsstil dienen, der sich u.a. an der Zufriedenheit der Mitarbeiter/innen, der Förderung von Innovationen und dem langfristigen Erfolg des Unternehmens orientiert. Als die vier dafür wichtigsten Kompetenzen wurden * Begeisterungsfähigkeit (Inspiring Motivation), * Initiativkraft (Initiativeness), * Empathie (Empathy) und * Selbstpräsentationsfähigkeit (Self-Presentation) identifiziert.

Schlagworte: Forschung
Quelle: abif - Wissenschaftliche Vereinigung für Analyse, Beratung und interdisziplinäre Forschung
Die Etablierung eines Qualitätsmanagementsystems am Beispiel der Pädagogischen Hochschule Steiermark
Die Pädagogische Hochschule Steiermark (PHSt) sieht sich bereits seit längerem den besonderen Gegebenheiten einer qualitätsvollen Entwicklung verbunden; beginnend mit dem Sommersemester 2009 wurde diese Dimension durch die Etablierung einer eigenen Organisationseinheit für Qualitätsmanagement (QM) manifestiert. Der vorliegende Beitrag stellt unter Bezug auf die hochschulrechtlichen Vorgaben (Hochschul-Evaluierungsverordnung, kurz: HEV) die wesentlichsten Eckpunkte der Etablierung eines QM-Systems im Hochschulbereich dar.

Schlagworte: Qualität, Anbieterstruktur
Quelle: Sonja Gögele, Herbert Harb, Werner Hauser, Wilma Hauser, Rosa Maria Ranner, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 12, 2011
Die Gewerkschaftsschule - Lehrgang für angewandte Gewerkschaftsarbeit
Der in diesem Beitrag beschriebene viersemestrige "Lehrgang für angewandte Gewerkschaftsarbeit" vermittelt Kompetenzen in den Bereichen Kommunikation und Rhetorik, Ökonomie und Ökologie, Gesellschaftspolitik, Management, Arbeitsrecht, Staat und Verfassung. Gewerkschaftspolitik und Interessenvertretung, selbstbestimmtes und handlungsorientiertes Lernen stehen dabei im Vordergrund. Jährlich starten österreichweit etwa 25 Lehrgänge dieser Art. Die Gewerkschaftsschule und ihr Lehrgang sind damit ein – wenn auch der breiten Öffentlichkeit wenig bekannt – intensives gesellschaftspolitisches Bildungsangebot.

Schlagworte: Angebotsstruktur
Quelle: Sepp Wall-Strasser, Verena Mayrhofer, Gerd Weninger, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 11, 2010
Die Kompetenzenbilanz. Das Modell des Zukunftszentrums Tirol (pdf)
Kompetenzenbilanzen helfen Personen einen Anker für die eigene Laufbahn zu finden und darauf aufbauend Zukunftspläne zu entwickeln. Basierend auf dem Kompetenzenmodell von John Erpenbeck und Lutz von Rosenstiel wurden in den letzten sieben Jahren am Zukunftszentrum Tirol ca. 3.000 Kompetenzenbilanzen durchgeführt, kompetenzorientierte BeraterInnen ausgebildet, Evaluierungen durchgeführt, Coaches akkreditiert und der Prozess selbst wissenschaftlich begleitet. Im folgenden Beitrag wird die Kompetenzenbilanz des Zukunftszentrums Tirol vorgestellt, werden Evaluierungen diskutiert und Weiterentwicklungen kurz skizziert. Es kann gezeigt werden, dass die Wirksamkeit von Kompetenzenbilanzen, so wie sie derzeit umgesetzt werden, gegeben ist, dass sich die Teilnehmenden in unterschiedlichste Richtungen entwickelt haben und als Initialzündung hierfür auf die coachbegleitete Kompetenzenbilanz verweisen.

Schlagworte: Forschung
Quelle: Kurt Seipel, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 9, 2010
Die Lernerorientierte Qualitätstestierung auf dem Prüfstand. Ergebnisse einer Vorher-Nachher-Befragung
Welche Qualitätsverbesserungen können Organisationen erzielen, die die Verfahren der Lernerorientierten Qualitätstestierung in der Weiterbildung (LQW) anwenden? Mit dieser Leitfrage wurde von 2006 bis 2010 eine Studie unter knapp 250 Weiterbildungsorgani­sationen in Deutschland und Österreich durchgeführt, um die Auswirkungen des LQW-Einsatzes zu eruieren. Nach einer kurzen Übersicht über das LQW-Modell und über den Aufbau der Befragung präsentiert der Beitrag die wichtigsten Ergebnisse der Studie. Dabei stehen vor allem die Lernerfolge jener Organisationen im Vordergrund, die bereits seit fünf Jahren LQW einsetzen und eine sogenannte "Retestierung" durchlaufen. Unter anderem zeigt sich, dass diese Organisationen auch bei der Retestierung noch erhebliche Verbesserungen erzielen, und zwar vor allem in den Bereichen Strategie und Führung.

Schlagworte: Qualität, Internationale Forschung, Kompetenzfeststellung/Kompetenzanerkennung
Quelle: Stefan Rädiker, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 12, 2011
Die Organisation mit Qualität entwickeln. Der LQW-Prozess am Beispiel der Kärntner Volkshochschulen
Im vorliegenden Beitrag beschreiben die beiden Autorinnen aus pädagogischer und betriebswirtschaftlicher Sicht den Veränderungsprozess und die Herausforderungen, die mit der Umsetzung des Qualitätsmanagements nach der Lernerorientierten Qualitätstestierung in der Weiterbildung (LQW®) an den Kärntner Volkshochschulen einhergingen. Die Erfahrungen und Reflexionen der pädagogischen Leiterin einerseits und der externen Organisa­tionsberaterin andererseits geben Einblick in die Fallen und Erfolgsfaktoren von Qualitätssicherungsprozessen und stellen die Verzahnung des LQW-Prozesses mit einem Organisationsentwicklungsprozess vor.

Schlagworte: Qualität
Quelle: Beate Gfrerer, Eva Kral, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 12, 2011
Die Qualitätspolitik der Wirtschaftsförderungsinstitute
Der vorliegende Beitrag beschreibt die Qualitätspolitik und das Qualitätsverständnis der Wirtschaftsförderungsinstitute (WIFIs) der Wirtschaftskammern Österreichs, welche über die externe Zertifizierung nach ISO 9000:2000 hinausgehen. Neben einem kurzen Blick in das WIFI-Qualitätshandbuch stellt der Autor Maßnahmen vor, die die Qualität der Lern­situation und die Qualität der TrainerInnen und Vortragenden sichern und verbessern helfen. Ein Merkmal im Qualitätsmanagement der WIFIs ist die repräsentative KundInnenbefragung, die in mehrjährigen Abständen durchgeführt wird. Als herausfordernd gilt die Tatsache, dass die Kernleistung des WIFI von Externen, sprich nebenberuflich tätigen TrainerInnen erbracht wird.

Schlagworte: Qualität, Anbieterstruktur
Quelle: Hannes Knett, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 12, 2011
Die statistische Erfassung des Erwachsenenbildungs- und Weiterbildungspersonals in Österreich (pdf)
Verlässliche Daten zur pädagogischen Qualifikation des Erwachsenenbildungs- und Weiterbildungspersonals sind sowohl für die Formulierung bildungspolitischer Strategien im Kontext des lebenslangen Lernens als auch für die Konzeption von Maßnahmen und Angeboten zur Professionalisierung und Qualitätssicherung in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung unerlässlich. Doch auf welche Daten kann in Abwesenheit einer einschlägigen Weiterbildungsstatistik in Österreich zurückgegriffen werden? Im vorliegenden Artikel werden verschiedene Datenkörper und die verwendeten Klassifikationen zur Erwerbstätigkeit (die vorhandenen Statistiken erheben die Erwachsenenbildung/Weiterbildung immer nur als "Restkategorie") kritisch auf ihre Eignung zur Beschreibung der Erwachsenenbildung/Weiterbildung bzw. des in ihr tätigen Personals gesichtet. Anhand der am besten passenden Klassifikation werden von der Autorin sekundärstatistische Auswertungen zu Beschäftigungsmerkmalen und Qualifikationen von ErwachsenenbildnerInnen in Österreich vorgenommen. Sie führt hierbei aus, wo Probleme und Grenzen durch die Positionierung der Erwachsenenbildung/Weiterbildung als "Restkategorie" auftreten. Mit kritischen Schlussfolgerungen und der Formulierung von Desideraten zur statistischen Erfassung des Erwachsenenbildungs-/Weiterbildungssektors schließt der Artikel.

Schlagworte: Qualität, Angebotsstruktur, Anbieterstruktur
Quelle: Maria Gutknecht-Gmeiner, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 4, 2008
Die Suche nach Aus- und Weiterbildungsinformationen. Ergebnisse der Erwachsenenbildungserhebung 2007 (AES) der Statistik Austria (pdf)
Ein wesentlicher Pfeiler des Konzepts von "Lifelong Guidance" ist es, Menschen bei ihrer Suche nach Informationen über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu unterstützen. Der vorliegende Artikel beleuchtet anhand der Daten der Erwachsenenbildungserhebung 2007 (Adult Education Survey, kurz AES), welche Personengruppen nach Aus- und Weiterbildungsinformationen suchen, wo sie suchen und ob sie bei ihrer Suche auch fündig werden. Die Analyse nach soziodemographischen Merkmalen zeigt in diesem Zusammenhang, dass in verschiedenen Bevölkerungsgruppen die Suche nach Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten einen mitunter sehr unterschiedlichen Stellenwert hat, dass auch bei der Wahl der Informationsquellen große Unterschiede bestehen und schließlich, welche Bevölkerungsgruppen Schwierigkeiten haben, Informationen über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu finden.

Schlagworte: Angebotsstruktur, Anbieterstruktur
Quelle: Guido Sommer-Binder, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 9, 2010
Die Weiterbildungsakademie Österreich (wba). Erfahrungen und Zugänge zu Beratung und Kompetenzanerkennung für ErwachsenenbildnerInnen
Dieser Beitrag gibt Einblick in die Arbeit der "Weiterbildungsakademie Österreich" (wba), den Ablauf der Kompetenzanerkennung und die Beratung der wba-Studierenden. Die Kompetenzanforderungen für das wba-Diplom Beratung werden dabei etwas genauer beschrieben. Es folgt ein Abriss über Merkmale (die großteils bestehende Virtualität der "Akademie", die Anerkennung informell erworbener Kompetenzen) und Rahmenbedingungen der Beratungs- und Kompetenzanerkennungsarbeit an der wba (unterschiedliche Erwachsenenbildungskulturen der wba-Studierenden sowie die aktuelle Professionalisierungstendenz der Erwachsenenbildung). Die Herausforderungen, die sich daraus ergeben, werden sowohl aus der Sicht der wba-MitarbeiterInnen als auch aus der Sicht der wba-Studierenden darzustellen versucht. Den Schluss bildet ein kurzer Ausblick auf die nahe Zukunft der wba.

Schlagworte: Angebotsstruktur, Anbieterstruktur
Quelle: Petra Steiner, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 9
EAEA Monograph Series
Der EAEA (European Association for the Education of Adults, zu deutsch: Europäischer Verband für Erwachsenenbildung) stellt hier insgesamt acht Publikationen vor. Der EAEA ist ein transnationaler, gemeinnütziger Verband, der den Zweck verfolgt, europäische Organisationen, die direkt in der Erwachsenenbildung engagiert sind, zu vernetzen und zu vertreten. Die Publikationen behandeln Themen wie die Rolle und Funktion der Erwachsenenbildung im System der allgemeinen und beruflichen Weiterbildung, Erwachsenenbildungsorganisationen in den Ländern der Europäischen Union etc.

Schlagworte: Anbieterstruktur, Internationaler Vergleich
Quelle: European Association for the Education of Adults, 2006
Editorial - Guidance und Kompetenzbilanzierung (pdf)
Die Ausgabe 9 des "Magazin erwachsenenbildung.at" steht ganz im Zeichen des national wie international immer mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit rückenden Themas "Guidance und Kompetenzbilanzierung". Sie beabsichtigt, die zunehmende Notwendigkeit und den wachsenden Stellenwert von Bildungs- und Berufsberatung im Erwachsenenalter aufzuzeigen, bereits erprobte Ansätze und Beispiele vorzustellen und damit den Status quo der Praxis und des Forschungsstandes den LeserInnen nahe zu bringen. So finden sich in der vorliegenden Ausgabe gleichermaßen wissenschaftsbasierte Konzepte und Einschätzungen (Begriffsklärungen, Möglichkeiten und Grenzen von Kompetenzbilanzierungsverfahren) wie innovative Praxisbeispiele zum Thema (Kompetenzbilanz Tirol, Kompetenzberatung Kärnten, Join in a Job!, CH-Q in unterschiedlichen Anwendungen). Die HerausgeberInnen kommen zu dem Schluss: "Auch in diesem Feld wird einmal mehr belegt, dass die Praxis von Beratung und Erwachsenenbildung dort am besten in der Lage ist, Innovation hervorzubringen, wo Praxis, empirische Erfahrung und begrifflich-theoretische Reflexion ineinander greifen."

Schlagworte: Forschung
Quelle: Marika Hammerer, Arthur Schneeberger, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 9, 2010
Editorial - Qualität ist kein Zufall. Zwischen Rhetorik und Realität von Qualitätsmanagement
Für Erwachsenen- und Weiterbildungsanbieter ist die Qualität ihrer Leistungen nicht leicht zu fassen: Die Angebote sind vielfältig und stark ausdifferenziert, Qualitätssicherung und -entwicklung selbst zu verantworten und die verfügbaren Systeme für Qualitätssicherung und -zertifizierung unterschiedlich und schwer zu vergleichen. In der österreichischen Erwachsenenbildung verfügen mittlerweile viele Anbieter über ein Qualitätsmanagementsystem oder ein Qualitätszertifikat. Die vorliegende Ausgabe des "Magazin erwachsenenbildung.at" beschreibt einige Systeme und Verfahren der Qualitätssicherung und -zertifizierung sowie Erfahrungen hiermit. Erstmals wird ein überregional akzeptiertes Anerkennungsverfahren für bestehende Qualitätsbemühungen von Weiterbildungseinrichtungen vorgestellt: der Qualitätsrahmen für die Erwachsenenbildung in Österreich (Ö-Cert).

Schlagworte: Qualität, Kompetenzfeststellung/Kompetenzanerkennung
Quelle: Elke Gruber, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 12, 2011
Editorial Basisbildung - Herausforderungen für den Zweiten Bildungsweg
Erst seit kurzem nimmt die Gesellschaft, nicht ohne skeptisches Erstaunen zur Kenntnis, dass auch im entwickelten Europa, und somit gleichermaßen in Österreich, die "Alphabetisierung deutschsprachiger MitbürgerInnen" kein peripheres Thema ist. Die erste internationale Studie (IALS-Studie) lieferte schon 1994 für Österreich, obwohl es sich nicht an diesen Studien beteiligt hatte, vergleichbare Daten mit signifikanter Aussagekraft: Es ist hiernach davon auszugehen, dass 300.000 bis über 1 Million Österreicher und Österreicherinnen "funktionale AnalphabetInnen" sind. Lesen, Schreiben, Rechnen, Informationstechnologien sind für die Betroffenen unüberwindbare Hürden und Barrieren. Die 1. Nummer des Magazin erwachsenenbildung.at widmet sich der aktuellen Situation der Basisbildung und Alphabetisierung Erwachsener in Österreich, ergänzt um einen Blick auf die Lage in Deutschland und in der Schweiz.

Schlagworte: Basisbildung/Zweiter Bildungsweg, Bildungsstand, Bildungsbenachteiligte
Quelle: Christian Kloyber, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 1
Editorial- Qualifiziert für die Erwachsenenbildung? Professionalität in der Diskussion (pdf)
Für in der Erwachsenenbildung tätige Personen gibt es in Österreich wie auch in anderen Ländern kein einheitliches Berufsbild und keine standardisierte Aus- und Weiterbildung. Ziel der Nr. 4 des "Magazin erwachsenenbildung.at" ist es, sowohl Situationsanalysen und Standpunkte zur Professionalität des Fachpersonals der Erwachsenenbildung aufzunehmen als auch bereits erprobte neue Ansätze der Qualifizierung der ErwachsenenbildnerInnen noch breiter sichtbar zu machen.

Schlagworte: AkteurInnen, Qualität
Quelle: Arthur Schneeberger, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 4, 2008
Editorial: Populär? Medien und Erwachsenenbildung (pdf)
In den letzten Jahren wurden Medien in der Erwachsenenbildung fast ausschließlich unter dem Gesichtspunkt der so genannten "Neuen Medien" thematisiert. Kaum wurden Fragen nach dem Verhältnis zwischen den traditionellen Medien und der Erwachsenenbildung gestellt, kaum die Möglichkeiten, populäre Medien für die Erwachsenenbildung nutzbar zu machen, diskutiert. Gleichzeitig kam es zu einem regelrechten Boom im Sektor der medialen Ratgeber - von Büchern über Magazine bis hin zu verschiedensten Reality-TV-Sendungen und Websites -, die, ähnlich der Erwachsenenbildung, ein breites Angebot an lebenslangem bzw. lebensbegleitendem Lernen darstellen. Nummer 6 des "Magazin erwachsenenbildung.at" hat es sich unter dem bezeichnenden Titel "Populär? Medien und Erwachsenenbildung" zum Ziel gesetzt, die vielfältigen Beziehungen zwischen Unterhaltungsmedien und Erwachsenenbildung zu erforschen. Die vorliegenden Beiträge arbeiten strukturelle Gemeinsamkeiten heraus, orten aber auch die von gegenseitiger Skepsis getragene Abgrenzung. Anhand zahlreicher Praxisbeispiele wird das erwachsenenbildnerische Potential populärer Medien deutlich gemacht, und letztlich der Beweis erbracht, dass eine Zusammenarbeit zwischen Medien, Erwachsenenbildung und Medienpädagogik bzw. Kommunikationswissenschaft wünschenswert wäre, denn eigentlich sollten sich Medienpädagogik und Erwachsenenbildung als logische Partner verstehen, die eng zusammenarbeiten.

Schlagworte: Medienpädagogik
Quelle: Brigitte Hipfl, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 6, 2009
Editorial: Theorie und Forschung. Facettenreich, traditionsbewusst und innovativ (pdf)
Kurt Lewins Ausspruch: "Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie" trifft insbesondere auf die Erwachsenenbildung/Weiterbildung zu. Sowohl die wissenschaftliche Disziplin als auch das Berufsfeld brauchen für ihre professionelle Verortung Theorien, die durch empirische Forschung abgesichert sind. In diesem Sinne haben sich in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung vielfältige Herangehensweisen, Zugänge und Ansätze in Theorie und Forschung etabliert. Die vorliegende Ausgabe des "Magazin erwachsenenbildung.at" versammelt Aufsätze, die die Themenkreise Theorie, Forschung und Wissenschaft im Bereich der Erwachsenenbildung/Weiterbildung in den Blick nehmen. Erstmals wird eine Bestandsaufnahme zur Thematik in Bezug auf die österreichische Situation durchgeführt.

Schlagworte: Forschung
Quelle: Elke Gruber, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 7/8, 2009
Editorial: Zielgruppen in der Erwachsenenbildung. Objekte der Begierde? (pdf)
Die vorliegende Ausgabe des "Magazin erwachsenenbildung.at" trägt den Titel "Zielgruppen in der Erwachsenenbildung. Objekte der Begierde?". Neben allgemeineren Fragen zur Anwendung von Zielgruppenkonzepten in der Erwachsenenbildung wird aufgezeigt, wie es in Österreich und Deutschland um die Theorie und Praxis der Ansprache, Erreichung und Mobilisierung bestimmter Zielgruppen steht. Es werden die Bedingungen diskutiert, die sich auf die verschiedenen Methoden oder Programme der Zielgruppenerreichung mobilisierend auswirken (oder auch nicht). Dabei wird auf die Gefahr der Defizitorientierung, die mit diesen Zuschreibungen einhergeht, ebenso verwiesen wie auf die Möglichkeiten und Grenzen der neuerdings hoch im Kurs stehenden (Milieu-)Marketingstrategien für die Erwachsenenbildung.

Schlagworte: Zielgruppen
Quelle: Lorenz Lassnigg, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 10, 2010
Effekte der Qualitätszertifizierung auf das Verhältnis von Profession und Organisation
Institutionalisierte Qualitätssicherungssysteme stellen für ErwachsenenbildnerInnen eine Herausforderung dar, die sie in ihr informell-habituell geprägtes Professionsverständnis integrieren müssen. Im vorliegenden Beitrag wird eine explorative Studie vorgestellt, in deren Rahmen acht LeiterInnen und Qualitätsbeauftragte von Erwachsenenbildungseinrichtungen in Niedersachsen zum Umgang mit Qualitätszertifizierung befragt wurden. Es zeigten sich produktive und unproduktive Formen der Reaktion auf die in den Zertifizierungssystemen angelegte Qualitätssicherung. Diese Reaktionsformen werden im Beitrag in Form von sieben empirisch noch näher zu prüfenden (Hypo-)Thesen dargestellt.

Schlagworte: Qualität, Internationale Forschung
Quelle: Martin Heinrich, Friederike Jähner, Rüdiger Rhein, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 12, 2011
Eine Frage der Macht. Populäre Medien und Erwachsenenbildung (pdf)
Über die Abwertung populärer Medien sind sich konservative AnhängerInnen der Hochkultur und linksintellektuelle KritikerInnen der "Kulturindustrie" einig. Wenn man annimmt, dass Produktion und Rezeption populärer Medien nicht nur affirmativ sind, sondern auch subversiv sein können, wäre ein Ansatzpunkt gegeben, der die traditionelle Missachtung der Erwachsenenbildung gegenüber den populären Medien aufgeben bzw. relativieren könnte. Tatsächlich haben Erwachsenenbildung und populäre Medien mehr gemein, als beide anzunehmen scheinen: Sie wenden sich nämlich beide an ein breites Publikum und sind beide einer - im Fall der Erwachsenenbildung: inoffiziellen und im Fall der populären Medien: offiziellen - Geringschätzung ausgesetzt. Statt sich gegenseitig abzuwerten bzw. lächerlich zu machen, könnte die Erwachsenenbildung dazu übergehen, die populären Medien als Elemente der Lebenswelt ihrer AdressatInnen ernst zu nehmen, und die populären Medien könnten davon abrücken, Erwachsenenbildung allein auf Basis inzwischen historischer Modelle zu karikieren.

Schlagworte: Medienpädagogik
Quelle: Sigrid Nolda, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 6, 2009
Eine praxisnahe Einführung in Bildungscontrolling
Der Artikel gibt eine Einführung in den Bereich des Bildungscontrollings als Maßnahme der Qualitätssicherung vor allem in der betrieblichen Weiterbildung. Dazu werden das bewährte Modell von Donald L. Kirkpatrick und seine Erweiterungen durch Jack Phillips und Herbert Kellner vorgestellt und wird anhand von Beispielen aufgezeigt, wie einzelne Schritte daraus realisiert werden können. Bildungscontrolling wird als eine tiefer gehende Methode der Steuerung von Bildung dargestellt, die andere gängige Methoden der Evaluierung von Weiter­bildung ergänzt und so zu einer höheren Qualität von Weiterbildung beitragen kann.

Schlagworte: Qualität
Quelle: Renate Birgmayer, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 12, 2011
Eines für alle, alle für eines! Ein Metadokumentationssystem gibt Einblick in die Praxis der Bildungsberatung und treibt die Diskussion voran (pdf)
Der vorliegende Beitrag informiert zum einen über den Aufbau eines einheitlichen Dokumentations- und Berichtswesens für die anbieterunabhängige Bildungsberatung in Österreich. Zum anderen werden kurze Einblicke in die gelebte Praxis der Bildungsberatung gewährt, indem exemplarisch erste Ergebnisse dieses Metadokumentationssystems vorgestellt werden. Bereits 2007 wurde mit der Entwicklung und Abstimmung der Metadokumentation im "Projektverbund Bildungsberatung" begonnen, sodass nun Zahlen für das Berichtsjahr 2008 und das erste Halbjahr 2009 vorliegen. Erstmals wurden damit in Österreich Daten, die Auskunft über die Beratungsvolumina, -inhalte und -formate geben, in einheitlicher Form aufbereitet. Dadurch entsteht Transparenz in einem Feld, das stets als zersplittert und unübersichtlich beschrieben wird. Und dadurch bestätigt sich auch, dass die Beratungslandschaft in Österreich tatsächlich sehr vielschichtig ist und eine differenzierte, mehrdimensionale Darstellung der Beratungsleistungen notwendig ist.

Schlagworte: Angebotsstruktur, Anbieterstruktur
Quelle: Barbara Neubauer, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 9 , 2010
Einführung in die Theorie der Erwachsenenbildung. Sigrid Nolda (pdf)
Sigrid Noldas "Einführung in die Theorie der Erwachsenenbildung" liefert kompakte Informationen über die Erwachsenenbildungswissenschaft der letzten Jahre über die deutschsprachige Wissenschaft hinaus: von historischen Konzepten, Konstruktivismus und Interaktionismus bis hin zu Foucault, von Lernkonzepten und Lernformen bis hin zu virtuellen Lernorten und informellem Lernen. Nicht zu vergessen die Anleihen für ProfessionalistInnen, die wie der Autor der Rezension betont, langfristige Orientierungsrelevanz für PraktikerInnen der Erwachsenenbildung haben sollten. Bemerkenswert an der Fülle der gebotenen Hinweise ist die argumentative Überwindung des Gegensatzes von allgemeiner und beruflicher Erwachsenenbildung. Noldas Einführung in die Theorieaspekte der Erwachsenenbildungswissenschaft ist informativ, im Studium und danach als Nachschlagswerk vielfach verwendbar und macht den wichtigen Bezug der einschlägigen Studien und Forschungsaktivitäten zum universitären Diskurs einerseits, zu den PraktikerInnen der Erwachsenenbildung andererseits deutlich. Durch die Textgestaltung mit Marginalien, mit der Diskussion von Pro und Contra zu den Theorieansätzen sowie durch umfassende Literaturangaben und Sach- und Personenregister sollte das Buch hilfreiches Arbeitsmittel in Selbststudium und Lehre werden.

Schlagworte: Forschung
Quelle: Arthur Schneeberger, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 7/8, 2009
Einiges am Kasten. Mehr Mut zur Alltagstauglichkeit politischer Bildung (pdf)
Politische Bildungsarbeit wirkt oft sehr bemüht und realitätsfern. Ihre Effektivität steht in den Sternen. Ob sie diskriminierende Strukturen nachhaltig verändern kann und möchte, ist fraglich. Die letzten Nationalratswahlen (2008) haben der politischen Bildung zwar zu mehr Bedeutsamkeit verholfen, doch dem deutlichen Trend nach rechts ist durch herkömmliche Politikdidaktik nicht beizukommen. Es ist an der Zeit, die kulturellen Praktiken junger Erwachsener in klassische Lernbereiche zu integrieren, um sie und ihre Bedürfnisse konkret ansprechen zu können. Ausgerechnet das von PädagogInnen als passiv machendes Medium kritisch betrachtete Fernsehen könnte der politischen Bildung die nötige Anschlussstelle und Praxisnähe verleihen: Mit seinen attraktiven Identifikations- und Integrationsangeboten taugt es als Lernfläche für politische Handlungspotenziale wie etwa Basisdemokratie oder Chancengleichheit. Die Analyse der täglich über den Bildschirm flimmernden Castingshows und Soaps bietet eine geradezu ideale Ausgangssituation gelungener politischer Bildung.

Schlagworte: Medienpädagogik
Quelle: Marion Wisinger, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 6, 2009
Entwicklung und Stand der Erwachsenenbildung in Österreich (pdf)
Als Vorbereitung für die 6. internationale Erwachsenenbildungskonferenz (CONFINTEA VI) wurde ein Länderbericht zum Status quo der Erwachsenenbildung in Österreich erstellt. Der Bericht beinhaltet u.a. Politische Zuständigkeiten, Gesetzgebung und Finanzierung, Qualität der Erwachsenenbildung (Angebote, Teilnahmen und Leistungen), Forschung, Innovation und "Good Practices".

Schlagworte: Bildungsbeteiligung, Qualität, Angebotsstruktur
Quelle: Materialien zur Erwachsenenbildung Nr. 1/2008
Erwachsenenbildung – Resultate der Forschung. Peter Faulstich und Christine Zeuner (pdf)
Die vorliegende Publikation zeichnet sich vor allem durch ihren souveränen Umgang - so der Autor der Rezension - mit der Forschungsliteratur aus. Berücksichtigung finden sowohl universitäre Schriften als auch außeruniversitäre Literatur, "Klassiker" als auch kaum bekannt gewordene Arbeiten. Die acht inhaltlichen Bereiche erstrecken sich auf die Entwicklung der Erwachsenenbildungsforschung, Lernen und Lehren, Lernende: AdressatInnen, Zielgruppen und Teilnehmende, Institutionen, Kooperationen und Supportstrukturen, Inhaltsbereiche der Erwachsenenbildung, Personal in der Weiterbildung, Entwicklungstendenzen des Weiterbildungssystems und historische Erwachsenenbildungsforschung. Im abschließenden Kapitel werden Resultate und Perspektiven der Erwachsenenbildungsforschung dargestellt. Die Lektüre der Arbeit von Christine Zeuner und Peter Faulstich scheint unerlässlich, um in der Erwachsenenbildung forschend tätig zu werden oder sie in einem wissenschaftlichen Zusammenhang zu analysieren und zu beurteilen.

Schlagworte: Forschung
Quelle: Wilhelm Filla, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 7/8, 2009
Erwachsenenbildung in Österreich. Länderhintergundbericht zur Länderprüfung der OECD über Erwachsenenbildung 2004 (pdf)
Im Zentrum des Hintergrundberichts stehen [...] die Beschaffung und Aufbereitung vorhandener Studien und Statistiken, um einen fundierten Überblick über den Kontext, Beteiligung und die Anbieterstruktur sowie etwaige Problembereiche des österreichischen Erwachsenenbildungssystems zu erarbeiten. (S. 4)

Schlagworte: AkteurInnen, Anbieterstruktur, Bildungsbeteiligung, Finanzierung, Geschichte, Qualität
Quelle: Schlögl, Peter, öibf; Schneeberger, Arthur, ibw
ESO-CERT
Anwendung der Methode der standardisierten Kompetenzfeststellung und -zertifizierung in einem Anrechnungssystem der beruflichen Bildung (ECVET) - ESO-CERT. In dem Projekt ESO-CERT soll das europäische Anrechnungssystem für die Berufsbildung (ECVET) erprobt werden. Hauptziel des Projektes war Modifikation, Einsatz und Testung der in den vorhergehenden LdV-Projekten ESO-CSA und CEMES entwickelten Methoden, Instrumente und Verfahren für ECVET als Teil der Bottom up - Strategie der Europäischen Kommission zur Entwicklung und Einführung von ECVET. Am Beispiel der entwickelten Managementzertifikate aus dem Leonardo da Vinci - Pilotprojekt ESO-CSA wird die praktische Vergabe von Anrechnungspunkten für Lernleistungen im Bereich der beruflichen Bildung (insbesondere der beruflichen Weiterbildung) getestet. Die Anerkennung von Anrechnungspunkten in der beruflichen Bildung auf Basis der Bewertung der tatsächlich vorhandenen Kompetenzen und unter Berücksichtigung des non formalen und informellen Lernens erfordert zwei Phasen: 1. Definition und Beschreibung der Kompetenzen, welche Grundlage für die Punktebewertung sind. 2. Prüfung, ob die angegebenen Kompetenzen in der notwendigen Ausprägung vorhanden sind. 3. Anerkennung der in Schritt 1 ermittelten Anrechnungspunkte

Schlagworte: Forschung
Quelle: 3s research laboratory
Evaluation (in) der Erwachsenenbildung. Eine kritische Würdigung der aktuellen Praxis und Analyse möglicher Handlungsfelder (pdf)
Welchen Beitrag leistet bzw. welchen Beitrag kann Evaluation zur Theoriegewinnung in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung leisten? Was ist Evaluation und in welchem Verhältnis steht sie zur Forschung? Wie gestaltet sich das Theorie-Praxis-Verhältnis in der Evaluation? Im folgenden Beitrag wird das Potenzial von Evaluation sowohl zur Bereicherung der Theorie als auch der Praxis von Erwachsenenbildung/Weiterbildung ausgeleuchtet, ergänzt um einen Abriss der aktuellen Evaluationspraxis in der österreichischen Erwachsenenbildung/Weiterbildung sowie eine Analyse der verschiedenen Ansätze und Verfahren in Hinblick auf eine auch praktisch bedeutsame allgemeine Wissensgenerierung. Schließlich werden Evaluationsgegenstände, -ansätze und -methoden herausgegriffen, die besonders geeignet sind, Theorie und Praxis der Erwachsenenbildung/Weiterbildung zu befördern. Dabei geht es auch um die Frage, wie und unter welchen Bedingungen die (zumeist) isolierten (Forschungs)Ergebnisse von Evaluationen zusammengeführt und in den Theoriediskurs eingespeist werden können.

Schlagworte: Forschung
Quelle: Maria Gutknecht-Gmeiner, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 7/8, 2009
Evaluation der ersten Periode der Initiative Erwachsenenbildung
Die Initiative Erwachsenenbildung (IEB) ermöglicht in Österreich lebenden Jugendlichen und Erwachsenen einen kostenlosen Zugang zu Basisbildungsangeboten sowie, den Pflichtschulabschluss nachzuholen. Die erste Periode der Initiative Erwachsenenbildung 2012-2014 wurde evaluiert. Dabei wurde untersucht, inwiefern die Ziele der IEB erreicht wurden und wie die tatsächliche Wirkung des Förderprogramms ist. Die EvaluatorInnen untersuchten dabei die Programmebene, der Ebene der Bildungsangebote und Einzelkurse, die Struktur der Zielgruppen bzw. TeilnehmerInnen (inwiefern die Zielgruppen tatsächlich erreicht wurden), den Teilnahmeerfolg sowie weitere intendierte und nicht intendierte Effekte.

Schlagworte: Angebotsstruktur, Basisbildung/Zweiter Bildungsweg, Bildungsbenachteiligte
Quelle: Institut für Arbeitsmarktbetreuung und -forschung
Evaluation des Ziel 3 Projektes BildungseinsteigerInnen (pdf)
Die Bildungskooperative Oberes Waldviertel (BiKoo) in der Grenzregion von Tschechien und Österreich will bildungsbenachteiligte Gruppen ansprechen und diesen Lust auf Bildung machen. Die vorliegende Ausgabe der Reihe Materialien zur Erwachsenenbildung ist die Evaluation dieses Projektes.

Schlagworte: Basisbildung/Zweiter Bildungsweg, Bildungsstand, Bildungsbenachteiligte
Quelle: Materialien zur Erwachsenenbildung, Nr. 5/2001, bm:bwk (Hrsg.)
Evaluierung der "Mama lernt Deutsch"-Kursmaßnahme der Stadt Wien im Jahr 2006/2007 (pdf)
Der Auftrag zur Evaluierung der Wiener "Mama lernt Deutsch"-Kursmaßnahme erfolgte im Sommer 2006 durch die Magistratsabteilung 17 der Stadt Wien. Im Zeitraum von September 2006 bis August 2007 wurde die Evaluierung von einem Projektteam des Instituts für Sprachwissenschaft der Universität Wien, bestehend aus Univ.-Prof. Dr. Mag. Rudolf de Cillia (Leitung), Mag.a Verena Blaschitz und Mag. Niku Dorostkar durchgeführt. Bei "Mama lernt Deutsch" handelt es sich um Deutsch als Zweitsprache-Kurse, deren Zielgruppe Mütter mit anderer Erstsprache als Deutsch sind, und die direkt an den Schulen der Kinder der Kursteilnehmerinnen parallel zum Unterricht der Kinder stattfinden. Ziel der Evaluierung war zum einen die Dokumentation und Beschreibung der Kursreihe und zum anderen die Überprüfung der Effizienz und Akzeptanz der gesetzten Maßnahmen. Damit beinhaltete die Evaluierung die folgenden vier Ebenen: Zusammenfassende Beschreibung der Kursreihe, Untersuchung der (Sprach)Handlungskompetenz der Kursteilnehmerinnen, Untersuchung der Auswirkungen auf die schulinterne Kommunikation und Gesamteinschätzung der Kursreihe. Zu Beginn der Evaluierung wurde eine Literaturrecherche durchgeführt. Im Rahmen eines quantitativen Teils der Studie wurden mittels statistischen Datenblättern die Daten zu den Kursteilnehmerinnen erhoben, während mit Hilfe eines Online-Fragebogens alle anderen an der Kursmaßnahme Beteiligten (Kursleiter/innen, Kursträger/innen, Direktor/inn/en, Muttersprachliche Lehrer/nnen, Vorsitzende des Elternvereins) befragt wurden. Der qualitative Teil der Studie umfasste themenzentrierte Interviews mit den Kursleiter/innen, Kursträger/innen, Direktor/nn/en und Kursteilnehmerinnen (in den jeweiligen Erstsprachen). Des Weiteren fanden eine Gruppendiskussion sowie Hospitationen in den Kursen statt. Im Sinne einer möglichst vielseitigen Erfassung der untersuchten Maßnahmen wurde für die Evaluierung ein Methodenmix aus qualitativen und quantitativen Methoden verwendet: Literaturrecherche, Expert/inn/eninterviews, schriftliche Befragung, themenzentrierte Interviews, Gruppendiskussion, Erhebung statistischer Daten und Analyse von Kursdokumenten. Der Forschungsbericht enthält auch einen theoretischen Teil zu Sprache und Integration, der die speziellen Bedingungen des Spracherwerbs in der Migration im Allgemeinen und von Frauen im Besonderen berücksichtigt, wobei auch auf die spezifische Situation in Österreich eingegangen wird. Die Ergebnisse der Evaluierung zeigen, dass die Kursmaßnahme im Wesentlichen von allen beteiligten Personengruppen - insbesondere den Kursteilnehmerinnen selbst - als sinnvoll und gelungen eingeschätzt wird. Die wichtigsten im projektbezogenen Curriculum formulierten Ziele der Kursreihe wurden unserer Analyse zufolge erfüllt. Insbesondere die Niederschwelligkeit und Akzeptanz der Kurse bei der anvisierten Zielgruppe durch den Kursstandort an der Schule, die angebotene Kinderbetreuung sowie die Stärkung des Selbstbewusstseins der Frauen (Empowerment) gehören zu den Stärken des "Mama lernt Deutsch"-Kurskonzeptes. Bezüglich der Benachteiligung und der spezifischen Probleme von ausländischen Frauen im Hinblick auf Integration und Spracherwerb deuten die Ergebnisse weiters darauf hin, dass die Kursreihe wichtige Schritte in Richtung Beseitigung dieser Benachteiligungen setzt.

Schlagworte: Forschung
Quelle: Universität Wien
Ex-Post-Bericht zur Ziel 4 - Evaluierung für Österreich. Untersuchungszeitraum 1995-1999
Der periodische Teil dieses Berichts gibt Auskunft über die sozioökonomische Entwicklung Österreichs in den Jahren 1995 bis 1999 (Daten zur Wirtschaftsentwicklung, Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, Beschäftigungssituation und Arbeitslosigkeiten). Ein Kapitel beschreibt die Programmziele und zentrale Einflussfaktoren für die Planung und Umsetzung von Ziel 4 995-1999, ein weiteres schildert die Ergebnisse der Monitoringauswertung. Es folgen Untersuchungsergebnisse zur Wirksamkeit von Ziel 4 für Betriebe und Beschäftige und ein Resümee.

Schlagworte: Anbieterstruktur, Finanzierung, Qualität
Quelle: Armstroff, Thorsten u.a. Graz/Bremen 2001
Finanzierung von Erwachsenen- und Weiterbildung in Österreich (pdf)
Dieser Beitrag beleuchtet die wesentlichen Ergebnisse einer 2012 veröffentlichten Studie über die Finanzierung von Erwachsenen- und Weiterbildung in Österreich, die vom Institut für Höhere Studien im Auftrag der Arbeiterkammer Wien durchgeführt wurde. Nach Darstellung der Ausgangslage und der methodischen Vorgehensweise wird ein Einblick in die Höhe und Aufteilung der öffentlichen und privaten Finanzierung von Weiterbildung gegeben. Ein Ländervergleich mit Finnland, Schweden, Großbritannien und Australien zeigt, dass die durchschnittlichen Weiterbildungsausgaben pro Erwachsener/m in Österreich am höchsten sind.

Schlagworte: Finanzierung
Quelle: Vogtenhuber, Stefan (2012): Finanzierung von Erwachsenen- und Weiterbildung in Österreich. In: Magazin erwachsenenbildung.at. Das Fachmedium für Forschung, Praxis und Diskurs. Ausgabe 17, 2012. Wien.
Forschung auf Umwegen. Narrative Empirie als transferorientierter Forschungszugang (pdf)
Der Aufsatz handelt von der Entwicklung einer Forschungsmethode, der "Narrativen Empirie". Sie ist das vorläufige Ergebnis meiner methodischen Überlegungen, wie ein alternatives Bildungsjahr, das ich 2005 mit meinen Kindern in Kanada verbrachte, wissenschaftlich zu erfassen sei. Mit zahlreichen situationsbeschreibenden Dokumentationen erforschte ich den Integrationsprozess unserer Familie. Weiterbildung, basierend auf dieser Erfahrung, war das pädagogische Ziel dieses Projekts; eine Dokumentationsform, die der verstehenden Annäherung an eigene Lebenswelten dient, war das wissenschaftstheoretische Ziel. Der Text beschreibt die spezifischen Charakteristika eines erzählenden Umgangs mit der Wirklichkeit, benennt dessen Qualitätskriterien und unterstreicht seine Vorzüge für eine subjektachtende Forschungspraxis. "Narrative Empirie" wird mit ihren Intentionen, Prinzipien und Zielen als transferorientierte, qualitative Forschungsalternative vorgestellt.

Schlagworte: Forschung
Quelle: Ute Twrdy, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 7/8, 2009
Frei im Kopf. Über den Beitrag von freien Radiosendern zur Meinungsbildung (pdf)
Der vorliegende Beitrag diskutiert die Unfreiheit der Massenmedien und den Beitrag freier Medienplattformen und Medienformate zur Meinungsbildung in Österreich. Am Beispiel der mehrfach preisgekrönten freien Radiosendung "Radio Stimme" werden die Möglichkeiten und Grenzen unabhängiger, nicht-kommerzieller und ehrenamtlich getragener medialer Meinungsbildung diskutiert. Wie lassen sich Sendungen gestalten, wenn es keine mit Entscheidungsmacht ausgestatteten ChefredakteurInnen gibt? Wie werden Sendungsinhalte aufbereitet, wenn sie nicht für eine bestimmte Zielgruppe produziert werden? Was passiert, wenn Randthemen ins Zentrum rücken und unhörbare Stimmen plötzlich das Sagen haben? Und warum sind freie, unabhängige Medien nicht als förder- und schätzenswerte Säule des demokratischen Rechtsstaates in der Verfassung verankert?

Schlagworte: Medienpädagogik
Quelle: Alexander Pollak, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 6, 2009
Freie Radios als informelle Bildungseinrichtungen. Das Projekt "Radiodialoge - Stimmen der Vielfalt" (pdf)
Freie Radios bilden seit ihrem Bestehen RadiomacherInnen aus und geben damit vor allem jenen eine Stimme, die in anderen Medien nicht oder kaum zu Wort kommen. Von Beginn an waren viele Personen mit Migrationshintergrund in die Arbeit der Freien Radios in Österreich involviert und haben u.a. dafür gesorgt, dass diese heute in 25 Sprachen senden. 2008 wurde die bestehende Vielfalt um das Projekt "Radiodialoge - Stimmen der Vielfalt" erweitert. Hier wurde und wird verstärkt auf Ausbildung und Zusammenarbeit gesetzt: Zusammenarbeit zwischen sprachlichen, ethnischen, kulturellen und sozialen Gruppen in interkulturellen Redaktionen, die mittlerweile bei sechs Freien Radios aufgebaut wurden. Diese Redaktionsgruppen gestalten mehrsprachige Radiomagazine, die von allen zwölf Freien Radios in Österreich ausgestrahlt werden.

Schlagworte: Medienpädagogik
Quelle: Eva Schmidhuber, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 6, 2009
Gearing Adult Education Towards Occupational Mobility - GATOM
Ziel des Projekts ist eine Einschätzung, ob das Berufs- bzw. Erwachsenenbildungssystem geeignet ist, die (Re-)Qualifizierung in Zusammenhang mit Berufswechseln (insbesondere von Personen, die sich in einem aufrechten Beschäftigungsverhältnis befinden und darum eingeschränkte Zeitressourcen haben) zu unterstützen. Gegebenenfalls werden Verbesserungsvorschläge abgeleitet, wie das Bildungssystem besser den Bedürfnissen der BerufswechslerInnen angepasst werden kann. Ein Fokus liegt dabei auf drei Wirtschaftsbereichen (Bauwesen, Gesundheitswesen, Tourismus) in acht europäischen Ländern (Österreich, Finnland, Deutschland, Irland, Rumänien, Polen, Spanien, Schweiz).

Schlagworte: Forschung
Quelle: KMU Forschung Austria - Austrian Institute for SME Research
Gute Arbeit - Qualitätsentwicklung als Professionalisierungsstrategie der Erwachsenenbildung (pdf)
In diesem Aufsatz wird Qualitätsentwicklung als Strategie zur Professionalisierung erwachsenenpädagogischen Handelns entschlüsselt und damit wieder näher an das Pädagogische (das als kollektive Gesamtleistung der Weiterbildungsorganisation verstanden wird) herangerückt. Hierfür wird an einen Gedanken angeknüpft, der wesentlich mit dem Professionsbegriff verbunden ist: an den Wunsch, eine gute Arbeit zu machen. Dieser Wunsch nach Qualitätsarbeit wird mit der Profession der WeiterbildnerInnen verknüpft, die sich im Zusammenhang mit der Qualitätsentwicklung selbst weiterbilden, d. h. ihre professionellen Kompetenzen entfalten. Gute Arbeit erfordert entsprechend gute äußere Bedingungen. Diese sind allerdings angesichts des kurzfristigen Verwertungsinteresses, des Zeitdrucks, der finanziellen Ressourcenkürzungen und der verschärften Konkurrenz bedroht. Eine Lösung dieses Dilemmas deutet sich in mehrere Richtungen an: Qualitätsentwicklung sollte aus einer Logik gelungenen Lernens gestaltet und die einzelorganisatorische Entwicklung in den Rahmen einer Qualitätsgemeinschaft der Profession eingebettet werden. Die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten muss Teil des Entwicklungsprozesses sein, und die Qualitätsentwicklung sollte als Lernprozess der Individuen und der Organisation angelegt werden. Führung kann durch entsprechende Maßnahmen dieses Lernen von Profession und Organisation unterstützen. Die Profession als Ganze muss eigene Kriterien guter Arbeit herausbilden und damit gesellschaftlich wahrnehmbar sein.

Schlagworte: Qualität, AkteurInnen, Anbieterstruktur
Quelle: Rainer Zech, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 4, 2008
H wie Häf'n - Basisbildung im Strafvollzug (pdf)
Basisbildung im Gefängnis - geht denn das überhaupt? Der Strafvollzug ist aufgrund seiner Rahmenbedingungen alles andere als lernfreundlich. Gleichzeitig sind Lese- und Schreibkenntnisse in dessen Bürokratie enorm wichtig, muss doch für jeden einfachsten Gebrauchsgegenstand des täglichen Lebens ein schriftliches Ansuchen gestellt werden. Wie kann Basisbildung im Gefängnisalltag funktionieren? Welche Grundvoraussetzungen müssen gegeben sein, dass InsassInnen von Basisbildungsangeboten profitieren können? Der Beitrag zeigt, dass besondere Sensibilität im Umgang mit den Lernenden, aber auch mit dem Wachepersonal gefordert ist. Das gilt sowohl für den Inhalt des Unterrichts wie für die speziellen Rahmenbedingungen, die im Strafvollzug gelten. Eine beigelegte Checkliste dient der Orientierung, was bei der Planung und Durchführung von Kursen zu beachten ist.

Schlagworte: Basisbildung/Zweiter Bildungsweg, Bildungsbenachteiligte
Quelle: Bettina Langenfelder, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 1, 2007
Handbuch "Erwachsenenbildung im Burgenland" (pdf)
Das dreisprachige Handbuch gibt in Form von Kurzbeschreibungen und Kontaktdaten einen Überblick über rd. 40 im Burgenland tätige Erwachsenenbildungsinstitutionen. Diese "Steckbriefe" sollen eine Orientierungshilfe in der Vielfalt der Erwachsenenbildungslandschaft des Burgenlandes darstellen, und zwar sowohl für Bildungssuchende als auch für das Fachpublikum. Das gilt besonders für InteressentInnen aus dem ungarischen und slowakischen Grenzraum.

Schlagworte: Anbieterstruktur
Quelle: Burgenländische Forschungsgesellschaft
Handbuch der Berufsbildungsforschung (pdf)
Ein neues Handbuch, das von dem auch in Österreich in der bildungswissenschaftlichen und bildungspolitischen Öffentlichkeit bestens bekannten Bremer Universitätsprofessor Felix Rauner herausgegeben wurde, dokumentiert den hohen Wissensstand zu beruflicher Aus- und Weiterbildung, Berufsbildungspolitik und Personalentwicklung, der in Deutschland nicht nur durch die Entwicklung der Berufspädagogik an den Universitäten (Ausbildung der Berufsschullehrer/innen), sondern auch durch großteils strukturfinanzierte international hervorragende Berufsbildungsforschungsinstitute, wie das BIBB in Bonn, erreicht werden konnte. Dementsprechend breit gestreut ist die Auswahl der 86 Autoren und Autorinnen des Handbuchs, die für insgesamt 98 Beiträge zeichnen.

Schlagworte: Forschung
Quelle: Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft
Illettrismus in der Schweiz: aktuelle Situation und Strategien zur Bekämpfung des Illettrismus (pdf)
Dieser Artikel beschreibt die allgemeine Situation in der Schweiz und erörtert aktuelle Entwicklungen und Strategien zur Bekämpfung des Illettrismus. Tatsache ist: Das Problem Illettrismus nimmt in der Schweiz beunruhigende Dimensionen an. Rund jede/r sechste Erwachsene ist mit der Lektüre einfachster Texte überfordert. Und nur ein verschwindend kleiner Teil dieser Personen wagt sich in einen Lese- und Schreibkurs - sofern es solche Kurse in seiner Nähe überhaupt gibt. Die Angebotslage ist dürftig und eine rasche, landesweite Besserung ist kaum in Sicht, da die politische Verantwortung nach alter föderalistischer Manier nicht beim Bund, sondern bei den 26 Kantonen liegt. Optimistischer als die Politik stimmt die Situation im Projektbereich: In den letzten Jahren wurden Ansätze entwickelt, die auf zwei "Gleisen" operieren: Zum einen entstehen Modelle zur Professionalisierung der KursleiterInnenausbildung in diesem Bereich, zum anderen werden neue, modulare Kursangebote entwickelt, um Erwachsene mit Defiziten in den Grundkompetenzen gezielt und nachhaltig zu fördern.

Schlagworte: Bildungsbenachteiligte, Bildungsstand, Internationale Forschung
Quelle: André Schläfli, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 1, 2007
Im Alleingang Deutsch lernen - mit virtuellen FreundInnen (pdf)
Das niederschwellige Lernangebot aus der DVD-Reihe "Meine Freunde" versucht Frauen mit Migrationshintergrund zu ermutigen, nach draußen zu gehen und Kontakte zu schließen. In der DVD werden die Frauen von der Zeichentrickfigur Susanne begleitet. Sie ist eine virtuelle Tutorin. Sie führt in das jeweilige Thema ein, wiederholt Schlüsselbegriffe und Sätze aus den Spielszenen, liest von der Tafel und animiert zum Nachsprechen. Die Szenen der DVD selbst werden von SchauspielerInnen und LaiendarstellerInnen gespielt. Auch Personen aus dem täglichen Leben werden in den Dreh einbezogen, damit die Migrantinnen jenes Deutsch hören, das auf der Straße gesprochen wird. So nimmt das manchmal unverständliche Kauderwelsch des Alltagslebens für die Frauen Gestalt an. Denn erst wenn man das Gehörte versteht, kann man es einordnen und verwenden.

Schlagworte: Medienpädagogik, Basisbildung/Zweiter Bildungsweg
Quelle: Edith Bachkönig, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 6, 2009
Initiative für Wissenschaft und Weiterbildung Telfs
Aktivierende Befragung zur Erfassung des Anteils der akademisch ausgebildeten Bevölkerung in der größten Gemeinde des Tiroler Oberlandes (Telfs) sowie dessen Aktivierung für regionale Bildungsarbeit mit dem Ziel der Errichtung universitärer Bildungsangebote in der Region. Ziel ist die Aktivierung und Heranziehung regional vorhandener Fachkompetenz zur Entwicklung regionaler Bildungsinitiativen. Zu diesem Zweck werden mit den Rückmelderinnen und Rückmeldern eine oder mehrere "Zukunftswerkstätten Bildung" abgehalten, im Rahmen derer über die Errichtung höherer Bildungsangebote in der Region und nach Bedarf der Region verhandelt werden soll.

Schlagworte: Forschung
Quelle: Universität Innsbruck, Fakultät für Bildungswissenschaften
Innovationsverständnis am österreichischen Weiterbildungsmarkt - ausgewählte empirische Befunde (pdf)
Auf Basis ausgewählter Ergebnisse zweier empirischer Erhebungen untersucht der Beitrag Aspekte des Innovationsverständnisses am österreichischen Weiterbildungsmarkt, insbesondere das der Anbieter betrieblicher Weiterbildung. Zu diesem Zweck beschreiben wir zunächst den Markt anhand des Marktvolumens, der Anbieterstruktur sowie der Produktgruppen und zeigen dabei die Segmentierungslinien auf. Das Innovationsverständnis wird anschließend anhand ausgewählter empirischer Befunde diskutiert. Anbieter reflektieren die Möglichkeit von Innovationen kritisch und unterscheiden Innovation von den Praktiken, die der normalen Geschäftstätigkeit inhärent sind, allen voran die Anpassung an KundInnenbedürfnisse und das Marketing. Zugleich legt gerade die Neuetablierung von Anbietern nahe, dass zumindest über längere Zeiträume hin betrachtet, Innovationen einen wesentlichen Einfluss auf den Weiterbildungsmarkt ausüben.

Schlagworte: Anbieterstruktur
Quelle: Jörg Markowitsch, Günter Hefler, MAGAZIN erwachsenenbildung.at Nr. 2, 2007
Instrumente zur Sicherung der Qualität und Transparenz in der Erwachsenenbildung – INSI-QUEB II
Das Projekt ist eingebettet in einen europäischen Kontext. Im EU - Dokument "Einen europäischen Raum des lebenslangen Lernens schaffen" wird in Baustein 6 auf die Erreichung eines Höchstmaßes an Qualität hingewiesen. Dieses soll über die Entwicklung von Indikatoren, Leitlinien und Normen sowie über Aufsichtssysteme und Zertifikate erreicht werden, die schließlich in die Entwicklung eines "Europäischen Gütesiegels" münden sollen. Ziel des Projektes ist, Möglichkeiten der Schaffung einer erhöhten Transparenz für Nachfragende von Erwachsenenbildung/Weiterbildung in Hinblick auf einen Vergleich von unterschiedlichen Qualitäten des Angebotes auszuloten.

Schlagworte: Forschung
Quelle: Universität Klagenfurt, Österreichisches Institut für Berufsbildungsforschung
Integration von formal Geringqualifizierten in den Arbeitsmarkt
Die vorliegende Kooperation vom Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) und dem Österreichischen Institut für Berufsbildungsforschung (öibf) untersucht Möglichkeiten zur verstärkten Integration von formal Geringqualifizierten - d.h. von Personen mit höchster abgeschlossener Ausbildung Pflichtschule - in den Arbeitsmarkt. Rund 101.000 arbeitslos gemeldete Personen im Jahresschnitt 2006 hatten keinen über die Pflichtschule hinausgehenden formalen Bildungsabschluss. Das waren rund 42% aller Arbeitslosen. Das öibf führte dazu zehn qualitative ExpertInnen-Interviews bei PersonalvermittlerInnen durch, um die Breite der Wahrnehmungen und Probleme Geringqualifizierter in der Praxis zu erfassen. Die Ergebnisse der Interviews werden entlang der Einschätzung spezifischer Merkmale und Probleme dargestellt. Zudem werden die Einsatzgebiete, Tätigkeiten und entsprechenden Anforderungen an die Arbeitskräfte ausgeführt. Schlussfolgerungen der Gesamtstudie: Verstärkte öffentliche Förderung und Unterstützung der Weiterbildung/Qualifizierung; (noch) stärkere Zielgruppenfokussierung seitens des AMS; (finanzielle) Unterstützung während einer Probezeit und Förderung von Praktika; Ermöglichung fließender Übergänge zwischen Arbeitslosigkeit und Erwerbstätigkeit; forcierte Entwicklung von Kurz- bzw. Anlernausbildungen unterhalb der Lehrlingsausbildung (z.B. MaschinenbedienerIn, MontagehelferIn, Küchengehilf/e/in); Förderung modularer beruflicher Nachqualifizierungen; Anerkennung des Führerscheins als förderungwürdige Basisqualifikation; Ausbau von Gesundheitsförderung, Coaching und anonymer Beratungsangebote; (bürokratische) Vereinfachung und Unterstützung bei der Beschäftigung von Personen mit nicht-österreichischer Staatsbürgerschaft; optimierte Vorauswahl der BewerberInnen durch das AMS. Bei der Auswahl der InterviewpartnerInnen wurde darauf geachtet, unterschiedliche AkteurInnen anzusprechen (Männer wie Frauen, Stadt und Land, gewinnorientiert und gemeinnützig, große und kleine Vermittlungs- u. Überlassungsunternehmen), sowie darauf, möglichst alle für Hilfstätigkeiten wichtigen Branchen einzubeziehen.

Schlagworte: Forschung
Quelle: Österreichisches Institut für Berufsbildungsforschung, Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft
Internationale Beispiele und Erfahrungen und ihre Relevanz für die Entwicklung eines Nationalen Qualifikationsrahmens in Österreich (pdf)
Die Entwicklung des österreichischen Nationalen Qualifikationsrahmens (NQR) soll in Zusammenarbeit und im Erfahrungsaustausch mit Nachbarstaaten und insbesondere mit jenen Ländern erfolgen, die vergleichbare (Berufs-)Bildungssysteme aufweisen. 3s wurde daher von der Projektgruppe zur Entwicklung des NQR mit der Erstellung einer Studie zum Thema "Internationale Beispiele und Erfahrungen als Vorbild für den NQR in Österreich" beauftragt. Diese Studie ist Teil von Forschungsaktivitäten, die im Kontext der NQR-Entwicklung beauftragt wurden und die in das Design des NQR (als Vorschlag) sowie des diesbezüglichen Konsultationsprozesses einfließen sollen. Ausgewählte europäische Länder (Dänemark, Deutschland, Niederlande, Schweiz, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn) wurden in Bezug auf ihre Aktivitäten und Vorhaben zur Entwicklung eines NQR dargestellt und analysiert. Bei der Analyse wurde besonderes Augenmerk den Deskriptoren der NQR Niveaus zuteil. Innerhalb der jeweiligen Darstellungen wurde der Fokus auf folgende Aspekte gelegt: Ziele, Stand der Entwicklung, Organisation und Arbeitsstruktur, Reichweite/Umfang des NQR, Qualifikationstypen, Anzahl der Niveaus, Deskriptoren und Lernergebnisorientierung. Die Entwicklung der NQR ist in den jeweiligen Ländern unterschiedlich weit gediehen. In vielen Fällen ist es nicht möglich, auf alle oben genannten Aspekte Antworten zu finden. Für das wichtige Thema der Gestaltung der Deskriptoren war es daher beispielsweise notwendig, den Blick auch auf Länder zu richten, die bereits über NQR verfügen. Analyse von Studien, Forschungsberichten und Dokumenten; Interviews mit Expert/inn/en. Auch wenn zum Teil Kritik an den EQR-Dimensionen vorhanden ist und manche NQR sich auch anderer Dimensionen bedienen bzw. ohne eine derartige Unterteilung auskommen, so wird doch immer wieder auf eine Orientierung an den EQR-Dimensionen bei der Entwicklung der Deskriptoren für den NQR hingewiesen. Vieles spricht daher dafür, die Deskriptorentabelle des EQR als Basis zu verwenden, sich bei der Entwicklung der Deskriptoren des NQR an diese anzulehnen und die EQR-Deskriptoren im Zuge des nationalen Konsultations- und Testungsprozesses für die österreichische NQR-Tabelle gegebenenfalls zu verfeinern, zu ergänzen oder zu spezifizieren.

Schlagworte: Forschung
Quelle: 3s research laboratory
KEBÖ-Statistik
Die Statistik der KEBÖ-Verbände zählt zum umfassendsten Datenmaterial, das für die österreichische Erwachsenenbildung verfügbar ist. Jährlich neu erstellt finden sich darin Daten zu Veranstaltungen und Teilnahmen, Einnahmen und MitarbeiterInnen der in der KEBÖ zusammengeschlossenen Dachverbände und ihrer Einrichtungen. Die jährliche Statistik gibt es seit 1985.

Schlagworte: AkteurInnen, Anbieterstruktur, Angebotsstruktur, Bildungsbeteiligung
Quelle: KnowledgeBase Erwachsenenbildung
Knowledge Base Erwachsenenbildung
Die Knowledge Base Erwachsenenbildung hat es sich laut eigener Definition zur Aufgabe gemacht, die aktuelle Entwicklung und Geschichte der österreichischen Erwachsenenbildung darzustellen. In der Rubrik Struktur etwa sind Statistiken und Organisationsanalysen der Volkshochschulen Österreichs verfügbar. Die Daten sind via klickbarer Österreich-Landkarte bundesländerspezifisch abrufbar. Zusätzlich werden statistische Materialen der österreichischen Volkshochschulen - Analysen zur TeilnehmerInnenstruktur, Angebot und regionalen Unterschieden angeboten. Weitere Informationsangebote der Knowledge Base Erwachsenenbildung betreffen ausgewählte Fachliteratur (inklusive Zeitschriftenartikel), Daten zur Geschichte der österreichischen Erwachsenenbildung, universitäre Forschung etc., aber auch aktuelle Weiterbildungsangebote für ErwachsenenbildnerInnen.

Schlagworte: AkteurInnen, Anbieterstruktur, Angebotsstruktur, Bildungsbeteiligung, Geschichte, Qualität
Quelle: Verband Österreichischer Volkshochschulen
Kompetenz - eine Annäherung in fünf Schritten (pdf)
Wer sich mit dem Kompetenzbegriff und seiner Verwendung in Forschung und Praxis näher zu befassen beginnt, wird womöglich bald den dabei gewonnenen Eindruck als "uferlosen Ozean" umschreiben. Ziel dieses Beitrags ist es, für den Weg zur Kompetenz einige Orientierungspunkte zu liefern, die in erster Linie die Klärung der Begriffe und Strukturen dieser Wissensdomäne betreffen. Zur Veranschaulichung werden Beispiele aus der Erwachsenenbildung, dem schulischen Umfeld und der betrieblichen Weiterbildung herangezogen. Hingewiesen wird auf die Problematik der einer Individualisierung des Lernens entgegen gerichteten Standardisierung von Kompetenzen. Als qualitatives Instrument der Kompetenzerfassung, das auch in der Bildungs- und Berufsberatung eine Rolle spielt, wird die Kompetenz(en)bilanz hervorgehoben.

Schlagworte: Forschung, Kompetenzfeststellung/Kompetenzanerkennung
Quelle: Reinhard Zürcher, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 9, 2010
Kompetenzen für Bildung für Nachhaltige Entwicklung (KOM-BiNE)
Im Projekt KOM-BiNE wird ein Kompetenzmodell für Bildung für Nachhaltige Entwicklung für Teams von Lehrenden auf Basis von Literaturrecherchen, Interviews und Feedbackschleifen mit Expertinnen und Experten entwickelt.

Schlagworte: Kompetenzfeststellung/Kompetenzanerkennung
Quelle: Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung, Universität Klagenfurt
Kompetenzerfassung in der Weiterbildung. Instrumente und Methoden situativ anwenden. Anne Strauch, Stefanie Jütten und Ewelina Mania (pdf)
"Weiterbildner stehen vor der Herausforderung, die Kompetenzen ihrer Teilnehmer an verschiedensten Schnittstellen der Weiterbildung zu erkennen, zu bewerten und zuzuordnen. Die Methoden dafür sind vielfältig. Dieses Buch gibt einen Überblick über Instrumente der Kompetenzerfassung und liefert Tipps, wie diese auf die Weiterbildungspraxis übertragen werden können. Dabei zeigen die Autorinnen auch Möglichkeiten auf, Lernleistungen sichtbar zu machen, die durch informelle Bildungsprozesse entstanden sind. Praktiker aus allen Bereichen der Weiterbildung können mit diesem Band ihre diagnostische Kompetenz überprüfen und gezielt ausbauen." (Verlagsinformation)

Schlagworte: Forschung
Quelle: Gudrun Breyer, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 9, 2010
Kompetenzfeststellung ist gut, aber nicht ausreichend. Join in a Job! - ein integrativer Beratungsansatz für Jugendliche mit Migrationshintergrund (pdf)
Die Kompetenzen, die Jugendliche mit Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt einbringen können, werden immer noch zu wenig wertgeschätzt - sowohl von möglichen ArbeitgeberInnen als auch von ihnen selbst. Darüber hinaus werden die Jugendlichen vielfach stereotypisierend betrachtet - Defizite und Bedürfnisse werden ihnen pauschal zugeschrieben. Die Methode "Join in a Job!" bietet Instrumente zur beruflichen Beratung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund, die auf ihren tatsächlichen Bedarf zugeschnitten sind. Diese Instrumente zur Beschreibung ihrer Kompetenzen sind in einen mehrstufigen Beratungsprozess integriert. Im vorliegenden Beitrag, dessen Anknüpfungspunkt an die Erwachsenenbildung vorrangig in der Zielgruppe dieser innovativen Methode, den jungen Erwachsenen, liegt, werden der Entstehungszusammenhang und die Grundorientierung der Methode sowie die einzelnen Bausteine vorgestellt.

Schlagworte: Kompetenzfeststellung/Kompetenzanerkennung
Quelle: Eva Fleischer, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 9, 2010
Kompetenzmanagement im Trend. Das Kompetenzprofil nach CH-Q an der Volkshochschule Linz (pdf)
Es schien immer schon "klar zu sein": Qualifikationen und Kompetenzen verschiedenster Art - erworben durch Matura, Studium oder einen Lehrgang und nachgewiesen durch den jeweiligen Abschluss - sind der Schlüssel zu guten Jobs und Karriere. Das gilt prinzipiell auch heute noch - allerdings ist in den letzten Jahren einiges in Bewegung geraten. Nicht zuletzt durch europaweite bildungspolitische Neuerungen rund um den EQR (Europäischer Qualifikationsrahmen) und den NQR (Nationaler Qualifikationsrahmen) wurde das Bewusstsein dafür geschärft, dass es neben den klassischen Aus- und Weiterbildungswegen viele andere Möglichkeiten des Kompetenzerwerbs gibt. Studienergebnisse wie jene von Bernd Overwien (2005) belegen, dass bis zu 70% dessen, was jemand kann, auf informellem Weg erworben wurde. Da drängt sich natürlich die Frage auf, wie diese informell erworbenen Kompetenzen bewusst sichtbar und nutzbar zu machen sind. Die Volkshochschule Linz war eine der ersten Einrichtungen in Österreich, die sich mit dieser Frage auseinandergesetzt und ein Kompetenzfeststellungsverfahren entwickelt hat. Heute wird das "Kompetenzprofil" nach CH-Q vom Kompetenzanerkennungszentrum der VHS Linz und Partnereinrichtungen in ganz Österreich erfolgreich eingesetzt.

Schlagworte: Forschung, Kompetenzfeststellung/Kompetenzanerkennung, Angebotsstruktur
Quelle: Elke Schildberger, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 9, 2010
Kompetenzorientierte Laufbahnberatung in der Praxis. Ein Fallbeispiel aus Kärnten (pdf)
In diesem Beitrag wird versucht, die Entwicklung und Anwendung eines kompetenzorientierten Ansatzes der Laufbahnberatung im Rahmen einer neu gegründeten Beratungseinrichtung in Kärnten aufzuzeigen. Nach einem Einblick in die Aufbauphase und einem Überblick über die Beratungsangebote werden die grundlegenden Prinzipien sowie ein idealtypischer Prozessablauf kompetenzorientierter Beratung skizziert. Kernpunkt hiervon ist eine Beratungshaltung, die den subjektiven Deutungen und Ressourcen der Ratsuchenden besondere Aufmerksamkeit entgegenbringt und sie dabei begleitet, Möglichkeiten der Selbstbestimmung des eigenen Lebensweges wahrzunehmen. Im Vordergrund stehen somit nicht einzelne Methoden und Techniken, sondern die Art und Weise, wie die Beziehung zwischen den beiden InteraktionspartnerInnen (zwischen dem/der Beratenden und dem/der Ratsuchenden) gestaltet wird. Abschließend werden einige Eckdaten aus der projektbegleitenden Evaluierung vorgestellt.

Schlagworte: Forschung, Kompetenzfeststellung/Kompetenzanerkennung
Quelle: Wolfgang Pöllauer, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 9, 2010
Konzepte der Qualität in der Erwachsenenbildung (pdf)
Die vorliegende Ausgabe der Reihe Materialien zur Erwachsenenbildung ist die Dokumentation der Informationsveranstaltung am Bundesinstitut für Erwachsenenbildung, die von 2. bis 3. Oktober 2000 stattfand.

Schlagworte: Qualität
Quelle: Materialien zur Erwachsenenbildung, Nr. 2/2001, bm:bwk (Hrsg.)
Kooperation International
Kooperation international bietet einen Überblick zu der internationalen Landschaft in Bildung und Forschung mit Berichten zu über 36 Ländern und Multilateralen Organisationen. Die Länderberichte umfassen neben allgemeinen Landesinformationen die Bildungs- und Forschungslandschaft und ihre Aktivitäten, die Bildungs- und Forschungspolitik mit den zuständigen Ministerien und Gremien sowie politischen Zielsetzungen und Programmen, Kooperationen mit Deutschland und auf multilateraler Ebene. Links zu relevanten Einrichtungen und Strategiedokumenten führen Sie zu weiteren Informationen. Die Berichte werden durch das Internationale Büro des Bundesministeriums für Bildung und Forschung aktualisiert und erweitert.

Schlagworte: AkteurInnen, Anbieterstruktur, Internationale Forschung, Internationaler Vergleich
Quelle: Deutsches Bundesministerium für Bildung und Forschung
Kritisch-emanzipatorische Erwachsenenbildung: totgesagt und doch lebendig? (pdf)
Ist die kritisch-emanzipatorische Erwachsenenbildung längst tot? Manche meinen, sie habe ihre Zeit gehabt, aber für aktuelle Zeitdiagnosen sei sie unbrauchbar. Andere zeigen auf, dass kritisch-emanzipatorische Erwachsenenbildung immer noch lebendig ist. Sie habe in der Wissenschaft und Praxis einen - wenn auch nicht sehr großen, aber dafür umso wichtigeren - Platz. Dieser Beitrag ist eine Spurensuche nach einer immer noch lebendigen kritischen Haltung, nach spezifischen Begründungsmustern, Herangehensweisen und Argu­mentationen kritisch-emanzipatorischer Forschung und Praxis. Diese richtet, ausgehend von einer kritischen Grundhaltung, den Blick auf gesellschaftliche Verhältnisse und auf Rollen, die Individuen und die Erwachsenenbildung darin einnehmen (können) mit dem Ziel der Transformation eben dieser Verhältnisse durch emanzipatorische Interessen.

Schlagworte: Forschung
Quelle: Daniela Holzer, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 7/8, 2009
Kursmäßige betriebliche Weiterbildung im europäischen Vergleich (pdf)
Europäische Vergleiche und Rankings werden im bildungswissenschaftlichen und bildungspolitischen Diskurs immer wichtiger. Damit steigt die Bedeutung fundierter und kritischer Information über Ergebnisse europäischer Erhebungen und Forschungsarbeiten in allen Sektoren des Bildungswesens, einerseits um den nationalen Leistungsstand empirisch und kritisch bewerten zu können, andererseits um nicht vorschnellen oder falschen Ableitungen anheimzufallen. In vorliegendem Beitrag wird der Zielsetzung einer möglichst objektiven Berichterstattung über europäische Bildungsforschung am Beispiel der dritten europaweiten Erhebung zur betrieblichen Weiterbildung (Continuing Vocational Training Survey, CVTS-3) nachgekommen.

Schlagworte: Forschung, Internationaler Vergleich
Quelle: Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft
Lösungsfokussiert-kompetenzorientierte Bildungs- und Laufbahnberatung
Die Herausforderungen für die Bildungs- und Berufsberatung nehmen in unserer immer dynamischeren Arbeitswelt stetig zu. Die statische Betrachtung von Qualifikationen wird vermehrt von einer dynamischen Betrachtungsweise von Kompetenzen abgelöst. Auch hat der Begriff "Kompetenz" in den letzten Jahren gegenüber Begriffen wie "Qualifikation", "Fertigkeit", "Fähigkeit" oder "Wissen" deutlich an Bedeutung gewonnen. Eine "lösungsfokussiert-kompetenzorientierte Laufbahnberatung" kann helfen, die Kompetenzen der KlientInnen als Basis einer entwicklungsfördernden Berufsberatung zu nutzen und die Beratungsqualität zu erhöhen. Im vorliegenden Beitrag werden zuerst der derzeitige Stand der Bildungs- und Berufsberatung sowie der Kompetenzforschung kursorisch zusammengefasst. Darauf aufbauend wird die lösungsfokussiert-kompetenzorientierte Laufbahnberatung dargestellt sowie ihre Besonderheit anhand eines konkreten Fallbeispiels demonstriert. Der Beitrag skizziert, wie die lösungsfokussierte Messung und Weiterentwicklung von individuellen Kompetenzen in der Laufbahnberatung die KlientInnen dabei unterstützen kann, ihren Erfolg und ihre Attraktivität für den Arbeitsmarkt zu steigern.

Schlagworte: Bildungs- und Berufsberatung, Kompetenzfeststellung/Kompetenzanerkennung
Quelle: Peter Steinkellner, Elfriede Czerny, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 9
Learn forever - Lernen im Alltag lernungewohnter Frauen verankern. Ein EU-Projekt zum Lebensbegleitenden Lernen (pdf)
Mit dem Projekt "learn forever" werden lernungewohnte Frauen angesprochen, die Gefahr laufen, den Anschluss an die Wissens- und Informationsgesellschaft zu verlieren und die wenig bis keinen Zugang zur Weiterbildung finden. Dabei wird das Prinzip, Lernende in den Mittelpunkt zu stellen, in die Praxis umgesetzt. Angebote werden gemeinsam mit lernungewohnten Frauen entwickelt und richten sich nach den Bedarfen und Bedürfnissen der Lernenden. Was diese Herangehensweise für die Bildungsarbeit mit lernungewohnten Frauen bedeutet und vor welche Herausforderungen sie Lernende und Lehrende stellt, ist Thema des vorliegenden Beitrags. Weiterbildungsbarrieren lernungewohnter Frauen werden umrissen und Bildungsangebote für lernungewohnte Frauen, die im Rahmen von learn forever entwickelt wurden, vorgestellt. Berichtet wird über das Lernarrangement "lernen gestalten", das die Teilnehmerinnen zum selbstgesteuerten Lernen befähigt, und die Mobile IKT-Lernwerkstatt, die sich an Frauen "vor Ort" richtet und den IKT-Kompetenzaufbau fördert. Beschrieben wird darüber hinaus ein Lehrgang für Trainerinnen und pädagogische Mitarbeiterinnen von Erwachsenenbildungseinrichtungen, der die Lehrenden für die Bedürfnisse von lernungewohnten Frauen sensibilisiert und den Paradigmenwechsel von der Trainerin zur Moderatorin selbstgesteuerter Lernprozesse anstößt. Ein Ausblick auf zukünftige Projektaktivitäten von learn forever schließt den Beitrag ab, ergänzt um eine Factbox von Gertrude Peinhaupt (nowa - Netzwerk für Berufsausbildung) zu Prinzipien gendergerechter Erwachsenenbildung mit lernungewohnten Personen.

Schlagworte: Bildungsbenachteiligte
Quelle: Elisabeth Brunner-Sobanski, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 3, 2008
LehrlingsausbildnerInnen zwischen Mindestausbildungsanforderungen und Professionalisierung
Um die Tätigkeit eines Lehrlingsausbilders/einer Lehrlingsausbilderin ausführen zu können, bedarf es in Österreich einer verpflichtenden Grundausbildung, die im Berufsausbildungsgesetz (BAG) geregelt ist. In den letzten Jahren wurden von regionalen Wirtschaftskammern sogenannte "Ausbilderakademien" initiiert, die die Qualität der Weiterbildung der AusbilderInnen und damit die Sicherung und Steigerung der Qualität der Lehrlingsausbildung insgesamt unterstützen. Im Beitrag wird mit besonderem Fokus auf die Ausbilderakademie in Vorarlberg die Aus- und Weiterbildung von AusbilderInnen in der Lehrlingsausbildung dargestellt und diskutiert.

Schlagworte: Qualität, Anbieterstruktur
Quelle: Silvia Weiß, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 12, 2011
Leitung im Wandel: veränderte Qualifikations- und Kompetenzanforderungen an das Leitungspersonal von Weiterbildungseinrichtungen (pdf)
Der Beitrag greift die seit einigen Jahren theorie- und praxisrelevante Diskussion um den auf viele Weiterbildungseinrichtungen einwirkenden Veränderungsdruck auf. Er verdeutlicht mit Blick auf die Einrichtungsleitungen, dass die organisationalen Veränderungsnotwendigkeiten neue Qualifikations- und Kompetenzanforderungen hervorrufen. Neben den "klassischen" erwachsenenpädagogisch-didaktischen sowie den in den letzten fünfzehn bis zwanzig Jahren hinzugekommenen betriebswirtschaftlichen Kompetenzanforderungen erweitert sich das Anforderungsprofil gegenwärtig um die Komponente einer internen Organisationspädagogik. Das heißt, das Herausbilden und Sicherstellen der organisationalen Lern- und Entwicklungsfähigkeit der eigenen Einrichtung gewinnt unter Berücksichtigung sich wandelnder Umwelten enorm an Bedeutung und avanciert so zu einer zentralen Leitungsaufgabe.

Schlagworte: Qualität, Forschung
Quelle: Timm C. Feld, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 4, 2008
leo. - Level-One Studie. Literalität von Erwachsenen auf den unteren Kompetenzniveaus (pdf)
Das Forschungsprojekt "leo. - Level-One Studie" untersucht den Grad der Literalität der Deutsch sprechenden Bevölkerung in Deutschland und fokussiert dabei auf den unteren Level, d.h. auf Personen, die auf den unteren Kompetenzniveaus lesen und schreiben. Für die erfolgreiche Durchführung dieser Studie mussten zum einen Testaufgaben entwickelt werden, die ein differenziertes Bild der Lese- und Schreibkompetenzen abbilden. Zum anderen musste die Zielgruppe zur Teilnahme an einem solchen Test motiviert werden, denn gerade jene Personen, die eher geringe Lese- und Schreibkompetenzen besitzen, können aufgrund ihrer Ängste und Sorgen, dass dadurch eventuell ihre Schwachstellen aufgedeckt werden könnten, die freiwillige Teilnahme an einem solchen Test verweigern. Die Herausforderung bei der Konzeption der Studie bestand also darin, auf Seite der Teilnehmenden Barrieren durch witzige und kurzweilige Testaufgaben abzubauen und gleichzeitig verwertbare Ergebnisse zu erzielen. Der vorliegende Beitrag berichtet über das Forschungsprojekt, seine konzeptionellen Grundlagen und den bereits durchgeführten Pretest mit Schwerpunkt auf die Sichtweise und das Erleben der Interviewerinnen.

Schlagworte: Bildungsbenachteiligte, Zielgruppen, Forschung
Quelle: Anke Grotlüschen, Wibke Riekmann, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 10, 2010
LEONIE: Learning in Europe. Observatory on National and International (pdf)
The LEONIE project aims at contributing to the ongoing analysis of learning systems evolution carried out by agencies such as EURYDICE and CEDEFOP, and to contribute to the establishment of a European level observation capacity on education and training. In this way it hopes to facilitate policy orientation and to contribute to the straightening of the open coordination method among Member Countries and European Institutions in the domain of lifelong learning and, specifically, in the achievement of the concrete long term objectives for European education and training. Main activities: - Desk research - Selection of indicators - DELPHI survey - eight national seminars - report & final workshop. Within this framework the LEONIE project will address the issue of learning systems evolution and education and training policy development. In order to achieve realistic and comprehensive scenarios of the possible future developments of the learning systems, the project will focus on five main domains of change: structure, content, interface, globalisation and market development. The impact of a variety of trends will be studied in detail. Kooperationspartner: Helsinki University of Technology (HUT) Project Coordinator; SCIENTER, Bologna, IT; The Lambrakis Reseach Foundation (LRF), GR; Friedrich-Alexander-Universität, Erlangen-Nürnberg, D; CIREM, Barcelona, SP; The Local Institute for Training and Employment /IMFE), SP; Budapest University of Technology and Economics (BUTE); University Politehnica of Bukarest (UPB)

Schlagworte: Forschung
Quelle: Institut für Höhere Studien und Wissenschaftliche Forschung
Lernen in der Erwachsenenbildung: theoretische Perspektiven und Einblicke in die Forschungslandschaft (pdf)
In diesem Artikel werden einleitende allgemeine Überlegungen zum Verhältnis von Gesellschaft, Bildung und Lernen formuliert, werden ausgewählte Theoriekonzepte, die gegenwärtig im wissenschaftlichen Diskurs über das Lehren und Lernen in der Erwachsenenbildung vorrangig beforscht werden (Stichworte: Lernen als Konstruktion, Subjektorientierung, Lernweltforschung, lebenslanges Lernen), grob skizziert und wird konkret auf einzelne Forscherinnen und Forscher in Österreich Bezug genommen. Hinzu kommt ein umfang­reicher Einblick in die Grundlagenliteratur zum Thema. Die Verfasserin schlussfolgert: Die Forschungen über Lehr- und Lernkonzepte im Bereich der Erwachsenenbildung sind unvollständig, wenn die Bildungsfrage nicht ausreichend und den gesellschaftlichen Veränderungen entsprechend immer wieder neu geklärt wird.

Schlagworte: Forschung
Quelle: Regina Mikula, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 7/8, 2009
Lernen und gesellschaftliche Partizipation im Wohnquartier. Ein europäisches Modellprojekt für bildungsbenachteiligte SeniorInnen
Im vorliegenden Beitrag soll anhand des europäischen Bildungsprojekts SEELERNETZ – SeniorInnen in Europa lernen in Netzwerken – dargestellt werden, wie lebenslanges Lernen und die Erschließung politischer Partizipationsmöglichkeiten im Sinne einer "Citizenship Education für SeniorInnen" vereint werden können. Ein wichtiger Schritt zur Reintegration bildungsbenachteiligter SeniorInnen in solche Bildungs- und Partizipationsprozesse ist die Vergemeinschaftung in sogenannten "Lernenden Netzwerken". Dem sozialen Raum, in dem sich die SeniorInnen tagtäglich bewegen, kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. Als Spiegelbild sozialer Möglichkeiten und Einschränkungen bietet er AkteurInnen der Erwachsenenbildung zentrale Ansatzpunkte zur Behebung von partizipatorischen Defiziten.

Schlagworte: Bildungsbenachteiligte, Bildungsbeteiligung
Quelle: Anna Wanka, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 11, 2010
Lernkonzeptionen in einem Grundlehrgang für SeminarleiterInnen in der Erwachsenenbildung (pdf)
Das "Ausbildungsinstitut für Erwachsenenbildung" (ABI) führt seit 25 Jahren Lehrgänge für SeminarleiterInnen in der Erwachsenenbildung durch: zweijährige Grundlehrgänge als Basisausbildung und einjährige Aufbaulehrgänge mit Schwerpunkt Gruppenprozessbegleitung für erfahrene ErwachsenenbildnerInnen. Der vorliegende Beitrag geht näher auf die Grundlehrgänge ein, denen das didaktische Konzept des selbstgesteuerten Lernens zu Grunde liegt. Ziel des Lehrgangs ist es, Basiskompetenzen für die Erarbeitung neuer Inhalte zu vermitteln. Die Teilnehmenden können sich inhaltliche Schwerpunkte individuell setzen und werden dabei von der Lehrgangsleitung begleitet.

Schlagworte: Qualität
Quelle: Wolfgang Tüchler, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 4, 2008
Linz in Zahlen 2004, Bildungseinrichtungen
Die Seite gibt Auskunft über Teilnahmezahlen in den Bereichen Schule, Universitäten und Hochschulen, Erwachsenenbildung und Volkshochschulen in Linz in den Jahren 2003/2004.

Schlagworte: Bildungsbeteiligung
Quelle: Hubmann, Robert, Stadtkommunikation Linz. 2004
Marktplatz der Sprachen (pdf)
Die vorliegende Ausgabe der Reihe Materialien zur Erwachsenenbildung ist die Dokumentation einer Initiative des bm:bwk zum Europäischen Jahr der Sprachen 2001.

Schlagworte: Sprachen
Quelle: Materialien zur Erwachsenenbildung, Nr. 1/2006, bm:bwk (Hrsg.)
Medienbiographie - ein Leben voller Medien (pdf)
Medienbiographie setzt den Fokus auf Funktion und Stellenwert der Medien im Lebensverlauf einer Person. In der medienpädagogischen Aus- und Fortbildung wird die Auseinandersetzung mit der eigenen Medienbiographie häufig als Methode dafür eingesetzt, Zugang zu den Medienvorlieben und dem Mediennutzungsverhalten der Kinder und Jugendlichen zu finden. Der vorliegende Artikel beschreibt die Methodik der medienbiographischen Übungen als Teil der Fortbildungspraxis des Medienzentrums wienXtra und schildert, welche Art von Erkenntnissen dabei gewonnen werden kann. Im Kontext der Erwachsenenbildung stellt sich die Frage, ob und auf welche Weise die Auseinandersetzung mit der eigenen Medienbiographie nicht nur in der Aus- und Fortbildung von PädagogInnen, sondern darüber hinaus für die Medienbildung im Allgemeinen genutzt werden kann. Medienkompetenz im Sinne des selbstreflexiven, eigenverantwortlichen Medienhandelns setzt korrelierend zu den sich kontinuierlich ändernden Medienwelten einen lebenslangen Lernprozess voraus.

Schlagworte: Medienpädagogik
Quelle: Anu Pöyskö, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 6, 2009
Mehr als Lesen und Schreiben - Alphabetisierung und Basisbildung an der Volkshochschule Linz (pdf)
Basisbildung für Erwachsene ist mehr als Lesen- und Schreibenlernen. Für die Verantwortlichen an der Volkshochschule Linz bedeutet Basisbildungsarbeit, den Betroffenen Schritt um Schritt die aktive Teilnahme an Gesellschaft und Arbeitswelt zu ermöglichen. Welche Inhalte vermittelt werden, hängt stets von den Ressourcen und Lebensumständen des/der Einzelnen ab. Didaktik und Methode orientieren sich am pädagogischen Konzept Paulo Freires. - Wie aktuell dieser lateinamerikanische Ansatz für unsere europäische Situation ist, zeigt sich u.a. in den Vorschlägen zur Implementierung einer kohärenten LLL-Strategie in Österreich. Grundlage und methodisch didaktischer Ansatz der erfolgreichen Alphabetisierungs- und Basisbildungspraxis an der Volkshochschule Linz sind im Sinne Freires die Orientierung an den Bedürfnissen und Lebenskontexten des/der Einzelnen, das dialogische Prinzip und der fließende Übergang zwischen der Rolle des/der Lehrenden und des/der Lernenden.

Schlagworte: Basisbildung/Zweiter Bildungsweg, Bildungsbenachteiligte
Quelle: Sonja Muckenhuber, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 1, 2007
Migration und Grundbildung: Bildungssituation junger Erwachsener im Kontext der aktuellen Forderungen nach lebenslangem Lernen (pdf)
Fehlende Grundbildung und Analphabetismus sind gegenwärtig das zentrale gesellschaftliche Problem der europäischen Industrieländer. Auch in Deutschland zeigt sich zusehends - angesichts der zunehmenden Globalisierung und Internationalisierung - das Ausmaß dieser Problematik. In Deutschland ist das Thema "Grundbildung" mit einer Vielfalt von Aspekten und gleichzeitig vielen offenen Fragen verbunden. Bis heute existiert in diesem Land keine hinreichende Klärung des Begriffs "Grundbildung". Auch sind der Kontext und das Verhältnis zwischen Alphabetisierung und Grundbildung nicht geklärt. Der Beitrag widmet sich diesem Thema und beleuchtet nach der Auseinandersetzung mit den Begriffen "Grundbildung/Alphabetisierung" die Bildungssituation junger Erwachsener am Beispiel Deutschlands. Anhand der schulischen sowie der beruflichen Situation wird die desolate Lage junger Erwachsener, insbesondere jener nichtdeutscher Herkunft, beschrieben, um der Forderung nach lebenslangem Lernen und einer offensiven Qualifizierungskampagne für nachholende allgemeine und berufliche Bildung Nachdruck zu verleihen.

Schlagworte: Internationale Forschung, Bildungsbenachteiligte, Basisbildung/Zweiter Bildungsweg
Quelle: Halit Öztürk Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 1, 2007
Migration, Rassismus, Interkulturalität – (k)ein Thema für die Weiterbildungsforschung? (pdf)
Interkulturelle Pädagogik beschäftigt sich wissenschaftlich sowie praktisch mit den Folgen von Migration für Gesellschaft und Bildungswesen. Die meisten ihrer Theorien beziehen sich auf schul- und sozialpädagogische Kontexte bzw. auf allgemeine Grundlagen - das Verhältnis von Migration und Erwachsenenbildung wurde bislang wenig erforscht. Der Beitrag arbeitet auf Basis bestehender Erkenntnisse aus dem Bereich der interkulturellen Pädagogik Aspekte und Forschungsfelder heraus, die für die Erwachsenenbildung relevant sind. Ein Ausblick auf Perspektiven einer kritischen Weiterbildungsforschung in Zusammenhang mit Migration, Rassismus und Diversität rundet den Beitrag ab.

Schlagworte: Forschung
Quelle: Annette Sprung, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 7/8, 2009
Netzwerk Basisbildung und Alphabetisierung in Österreich: Hintergründe, Bestandsaufnahme, Perspektiven (pdf)
Das Konzept "Basisbildung" ist dynamisch. Was zur Basisbildung gezählt wird und wie hoch das Bildungsniveau des/der Einzelnen zumindest zu sein hat, wird in einem wenig reflektierten gesellschaftlichen Prozess bestimmt und permanent modifiziert. Außer Frage steht, dass in industrialisierten Staaten ein hoher Prozentsatz der Menschen den Ansprüchen nicht genügt, und dabei handelt es sich nicht nur um MigrantInnen. Wenn die Basisbildung nicht ausreicht, ist nicht nur Arbeitslosigkeit eine zunehmend wahrscheinliche Folge, sondern auch der Eintritt in eine systemisch wirksame Spirale nach unten, in der neben Arbeitslosigkeit auch Armut, Krankheit und gesellschaftliche Lethargie wirksam werden. Seit 2005 werden in Österreich verstärkt Aktivitäten gesetzt, die einen konstruktiven und weniger aufgeregten Zugang zum Thema "Basisbildung Erwachsener" suchen. Das Netzwerk Basisbildung und Alphabetisierung in Österreich erarbeitet die Grundlagen für ein flächendeckendes und qualitätsgesichertes Maßnahmenangebot in Österreich. Der Beitrag beschreibt die Hintergründe des Themas im gesellschaftlichen Kontext und stellt die geleisteten und bis 2010 geplanten Aktivitäten des Netzwerks Basisbildung und Alphabetisierung vor.

Schlagworte: Basisbildung/Zweiter Bildungsweg
Quelle: Otto Rath, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 1, 2007
Notwendigkeit und "Funktion" der Bildungs- und Berufsberatung. Ein Standpunkt aus arbeitsmarktpolitischer Sicht (pdf)
Kann die Bildungs- und Berufsberatung einen Beitrag zur Adressierung der zunehmend problematischen Übergänge von der Ausbildung in den Beruf leisten? Kann sie dem vermehrten Bedarf an Begleitung angesichts des so genannten "Active Ageing-Konzepts" und des "Flexicurity-Ansatzes" nachkommen? Diesen Fragen widmet sich der vorliegende, eine arbeitsmarktpolitische Sichtweise vertretende Standpunkt, der durch eine Diskussion der Bildungs- und Berufsberatung im "aktivierenden Sozialinvestitionsstaat" abgerundet wird. Der Autor kommt zu dem Schluss: "Angebote der Bildungs- und Berufsberatung leisten über die Stärkung der individuellen Orientierungs- und Entscheidungsfähigkeit einen wichtigen Beitrag zum erfolgreichen Selbstmanagement."

Schlagworte: Forschung, Bildungs- und Berufsberatung
Quelle: Rudolf Götz, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 9, 2010
OECD-Länderprüfung über Erwachsenenbildung I. Hintergrundbericht Österreich (pdf)
Peter Schlögl (öibf) und Arthur Schneeberger (ibw) verfassten im Auftrag des bm:bwk des Länderhintergrundbericht zur Erwachsenenbildung in Österreich. Dargestellt werden Kontext und Hintergrund, TeilnehmerInnen, Anbieter und Erträge sowie Herausforderungen und Probleme.

Schlagworte: Bildungsbeteiligung, Anbieterstruktur, Angebotsstruktur, Finanzierung
Quelle: Materialien zur Erwachsenenbildung, Nr. 1/2004, bm:bwk (Hrsg.)
OECD-Länderprüfung über Erwachsenenbildung II. Prüfbericht der OECD (pdf)
Der Prüfbericht der OECD umfasst eine Analyse der Strukturen sowie der Stärken und

Schlagworte: Angebotsstruktur, Anbieterstruktur
Quelle: Materialien zur Erwachsenenbildung, Nr. 2/2004, bm:bwk (Hrsg.)
OECD-Studie zur Finanzierung des Lebensbegleitenden Lernens. Österreichischer Länderbericht (pdf)
Schwächen der Erwachsenenbildungslandschaft in Österreich und beinhaltet Empfehlungen

Schlagworte: Bildungsbeteiligung, Bildungsstand, Finanzierung
Quelle: Franz Ofner (Universität Klagenfurt) und Petra Wimmer (IBW), im Auftrag des BM für Wissenschaft und Verkehr, des BM für wirtschaftliche Angelegenheiten, des BM für Arbeit, Gesundheit und Soziales sowie der Sozialpartner, Dezember 1998.
Orientierung für ältere Erwachsene. Was aus der Arbeit mit älteren Menschen für die Erwachsenenbildung gelernt werden kann (pdf)
Der Beitrag handelt von praktischen Erfahrungen mit einem non-formalen Bildungsangebot für ältere Erwachsene ab 50 Jahren, in dem eine erste Orientierung für Lernen und freiwilliges Engagement in der nachberuflichen Phase gegeben wurde. Der heterogenen Zielgruppe der älteren Erwachsenen wird häufig unterstellt, keine Lern- oder Bildungsziele mehr zu haben, da ihre Ausrichtung am Arbeitsmarkt wegfällt. Tatsächlich herrscht nur große Orientierungslosigkeit: Ältere Lernende haben einen großen Bedarf an Bildungsmaßnahmen, sie werden jedoch selten von der Erwachsenenbildung als separate Zielgruppe wahrgenommen und angesprochen und finden sich deshalb am Erwachsenenbildungsmarkt nur schwer zurecht. Hinzu kommt, dass sie zumeist kaum oder nur ungenügend um die Möglichkeiten für freiwilliges Engagement im Alter Bescheid wissen. Der Beitrag diskutiert die Diversität der Zielgruppe, Erfahrungen aus einer praktischen Workshopreihe mit älteren Erwachsenen, Marketingstrategien zur Erreichung der Zielgruppe und die sich daraus ergebenden Herausforderungen in der Bildungsarbeit mit älteren Menschen.

Schlagworte: Zielgruppen
Quelle: Katharina Resch, Monika Höglinger, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 10, 2010
Pädagogische Qualität in der Erwachsenenbildung (pdf)
Die dritte Tagung zur Qualitätsentwicklung in der österreichischen Erwachsenenbildung fand am 5. und 5. April 2001 statt. Ziel der Veranstaltung war die Auseinandersetzung mit Pädagogischer Qualität. Die vorliegende Publikation dokumentiert die wichtigsten Inhalte dieser Veranstaltung.

Schlagworte: Qualität
Quelle: Materialien zur Erwachsenenbildung, Nr. 4/2001, bm:bwk (Hrsg.)
Perspektiven der Erwachsenenbildung im Rahmen des Lebenslangen Lernens in der Steiermark (PERLS)
Im Projekt erfolgt die Entwicklung von Perspektiven der Erwachsenenbildung im Rahmen des Lebenslangen Lernens (LLL) in der Steiermark. In einem ersten Schritt wird eine Landkarte der Erwachsenenbildung in der Steiermark erstellt werden. Die Landkarte gibt den Ist-Stand der Anbieter der Erwachsenenbildung der Steiermark wieder. In einem nächsten Schritt wird der Prozess einer Leitbilderstellung begleitet und Förderkriterien für die Erwachsenenbildung werden entwickelt. Weiters werden Vorschläge für die rechtliche Verankerung zum Lebenslangen Lernen in der Steiermark sowie für die Besetzung eines Beirates zum Lebenslangen Lernen gemacht. Als Resultat der Forschungsarbeit (Analyse und Erhebung) werden Perspektiven eines künftigen Systems (Entwicklung einer Strategie) des Lebenslangen Lernens in der Steiermark aufgezeigt. Fokusgruppen, Internet- und Literaturrecherche, Dokumentenanalyse, Strategiegespräche.

Schlagworte: Forschung, Anbieterstruktur
Quelle: Universität Klagenfurt, Bildungsnetzwerk Steiermark
Populär? Medien und Erwachsenenbildung
In den letzten Jahren wurden Medien in der Erwachsenenbildung fast ausschließlich unter dem Gesichtspunkt der so genannten Neuen Medien thematisiert. Kaum wurden Fragen nach dem Verhältnis zwischen den traditionellen Medien und der Erwachsenenbildung gestellt, kaum die Möglichkeiten, populäre Medien für die Erwachsenenbildung nutzbar zu machen, diskutiert.Nummer 6 des "Magazin erwachsenenbildung.at" hat es sich zum Ziel gesetzt, die vielfältigen Beziehungen zwischen Unterhaltungsmedien und Erwachsenenbildung zu erforschen.

Schlagworte: Medienpädagogik
Quelle: Ausgabe 6/2009 des Magazin erwachsenenbildung.at. Das Fachmedium für Forschung, Praxis und Diskurs
Porträt - Gabriela Mistral - Poetik und Alphabetisierung (pdf)
Gabriela Mistral zählt zu den herausragenden Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Ihr wurde 1945 als erster Lateinamerikanerin der Nobelpreis für Literatur verliehen. Mistral war aber nicht nur eine international anerkannte Autorin, die Erwachsenenbildung Lateinamerikas gewann mit der Pädagogin und Schriftstellerin eine hervorragende Expertin der Alphabetisierung. Die Mexikanische Bildungsrevolution nach 1922 und die großen Alphabetisierungskampagnen hätten ohne Mistral nicht diesen Erfolg gehabt. Zu den zentralen Anliegen Mistrals zählte dabei aber immer auch und besonders die Bildungsemanzipation der Frauen Lateinamerikas.

Schlagworte: Basisbildung/Zweiter Bildungsweg, Bildungsbenachteiligte, Geschichte
Quelle: Christian Kloyber, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 0, 2007
Porträt: Bildungshaus Schloss Retzhof - Weiterbildung für alle Menschen! Inklusive Weiterbildung braucht umfassende Barrierefreiheit (pdf)
Der Anspruch der Inklusion in der Weiterbildung wird in den kommenden Jahren die Erwachsenenbildung auf mehreren Ebenen vor neue Herausforderungen stellen. Während in programmatischer Hinsicht und im Bereich der Softwareentwicklung diesbezüglich bereits vielversprechende Konzepte und zunehmend auch Angebote zu finden sind, ist das Problem der Bereitstellung einer geeigneten Infrastruktur (z.B. für Menschen mit besonderen Bedürfnissen) zur Durchführung von inklusiv gestalteten Bildungsveranstaltungen noch weitgehend ungelöst, und das, obwohl immerhin rund zehn Prozent der österreichischen Bevölkerung eine attestierte Behinderung aufweisen. Der Lösung dieser Problemstellung widmet sich das Bildungshaus Schloss Retzhof seit nunmehr zwei Jahren. Der Autor beschreibt Erfahrungen und Ansprüche im Rahmen des vorliegenden Porträts seiner Einrichtung.

Schlagworte: Angebotsstruktur
Quelle: Joachim Gruber, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 10, 2010
Porträt: Paulo Freire (pdf)
Paulo Freire (1921-1997), ein brasilianischer Humanist, Volkspädagoge und Initiator zahlreicher Alphabetisierungsbewegungen, widmete sein Leben der Alphabetisierung und "Befreiung" der unterdrückten Bevölkerung Lateinamerikas. Freires Versuch der "Humanisierung" und "Befreiung" des Volkes bedurfte einer besonderen pädagogischen Methodik: Seine "Befreiungspädagogik" zeichnet sich im Wesentlichen durch eine Gleichstellung der Lehrenden mit den Lernenden aus und handelt (damaligen und nach wie vor aktuellen) traditionellen, hierarchischen Lehrmethoden zuwider. Auf Grund der humanen Züge seines pädagogischen Konzeptes sind Freires Theorie und Praxis nicht nur in Lateinamerika, sondern auch in unseren Breitengraden bis heute hoch bedeutend.

Schlagworte: Basisbildung/Zweiter Bildungsweg, Bildungsbenachteiligte, Geschichte
Quelle: Bianca Friesenbichler, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 1, 2007
Praxishandbuch - Methoden der allgemeinen Berufs- und Arbeitsmarktorientierung (pdf)
Auf Basis des Forschungsprojektes "Berufsorientierung im Fokus aktiver Arbeitsmarktpolitik", das 2003 im Auftrag des AMS Österreich (AMS/BIQ) durchgeführt wurde (vgl. AMS report 37 bzw. AMS info 64), wird ein Handbuch der Berufsorientierung mit zahlreichen Methoden und Praxistipps erstellt. Da für Österreich eine derartige Publikation ein Novum darstellt, kann davon ausgegangen werden, dass es ein ausgeprägtes Interesse an einem profunden, praxisnahen Handbuch gibt, das relevante Methoden und Tools der arbeitsmarktnahen Berufsorientierung anwendungsbezogen systematisiert. Im Umfang von ca. 120 bis 150 Seiten werden unter Einbeziehung der Erfahrungen von Trainerinnen und Trainern, die in arbeitsmarktnahen Kursen (z.B. AMS-geförderte Kurse) tätig sind, Methoden anhand folgender Struktur dargestellt: Einleitung: Spezifika von Maßnahmen im Berufsorinetierungs- und Aktivierungsbereich. Vorbemerkungen zur Struktur: 1. Kursbeginn: Erwartungen, Zielsetzungen, Kennenlernen. 2. Orientierung, Standortbestimmung, Reframingarbeit, Aktivierung, Motivation. 3. Konflikt, Frustration und Selbstverantwortung. 4. Berufsinformation, Informationsmanagement, Arbeitsmarktorientierung. 5. Potentialanalyse, Bildungs- und Berufswahl. 6. Jobfinding. 7. Kursende

Schlagworte: Bildungs- und Berufsberatung
Quelle: abif - analyse beratung und interdisziplinäre forschung
Professionalisierung in der Alphabetisierungs- und Grundbildungsarbeit in Deutschland: weiterbildender Masterstudiengang "Alphabetisierungs- und Grundbildungs-Pädagogik" (pdf)
Seit fast 30 Jahren werden in Deutschland Alphabetisierungs- und Grundbildungskurse für Jugendliche und Erwachsene angeboten. Die LeiterInnen dieser Kurse verfügen über eine recht unspezifische Erstausbildung. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert deshalb seit November 2007 für vier Jahre ein Projekt zu deren Professionalisierung: Fünf deutsche Hochschulen und der Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V. haben sich zu einem Projektverbund zusammengefunden. Sie wollen gemeinsam Module für einen viersemestrigen, berufsbegleitenden Masterstudiengang "Alphabetisierungs- und Grundbildungs-Pädagogik" entwickeln und evaluieren. Die Pädagogische Hochschule Weingarten plant die Akkreditierung des ersten bundesdeutschen Masterstudiengangs "Alphabetisierungs- und Grundbildungs-Pädagogik" für das Jahr 2009. Der vorliegende Beitrag beleuchtet die aktuelle Erwerbssituation der KursleiterInnen und formuliert die Vermutung, dass Professionalisierung im Sinne eines berechenbaren, einheitlichen Berufsbildes nur gelingt, wenn die TrägerInnen Stellen für WeiterbildungspädagogInnen schaffen.

Schlagworte: Qualität, AkteurInnen, Basisbildung/Zweiter Bildungsweg
Quelle: Frank Drecoll, Cordula Löffler, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 4, 2008
Professionalität im "globalen Dorf": interkulturelle Kompetenz in der Weiterbildung (pdf)
Die Realität der "einen" Welt stellt insbesondere an das Weiterbildungspersonal vielfältige (neue) Anforderungen, zumal die ethnische und kulturell-religiöse Heterogenität unserer Gesellschaften und damit auch die Kontakte zwischen Menschen unterschiedlicher Werte und Normen infolge der durch die Globalisierung ausgelösten Pluralisierungen unweigerlich zunehmen. Der konstruktive Umgang mit kultureller Vielfalt und unterschiedlichen Werthaltungen auf der zwischenmenschlichen Ebene gehört heute zu den Schlüsselqualifikationen einer jeden Weiterbildnerin/eines jeden Weiterbildners. Dieser Beitrag wird die Frage des Erwerbs interkultureller Kompetenz diskutieren und als Handlungsmöglichkeit in der Weiterbildung aufzeigen. Fazit ist, dass interkulturelle Kompetenz durch die Implementierung des transkulturellen Lernens in der Weiterbildung ein Qualifikationsziel ist.

Schlagworte: Qualität, AkteurInnen
Quelle: Halit Öztürk, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 4, 2008
Professionalität von AMS-TrainerInnen: Bereichsspezifische Anforderungen und Spannungsfelder ihrer Umsetzung (pdf)
Professionalität und Qualität werden zwar zunehmend im gesamten Bereich der Weiterbildung als Notwendigkeit bei der Bereitstellung von Angeboten erachtet, einheitliche Regelungen fehlen aber. Dies trifft insbesondere auf die Frage der Qualifizierungsstandards für das Weiterbildungspersonal zu, der im Rahmen der Qualitätsentwicklung üblicherweise eine zentrale Rolle zugeschrieben wird. Wo keine einheitlichen Vorgaben existieren, werden bereichsspezifische bzw. segmentierte Lösungen sichtbar, so auch im Bereich von Weiterbildungsmaßnahmen, die durch das Arbeitsmarktservice (AMS) gefördert werden. Die in der gängigen Vergabepraxis angewandten Kriterien passen vielfach nicht zu den Bedingungen, unter denen TrainerInnen arbeiten. Professionelles Handeln, das zur Qualität der Maßnahmen beitragen soll, wird dadurch nicht selten blockiert. Erfahrungen betroffener TrainerInnen und VertreterInnen von BildungsträgerInnen geben diesbezüglich Hinweise auf Verbesserungsmöglichkeiten: Aspekten der Zielgruppenorientierung, der Supervision und Weiterbildung sowie den vorhandenen TrainerInnenkompetenzen wird ein hoher Stellenwert beigemessen. Vorschläge zur detaillierteren Bestimmung professionellen Handelns, abgestimmt auf das Praxisfeld der arbeitsmarktpolitisch organisierten Weiterbildung, liegen vor.

Schlagworte: Qualität, AkteurInnen
Quelle: Thomas Kreiml, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 4, 2008
Professionell Handeln zwischen den Fronten. Interpretationen und Entwicklungen von "Professionalität" in AMS-beauftragten Kursmaßnahmen (pdf)
AMS-finanzierte Kursmaßnahmen bedeuten für ErwachsenenbildnerInnen ein Betätigungsfeld mit besonderen und diffizilen Herausforderungen. Was "Qualität" und "professionelles Handeln" in diesem Feld heißen können, hängt ganz davon ab, wer nach ihnen fragt und wann und mit welchem Interesse. Konkrete Professionalitätskonzepte und aktuelle Entwicklungen in diesem Arbeitsfeld sind Gegenstand des vorliegenden Diskussionsbeitrages aus der Praxis. Professionelles Handeln entsteht (jenseits von Berufsvertretungen oder standardisierten Qualifizierungen) zwischen Berufsethos, Dienstleistungslogik und einem Arbeitsprozesswissen, das erst in der Praxis generiert wird. Dabei können die Handlungslogiken des AMS, der TrägerInnen, TrainerInnen und TeilnehmerInnen einander unterstützen, irritieren oder behindern - nur gleichgültig lassen können sie einander nicht.

Schlagworte: Qualität, AkteurInnen
Quelle: Birgit Aschemann, Helfried Faschingbauer, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 4, 2008
Publikationen des abif - analyse beratung und interdisziplinäre Forschung
Die Publikationsliste beinhaltet Literatur zu den Themenbereichen Evaluation, Bildung, Arbeit und Soziales.

Schlagworte: Publikationslisten, Bildungs- und Berufsberatung,
Quelle: abif
Publikationssuche in der Knowledgebase Erwachsenenbildung
Datenbanken geben Auskunft über Fachliteratur (Bücher, Beiträge in Sammelbänden, Zeitschriften und Fachjournalen, akademische Forschungs- und Abschlussarbeiten). Auf diese Weise kann selbstständige und unselbstständige Literatur zu Themen wie Geschichte der Erwachsenenbildung, Wissenschaftspopularisierung, Methodik, Andragogik, Bildungs- und Wissenschaftsforschung direkt abgefragt werden.

Schlagworte: Forschung, Publikationslisten
Quelle: Knowledgebase Erwachsenenbildung
Qualifikation als Qualität von ErwachsenenbildnerInnen (pdf)
Wissen die Lehrenden äber die von ihnen repräsentierte Institution und deren Ziele sowie über die Erwachsenenbildung als Bildungssektor ausreichend Bescheid, um darüber qualifiziert informieren zu können? Sind sie beispielsweise über die Theorie und Empirie von Lehr- und Lernprozessen und über Zusammenhänge von sozialer Stellung und Lernverhalten informiert? Mangels einschlägiger Forschung wissen wir es nicht. Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich im besonderen Maße mit der Qualifikationsfrage der BildungsmanagerInnen. An ihnen lässt sich die These verfolgen, dass Qualitätssicherung in der Erwachsenenbildung die erwachsenenpädagogische Qualifizierung verdeckt, da sie diese nicht zu ihrem integralen Bestandteil macht.

Schlagworte: Qualität, AkteurInnen
Quelle: Wilhelm Filla, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 4, 2008
Qualifikationen, Professionalität und Qualitätssicherung des Personals in der Erwachsenenbildung - was kann die Universität beitragen? Ein E-Mail Interview (pdf)
In einem schriftlich geführten Interview thematisiert Elke Gruber die Möglichkeiten und Grenzen der Professionalisierung von ErwachsenenbildnerInnen in Österreich. Sie spricht von einer "stillen Akademisierung" und stellt einen Bedarf an sozialer Anerkennung und Entlohnung fest. Dieser Bedarf sei ein wichtiges Element, um die Ausgewogenheit zwischen Qualität und Professionalität sicherzustellen. Die Universitäten sieht Gruber als einen Ort der theoriebasierten Lehre und Forschung. Die Fragen stellte Arthur Schneeberger. Ergänzt wird der Beitrag durch einen Serviceteil von Bianca Friesenbichler, der die universitären Studienmöglichkeiten in Österreich zusammenfassend vorstellt.

Schlagworte: AkteurInnen, Qualität
Quelle: Elke Gruber, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 4, 2008
Qualifiziert für die Erwachsenenbildung? Professionalität in der Diskussion
Für in der Erwachsenenbildung tätige Personen gibt es in Österreich wie auch in anderen Ländern kein einheitliches Berufsbild und keine standardisierte Aus- und Weiterbildung. Ziel der Nr. 4 des "Magazin erwachsenenbildung.at" ist es, sowohl Situationsanalysen und Standpunkte zur Professionalität des Fachpersonals der Erwachsenenbildung aufzunehmen als auch bereits erprobte neue Ansätze der Qualifizierung der ErwachsenenbildnerInnen noch breiter sichtbar zu machen.

Schlagworte: Qualität, Angebotsstruktur
Quelle: Ausgabe 4/2008 des Magazin erwachsenenbildung.at. Das Fachmedium für Forschung, Praxis und Diskurs
Qualität in der Erwachsenenbildung - ein Thema mit vielen Facetten
Die Frage nach Qualität in der Erwachsenenbildung ist vielschichtig und wird von vielfältigen Perspektiven geleitet. Dabei werden auf verschiedenen Handlungsebenen Aktivitäten zur Sicherung und Entwicklung von Qualität gesetzt. Der folgende Beitrag gibt einen Überblick über die diesbezüglich unterschiedlichen Interessen der AkteurInnen im Weiterbildungsbereich und versucht verschiedene Gesichtspunkte der Qualitätsentwicklung aufzuzeigen. Die Autorin diagnostiziert Entwicklungspotenzial vor allem hinsichtlich der Professionalisierung des Berufsfeldes und der differenzierten Erforschung von Bildungsorientierungen und TeilnehmerInnenbildern. Ferner zeigt sie Möglichkeiten und Grenzen der Evaluierung von Bildungsangeboten als ein Mittel des Qualitätsmanagements auf.

Schlagworte: Qualität, AkteurInnen
Quelle: Andrea Poschalko, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 12, 2011
Qualität ist kein Zufall. Einblick in die Qualitätsentwicklung der Wiener Volkshochschulen
Der Beitrag beschreibt die Maßnahmen und (Qualitätssicherungs-) Verfahren, die die Wiener Volkshochschulen GmbH einsetzt, um gelungenes Lernen, gelungene Beratung und eine gelungene Dienstleistung zu ermöglichen. Für den derzeit laufenden Qualitätsentwicklungsprozess sind drei Instrumente maßgeblich: das Weißbuch Programmplanung, das auf die Weiterentwicklung des Programmangebotes der Wiener Volkshochschulen zielt, die Unterrichtsreflexion, die bei der Optimierung des Lehr-Lern-Prozesses und bei der Unterstützung der Unterrichtenden ansetzt, sowie interne Entwicklungs- und Evaluationsworkshops, die die Organisation und das Team in den Mittelpunkt stellen. Den Angelpunkt ihrer Bildungsarbeit sehen die Wiener Volkshochschulen in der Angebotsentwicklung, in der Förderung "Gelungenen Lernens" und in der Stärkung ihrer Organisation.

Schlagworte: Qualität, Anbieterstruktur
Quelle: Christine Pig, Renate Schiller, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 12, 2011
Qualitätsentwicklung in der Basisbildung und die Professionalität der TrainerInnen (pdf)
Die Basisbildungs- und Alphabetisierungsarbeit mit Erwachsenen ist in Österreich ein relativ junges Arbeitsfeld. Ihr zentrales Ziel ist es, Erwachsenen mit Basisbildungsdefiziten den Zugang und die Inklusion in Lernangebote zu ermöglichen, in denen sie - erwachsenengerecht - die Grundkompetenzen in Lesen, Schreiben, Rechnen und IKT erwerben und die Fähigkeit zu einem autonomen und selbstorganisierten Lernen entwickeln können. - Denn diese sind Voraussetzung für die Inanspruchnahme des Rechts auf Bildung und für die Teilhabe an Prozessen des lebensbegleitenden Lernens. Damit ein solcher Zugang zu Bildung gelingt, bedarf es bestimmter Rahmenbedingungen: auf der Ebene der Institutionen, der Angebote und der TrainerInnen. Die Qualitätsstandards beschreiben diese Erfordernisse. Insbesondere den TrainerInnen kommt eine zentrale Rolle zu. Es gilt das Bestreben, österreichweit und flächendeckend qualitätsgesicherte Angebote zu implementieren, die im Sinne der Lernenden deren Zielerreichung unterstützen. Der folgende Beitrag skizziert die Voraussetzungen für qualitätsgesicherte Basisbildungsangebote unter besonderer Berücksichtigung der Anforderungen an die Professionalität der TrainerInnen.

Schlagworte: Basisbildung/Zweiter Bildungsweg, Bildungsbeteiligung
Quelle: Antje Doberer-Bey, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 1, 2007
Qualitätsentwicklung in der Erwachsenenbildung (pdf)
Die vorliegende Ausgabe ist ein Bericht zur Tagung Qualitätsentwicklung in der Erwachsenenbildung, die von 11. bis 12. Jänner 2000 stattfand. Inhalt der Tagung war die Kurzvorstellung der gegenwärtigen Maßnahmen zur Qualitätssicherung, Qualitätsentwicklung und Evaluation in Institutionen der Erwachsenenbildung in Österreich.

Schlagworte: Qualität
Quelle: Materialien zur Erwachsenenbildung, Nr. 1/2000, bm:bwk (Hrsg.)
Qualitätsentwicklung und -sicherung in der Erwachsenenbildung in Österreich - Wohin geht der Weg? (pdf)
Die vorliegende Ausgabe der Reihe Materialen zur Erwachsenenbildung ist eine Darstellung der Ergebnisse des Projektes INSI-QUEB - Instrumente zur Sicherung der Qualität und Transparenz in der Erwachsenenbildung in Österreich (2003-2004).

Schlagworte: Qualität
Quelle: Elke Gruber und Peter Schlögl: Materialien zur Erwachsenenbildung, Nr. 1/2007, bm:ukk (Hrsg.)
Qualitätssicherung und -entwicklung in der österreichischen Erwachsenenbildung (pdf)
Die Studie basiert auf einer Erhebung zum Stand der Qualitätssicherung und -entwicklung bei österreichischen Anbietern von Erwachsenenbildung, die im Rahmen des ESF Ziel3 Projekts INSI-QUEB (Instrumente zur Sicherung der Qualität und Transparenz in der Erwachsenenbildung in Österreich) im Juni 2004 vom Österreichischen Institut für Bildungsforschung (öibf) in Zusammenarbeit mit Frau Univ. Prof. Dr. Elke Gruber (Universität Klagenfurt) durchgeführt wurde. (S. 4)

Schlagworte: Qualität, Anbieterstruktur, Forschung
Quelle: Österreichisches Institut für Bildungsforschung (Hrsg.), Wien 2004
QUINORA - Internationales Qualitätssicherungsprogramm für Berufsorientierungs- und Aktivierungsmaßnahmen von Arbeitsuchenden auf Systemebene
Das über das Leonardo-da-Vinci-Programm geförderte EU-Projekt QUINORA ist die Antwort auf die Internationalisierung in der Berufsorientierung und Karriereberatung. QUINORA hat das Ziel, Benchmarks auf europäischer Ebene zu entwickeln und "best practices" zu verbreiten. Herzstück von QUINORA ist die Entwicklung eines Qualitätssicherungsprogrammes für Trainingsmaßnahmen in der Berufsorientierung und Aktivierung. In Form eines vergleichenden Syntheseberichtes werden zunächst existierende Qualitätsstandards und Programme in EU-Ländern identifiziert. Darauf aufbauend werden internationale Qualitätsstandards für Trainings in der Berufsorientierung und Aktivierung entwickelt, die insbesondere auf die Managementebene der arbeitsmarktpolitischen Akteure fokussieren. Auf Basis gemeinsamer internationaler Qualitätsstandards wird ein E-Learning-Tool entwickelt, das den Akteuren auf dem Arbeitsmarkt sowie bildungspolitischen Akteuren die Möglichkeit bietet, diese Standards sowohl auf System- als auch auf Metaebene Schritt für Schritt zu implementieren. Eine E-Library soll zusätzliche Informationen und Quellen zu verschiedenen Aspekten des Themas "Qualität in der Berufsorientierung" bereit stellen. Zielgruppen sind Manager/innen von Trainingsmaßnahmen bei Schulungsträgern, verschiedene Akteure auf dem Arbeitsmarkt wie bildungspolitische Akteure (z.B. Arbeitsmarktservices in den EU-Ländern), die mit Berufsorientierungsmaßnahmen befasst sind, sowie die Trainer/innen dieser Maßnahmen.

Schlagworte: Bildungs- und Berufsberatung, Internationale Forschung, Internationaler Vergleich, Qualität
Quelle: abif - analyse beratung und interdisziplinäre forschung
Rezension – Qualität steuern und managen
Sind bildungspolitische Maßnahmen wie Innovations- und Investitionsprogramme oder die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses effektive Antworten auf die Konkurrenz in Wirtschaft und Wissenschaft? Wie sichert man an den Lernenden orientierte Qualität in Angeboten der Weiterbildung? Vorliegend werden zwei Publikationen, die sich mit dem Qualitätsmanagement in strategischer und didaktischer Hinsicht beschäftigen, besprochen. Es sind dies das "Handbuch Qualität in der Weiterbildung" (2008) von Rainer Zech und "Mehr Qualität im Bildungssystem. Widersprüche in bildungspolitischen Konzepten zur Qualitätssteuerung" (2010) von Susanne Schumacher. Bildungspolitisches und pädagogisches Handeln stehen dabei auf dem Prüfstand.

Schlagworte: Qualität, Forschung
Quelle: Werner Lenz, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 12, 2011
Rezension: Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung. Ursel Sickendiek, Frank Nestmann, Frank Engelund Vera Bamler (Hrsg.) (pdf)
"Nachdem es um die berufliche Beratung in Deutschland lange Zeit still war, entwickelt sich die Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung (kurz B3B) gegenwärtig rapide. [...] Dieses Buch schließt eine Lücke in der deutschsprachigen Literatur zu B3B, indem es den Stand der internationalen Wissenschaft ebenso aufgreift wie konkrete methodische Ansätze und Beratungsstrategien. Es vermittelt zum einen wichtige Einblicke in diverse Felder der B3B-Praxis wie Online-Beratung, Beratung in der Hochschule oder Beratung von Arbeitslosen. Zum anderen schafft es einen Überblick über die aktuellen theoretisch-konzeptionellen Diskussionen." (Verlagsinformation)

Schlagworte: Forschung
Quelle: Claudia Sodl, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 9, 2010
Rezension: Beschreibungen zweier Lernmodelle des Netzwerks learn forever (pdf)
Das Expertinnennetzwerk "learn forever" arbeitet mit bildungsbenachteiligten, lernungewohnten Frauen und entwickelt Lernangebote, die auf diese Zielgruppe zugeschnitten sind und in Form von Publikationen der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Zwei dieser Publikationen - es handelt sich dabei um Beschreibungen zweier speziell für diese Zielgruppe entwickelter Lernmodelle - werden hier rezensiert.

Schlagworte: Zielgruppen, Bildungsbenachteiligte
Quelle: Christine Sauermann, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 10, 2010
Rezension: Bildung und aktives Altern. Bewegung im Ruhestand. Franz Kolland, Pegah Ahmadi (pdf)
"Der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung nimmt zu. Ein Drittel der Deutschen bzw. Österreicher/innen wird im Jahr 2060 über 65 Jahre alt sein - für Anbieter von Weiterbildungen eine besondere Herausforderung. Die empirische Studie 'Bildung und aktives Altern' untersucht das Bildungsverhalten Älterer und beleuchtet den Zusammenhang zwischen Bildung und sozialer Inklusion. Sie arbeitet heraus, welche Faktoren die Bildungsbeteiligung älterer Menschen begünstigen und wie sich Bildung im Alter auf Faktoren wie Gesundheit und soziales und politisches Engagement auswirkt. Best-Practice-Projekte geben Erwachsenenbildnern Anregungen für die Planung und Durchführung von Bildungsveranstaltungen." (Verlagsinformation)

Schlagworte: Zielgruppen
Quelle: Robert Eglhofer, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 10, 2010
Rezension: Bildungsberatung. Hessische Blätter für Volksbildung, Heft 1/2009 (pdf)
"Heute ist Bildungsberatung immer noch nicht ausreichend institutionalisiert. Hohe Abbrecherquoten in Schule, Ausbildung und Hochschule zeigen, dass es an systematischer und professioneller Beratung im Hinblick auf eine zu den individuellen Fähigkeiten des Einzelnen passende schulische und berufliche Laufbahn oder Hochschulausbildung immer noch fehlt. [...] Was aber ist unter Bildungsberatung genau zu verstehen? Und was ist der aktuelle Stand in Wissenschaft und Praxis? Das vorliegende Heft will darauf eine Antwort geben und gleichzeitig aufzeigen, dass eine flächendeckende, systematische Bildungsberatung integraler Bestandteil jeder bildungspolitischen Strategie sein muss." (Aus dem Editorial)

Schlagworte: Forschung
Quelle: Johanna Steiner, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 9, 2010
Rezension: Empirische Forschung und Theoriebildung in der Erwachsenenbildung. Gisela Wiesner, Christine Zeuner und Hermann J. Forneck (Hrsg.) (pdf)
Der Sammelband "Empirische Forschung und Theoriebildung in der Erwachsenenbildung" ist in Summe sehr aufschlussreich (in Hinblick auf die Situation der Erwachsenenbildungswissenschaft, die Vielfalt ihrer Ansätze, ihre grundsätzlichen Positionen und Anschlussmöglichkeiten für wissenschaftliche Arbeiten) und daher für Studierende, Wissenschaftstreibende und ErwachsenenbildnerInnen zu empfehlen. Gezeigt wird unter anderem, dass die primäre Ausrichtung der wissenschaftlichen Aktivitäten am Diskurs mit universitären KollegInnen, am Beratungs- und Entwicklungsbedarf der Erwachsenenbildungseinrichtungen oder an der kontinuierlichen Kooperation mit Bildungspolitik in die Konzeption dessen, was als einschlägige Wissenschaft vorgestellt wird, hineinwirkt.

Schlagworte: Forschung
Quelle: Arthur Schneeberger, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 7/8 , 2009
Rezension: Erwachsenenbildungswissenschaft. Selbstverständnis und Selbstkritik. Hans Jürgen Finckh (pdf)
Finckh hat für die vorliegende Darstellung des theoretischen Selbstverständnisses der deutschen Erwachsenenbildungswissenschaft die Jahre 1945 bis 1989 und die Jahrtausendwende gewählt. Er unterscheidet im genannten Zeitraum drei theoretische Konzepte: Erwachsenenbildungswissenschaft als hermeneutisch-gesellschaftsbewusste Bildungstheorie und Didaktik; Erwachsenenbildungswissenschaft als empirisch-gesellschaftsbezogene Didaktik; Erwachsenen-, insbesondere Arbeiterbildungswissenschaft als poietisch-gesellschaftskritische Bildungstheorie und Didaktik. Jedes Konzept wird analog dargestellt, indem auf die generelle Sichtweise, besondere Merkmale und das jeweilige Theorie-Praxis-Verhältnis zur Erwachsenenbildung eingegangen wird. Finckh legt Wert auf Genauigkeit, Differenzen und Details. Manchmal wegen der vielen Zitate etwas sperrig zu lesen, belohnt das Buch mit Einsichten und einem Heranführen an die wichtigsten Positionen in der Diskussion um die Entwicklung einer wissenschaftlich begründeten Erwachsenenbildung.

Schlagworte: Forschung
Quelle: Werner Lenz, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 7/8, 2009
Rezension: Qualifying adult learning professionals in Europe. Nuissl, Ekkehard/Lattke, Susanne (Hrsg.) (pdf)
Das Buch "Qualifying adult learning professionals in Europe", herausgegeben von Ekkehard Nuissl von Rein und Susanne Lattke, eignet sich für all jene recht gut, die sich sowohl konzeptionell als auch praktisch mit der Professionalisierung von ErwachsenenbildnerInnen befassen. Die Beiträge bieten ein gutes Fundament für weitere Arbeiten. In Verbindung mit der im Sammelband und im Aktionsplan Erwachsenenbildung für 2008 angekündigten Veröffentlichung der ALPINE-Studie werden dann zwei Arbeiten vorliegen, die eine gute Grundlage für weitere Forschungs- und Entwicklungsvorhaben abgeben.

Schlagworte: AkteurInnen, Qualität
Quelle: Gerhard Bisovsky, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 4, 2008
Rezension: Rahmenbedingungen zur Anerkennung informell erworbener Kompetenzen. Brigitte Geldermann, Sabine Seidel und Eckart Severing (pdf)
"Im Kontext des lebenslangen Lernens gewinnt die berufliche und akademische Weiterbildung zunehmend an Bedeutung. Dies schließt auch den Kompetenzerwerb ein, der sich außerhalb institutionalisierter Bildungsveranstaltungen vollzieht. Die Zertifizierung der Ergebnisse informellen Lernens - im Sinne des Erwerbs von Berechtigungen im Bildungs- und Beschäftigungssystem - kann dazu entscheidend beitragen. Sie ist jedoch in Deutschland kaum vorgesehen. Die Studie zeigt Möglichkeiten und Hindernisse einer Anerkennung informell erworbener Kompetenzen mit Blick auf ausgewählte europäische Nachbarländer auf und setzt sich kritisch mit den Strukturen des deutschen Bildungssystems und den Interessenlagen der Akteure auseinander." (Verlagsinformation)

Schlagworte: Forschung, Kompetenzfeststellung/Kompetenzanerkennung
Quelle: Arthur Schneeberger, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 9, 2010
Rezension: Weiterbildung und soziale Milieus in Deutschland. Bd. 1-3. Heiner Barz, Dajana Baum, Aiga von Hippel, Rudolf Tippelt, Jutta Reich (Hrsg.) (pdf)
Mit "Weiterbildung und soziale Milieus in Deutschland" liegt eine umfassende Publikation vor, die die Verbindung zwischen Weiterbildung und sozialen Milieus herstellt. Sie befasst sich mit AdressatInnen- und Milieuforschung zu Weiterbildungsverhalten und -interessen sowie mit Milieumarketing und seiner Implementierung.

Schlagworte: Zielgruppen
Quelle: Julia Spiegl, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 10, 2010
Schlüsselzahlen zum Bildungswesen in Europa 2009
Der Bericht enthält statistische Daten und deskriptive Informationen zum Bildungswesen in Europa und bietet einen Überblick über die Funktionsweise der europäischen Bildungssysteme. Daten zur Erwachsenenbildung in den europäischen Ländern sind in die Erhebungen eingeflossen, werden aber nicht explizit dargestellt.

Schlagworte: Internationale Forschung, Internationaler Vergleich, Bildungsbeteiligung
Quelle: Eurydice
Selbstbeschreibungen und Fremdbeschreibungen. Erste Ergebnisse einer erwachsenenpädagogischen Organisationsforschung (pdf)
Im systemisch-konstruktivistischen Wissenschaftsparadigma gilt die Umstellung von "Realitäts­bewusstsein" auf die "Wiederbeschreibung von Beschreibungen" – auf das Wahrnehmen dessen, was andere sagen oder nicht sagen - als die avancierte Art, Welt wahrzunehmen. Dieser Gedanke wird in einem Projekt des ArtSet® Institutes aus Hannover für die erwachsenenpädagogische Organisationsforschung fruchtbar gemacht. Auf der Basis von Selbstbeschreibungen unterschiedlicher Weiterbildungsorganisationen werden aus der Beobachterperspektive 2. Ordnung hermeneutische Dekonstruktionen und Rekonstruktionen vorgenommen, die in eine wissenschaftliche Fremdbeschreibung verschiedener Typen von Weiterbildungsorganisationen und in eine allgemeine Theorie der Weiterbildungsorganisation münden sollen. Das zentrale Ziel des Forschungsprojektes besteht in der Entwicklung einer empirisch fundierten Theorie der Weiterbildungsorganisation. Diese betrifft zwei Ebenen: Erstens geht es um eine Typenbildung unterschiedlicher Arten von Weiterbildungsorganisationen, zweitens soll eine allgemeine Organisationstheorie für die Weiterbildung entwickelt werden, die die unterschiedlichen Typen umfasst. Das forschungsmethodische Vorgehen dieses Projektes wird in diesem Beitrag erläutert und beispielhaft an ersten Ergebnissen illustriert.

Schlagworte: Forschung, Anbieterstruktur
Quelle: Rainer Zech, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 7/8, 2009
Selbstgesteuerte und gruppenorientierte Weiterqualifikation von ErwachsenenbildnerInnen (pdf)
Das "Ausbildungsinstitut für Erwachsenenbildung" (ABI) führt Grundlehrgänge und Aufbaulehrgänge zur Ausbildung von SeminarleiterInnen in der Erwachsenenbildung durch. Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit dem Aufbaulehrgang. Er beschreibt das didaktische Prinzip des selbstgesteuerten Lernens, das für den Lehrgang handlungsleitend ist. Darüber hinaus informiert er über den Ablauf des Lehrgangs sowie über die Erfahrungen der TeilnehmerInnen und der LernbegleiterInnen.

Schlagworte: AkteurInnen
Quelle: Peter Eichler, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 4, 2008
Selbstorganisationen von Migrantinnen. Potentiale einer emanzipatorischen Erwachsenenbildung in der Einwanderungsgesellschaf (pdf)
Während die Erwachsenenbildung in Deutschland die Genderthematik inzwischen nahezu durchgängig in ihren Bildungsangeboten reflektiert, steht eine solche Sensibilität für die Differenzierung der Angebote nach der ethnischen Zugehörigkeit ihrer Teilnehmenden noch weitgehend aus. MigrantInnen werden in der Erwachsenenbildung nur als Zielgruppe, d.h. als "Objekte" und nicht als ExpertInnen wahrgenommen. Die Selbstorganisationen der Migrantinnen bieten im Gegensatz dazu ein vielfältiges Bildungsprogramm an, das stark an die Bedürfnisse von Migrantinnen angepasst ist und in dem Migrantinnen selbst Bildungsexpertinnen sind. Die Erwachsenenbildung könnte durch eine gezielte Kontaktaufnahme und Kooperation mit den Selbstorganisationen der MigrantInnen die eigenen Verstrickungen in den gesellschaftlichen Integrationsdiskurs analysieren und wichtige Impulse für eine politisch emanzipatorische Bildungsarbeit gewinnen.

Schlagworte: Zielgruppen
Quelle: Iva Kocaman, Patricia Latorre Pallares, Olga Zitzelsberger, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 10, 2010
Skills Based Management in Austria (pdf)
Die gängigen Formen betrieblicher Weiterbildung scheinen in vielerlei Hinsicht an ihre Grenzen gelangt zu sein. Ihnen haftet ein eher reaktives denn proaktives Verständnis von Entwicklung an. Das heißt, sie reagieren üblicherweise auf Veränderungen und Herausforderungen seitens des Marktes und hinken daher tendenziell den Anforderungen hinterher. Mit der zunehmenden Kontingenz der Entwicklung (hinsichtlich zukünftiger Technologien, Absatzmärkte, etc.) scheint ein solches reaktives Fine-Tuning des Qualifikationsbedarfes aber nicht mehr kompatibel. Eine breitere Qualifikationsbasis jedes Mitarbeiters/jeder Mitarbeiterin ist nunmehr notwendig, um adäquat auf die zukünftigen Entwicklungen reagieren zu können. Das internationale Forschungsprojekt - bei dem die Industriellenvereinigung Projektpartner war - zeigt, dass auch in österreichischen Firmen dieser Perspektivenwandel eingesetzt hat. Zehn Fallstudien (Unternehmensmonografien) auf Basis von extensiven Interviews mitPersonalverantwortlichen. Verdichtung dieser Fallstudien zu einem nationalen Synthesisreport, der auch die relevante internationale theoretische Literatur zum Thema verarbeitet. Die zehn Unternehmen wurden aus dem Pool der KNEWLEDGE-Preisträger ausgewählt. Diese Vorgehensweise gewährleistete, dass Unternehmen analysiert wurden, die sich durch ein hohes Engagement hinsichtlich der Weiterbildung bzw. Kompetenzentwicklung ihrer Mitarbeiter/innen/innen auszeichnen. Alle zehn Firmen sind der Kategorie Mittel bzw. Großbetriebe (mehr als 200 Beschäftigte) zuzuordnen. Die Einschränkung auf eine derart geringe Anzahl an untersuchten Einheiten wurde bewusst getroffen. Es ging uns vorrangig darum, Argumentationslinien, möglichen Kausalitäten und Interdependenzen nachzuspüren, mithin ein detailliertes und facettenreiches Bild von den konkreten arbeitsorganisatorischen und personalwirtschaftlichen Veränderungen in den Unternehmen zu gewinnen. Neben der "Logik" dieser Entwicklung waren für uns auch die konkreten Erscheinungsformen, die diese Veränderungsprozesse nehmen (speziell im Bereich Aus- und Weiterbildung), von Interesse. Neben der Beschreibung der betrieblichen Veränderungsprozesse (sowie der sie auslösenden "Faktoren") werden die Konsequenzen für die Weiterbildung und mögliche Entwicklungslinien in der Zukunft dargestellt. Detailliert wird dabei auf Effekte auf der individuellen, der Unternehmens- und der Makro-Ebene eingegangen. Als Fazit kann angeführt werden, dass es zunehmend darum geht, verstärkt Kompetenz im Sinne von Problemlösungskapazitäten - und nicht im Sinne von spezifischen Fertigkeiten und Kenntnissen - bei den Mitarbeitern/innen zu fördern.

Schlagworte: Forschung, Qualität, AkteurInnen
Quelle: Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft
Statistische Daten 2005 (pdf)
Das vom bm:bwk herausgegebene Statistische Taschenbuch 2005 beinhaltet umfangreiche Statistiken zum Bildungswesen im Allgemeinen und beschäftigt sich im Weiteren sehr ausführlich mit den Bereichen Schulwesen, Universitäten und Fachhochschulen, Forschung und Kultur. Vorrangig wird Bezug auf das formale Bildungswesen genommen. Auf Erwachsenenbildung im engeren Sinne wird nicht eingegangen.

Schlagworte: Bildungsstand, Finanzierung
Quelle: Bundesministerium für Bildungs, Wissenschaft und Kultur. Wien 2005
Stiefkind der Wissenschaft: vergleichende Erwachsenenbildungsforschung (pdf)
Erwachsenenbildung ist historisch auch das - zumeist übersehene - "Produkt" eines grenzüberschreitenden interkulturellen Institutionen-Transfers. Die Wissenschaft von der internationalen Erwachsenenbildung hinkt aber insbesondere unter komparativen Gesichts­punkten der Praxis nach. Der Beitrag beschreibt zehn Probleme internationaler Vergleichsforschung (kleine scientific community, Theoriedefizite, terminologische Probleme usf.) und nennt sieben Gründe für Forschungen zur internationalen Erwachsenen­bildung unter komparativen Gesichtspunkten. Die verstärkt international agierenden MitarbeiterInnen werden vier Typen zugeordnet: "hauptberuflichen InternationalistInnen", "Nebenbei-InternationalistInnen", "europäischen ErwachsenenbildnerInnen" und "Auslands-Lehrenden". Fazit ist: Es sprechen viele Gründe dafür, sich mit dieser Thematik in der empirischen und theoretischen Forschung weit mehr als bisher auseinanderzusetzen.

Schlagworte: Forschung, Internationale Forschung, AkteurInnen
Quelle: Wilhelm Filla, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 7/8, 2009
Strukturwandel - Bildung - Employability. Befunde und Thesen (pdf)
Steigende Arbeitslosigkeit trotz jahrzehntelanger Expansion des Aus- und Weiterbildungssystems motiviert dazu, grundsätzliche Fragen nach den Auswirkungen des Strukturwandels am Arbeitsmarkt und nach den Bedingungen von "Employability" auf empirischer Basis zu stellen. Für Österreich ist eine relativ späte Tertiärisierung der Beschäftigung zu konstatieren bzw. weiteres Wachstum des Dienstleistungssektors zu erwarten. International belaufen sich die Anteile der Beschäftigten im Dienstleistungssektor an den Erwerbspersonen in Ländern mit hohem Wohlstand und Informatisierungsgrad (USA, Niederlande, Kanada, Schweden u.a.) auf rund 75 Prozent. Österreich und Deutschland haben noch deutlich höhere Anteile der Erwerbspersonen im sekundären Wirtschaftssektor als die genannten Länder, eine weitergehende Tertiärisierung der Beschäftigung ist daher zu erwarten. Die Studie konzentriert sich auf Veränderungen seit 1991 und versucht, strukturelle Trends der Beschäftigung und des Aus- und Weiterbildungsbedarfs herauszuarbeiten. Anhand der Resultate der beiden letzten Volkszählungen werden zunächst wesentliche Veränderungen der Beschäftigung nach Sektoren, Wirtschaftsabschnitten und formaler Bildung aufgezeigt. Anschließend werden Veränderungen im Qualifikationsangebot, das durch vermehrte Bildungsbeteiligung und Immigration gekennzeichnet ist, thematisiert, um abschließend "Employability" (Arbeitsmarktfähigkeit) anhand zentraler Indikatoren (Erwerbstätigenquote und Arbeitslosenquote nach Bildung, Geschlecht, Alter und Herkunftsland) zu analysieren.

Schlagworte: Forschung, Bildungsstand, Internationaler Vergleich
Quelle: Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft
Supranationale Erhebungen zur Erwachsenenbildung als Modernisierungsstrategie. Implikationen und Chancen für Forschung und Politik (pdf)
Der Autor stellt im vorliegenden Beitrag bekannte supranationale Erhebungen zur Erwachsenenbildung und deren besonders für die österreichische Erwachsenenbildung relevanten Ergebnisse und Schlussfolgerungen vor (hierunter v.a. Ergebnisse und Schlussfolgerungen zur Teilnahme an Erwachsenenbildung). Er gibt damit einen Einblick in die sich immer stärker etablierenden und im Zunehmen begriffenen empirischen Großerhebungen: Adult Education Survey (AES), Continuing vocational training survey (CVTSD) und The Programme for the International Assessment for Adult Competencies (PIAAC). Methodologische Fragen zu diesen Erhebungen werden gestellt, kumulative Erkenntnisgewinne präsentiert und so Hintergründe des gesellschaftlichen Wandels zu beleuchten versucht. Schlussfolgerung des Autors ist: Mit der Vermehrung dieser Erhebungen wächst der Bedarf an kritischer Aufarbeitung methodischer Grundlagen und thematischer Ergebnisse. Demgegenüber wächst aber auch die Chance, empirisch fundierte Konstanten der Erwachsenenbildungsbeteiligung herauszuarbeiten und deren Hintergründe greifbarer zu machen.

Schlagworte: Forschung, Internationaler Vergleich, Internationale Forschung
Quelle: Arthur Schneeberger, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 7/8, 2009
Theorie und Forschung. Facettenreich, traditionsbewusst und innovativ
Kurt Lewins Ausspruch: Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie trifft insbesondere auf die Erwachsenenbildung/Weiterbildung zu. Sowohl die wissenschaftliche Disziplin als auch das Berufsfeld brauchen für ihre professionelle Verortung Theorien, die durch empirische Forschung abgesichert sind. Die vorliegende Ausgabe des "Magazin erwachsenenbildung.at" versammelt Ansätze zur Theorie und Forschung der Erwachsenenbildung in Österreich.

Schlagworte: Forschung
Quelle: Ausgabe 7u8/2009 des Magazin erwachsenenbildung.at. Das Fachmedium für Forschung, Praxis und Diskurs
Theorie und Praxis evangelischer Erwachsenenbildung
Einrichtungen und Organisation evangelischer Erwachsenenbildung müssen in einer sich ständig ändernden Gesellschaft bestehen können. Theorie und Praxis stehen vor besonderen Herausforderungen wie der Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden, Qualifikationen, Kompetenzen, pluralistischer Organisation am Bildungsmarkt und dem Verhältnis von Erziehungswissenschaft (Erwachsenenbildung) - Theologie (Religionspädagogik) - Betriebswirtschaft (Bildungsmarkt/Organisation). Erwachsenenbildungstheorie - Veranstaltungsanalyse - Rechtsgrundlagen - Interviews - Konsequenzen. Evangelische Erwachsenenbildung betrifft die Gesellschaftsbereiche Bildungswesen, Bildungsmarkt, Kirche und Öffentlichkeit. Entsprechend sind die Anforderungen an eine solche Erwachsenenbildung groß. Personalmangel verbunden mit Ehrenamtlichkeit in der Leitungs- und Mitarbeiter/innen/ebene, und beschränkte Budgetmittel stellen eine besondere Herausforderung dar. Faktoren eines Organisationswandels sind die drei Säulen Personal - Verwaltung - Programm, getragen von Planung - Betriebswirtschaft - Erziehungswissenschaft (EB) - Theologie - Raumkonzeption. Eine Europäisierung und Internationalisierung mit der angestrebten Harmonisierung der Bildungssysteme stellt eine zusätzliche Herausforderung dar.

Schlagworte: Forschung, Anbieterstruktur, Qualität
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Bildungswerke in Österreich
Theorieansätze in der Erwachsenenbildung (pdf)
Begriffe wie "Volksbildung", "Erwachsenenbildung", "Weiterbildung", "lebenslanges Lernen" markieren unterschiedliche Epochen des quartären Bildungssektors und verweisen auf veränderte sozioökonomische und soziokulturelle Kontexte des Lernens Erwachsener. Außerdem beinhalten diese Begriffe verschiedene theoretische Begründungen und Zielvorstellungen. In diesem Beitrag wird die Vielfalt der theoretischen Ansätze und Strömungen der nachschulischen Bildung in Österreich und Deutschland in einem historischen Abriss dargestellt und geordnet. Dabei lassen sich verschiedene sozialwissenschaftliche, psychologische und bildungstheoretische Zugänge ausmachen. Es zeigt sich, dass es keine dominierende Theorie gibt, sondern dass vielmehr mehrere Perspektiven nebeneinander existieren, die teils miteinander konkurrieren, teils sich komplementär ergänzen - der Verfasser nimmt eine systemisch-konstruktivistische Sichtweise ein. Abschließend wird versucht, die Stärken und "Leerstellen" der erwachsenenpädagogischen Theoriediskussion einzuschätzen.

Schlagworte: Forschung, Geschichte
Quelle: Horst Siebert, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 7/8, 2009
TrainerInnen im Spannungsfeld demografischer und wirtschaftlicher Veränderungen und unternehmerischer Anforderungen (pdf)
Betriebliche Weiterbildung von MitarbeiterInnen ist mittlerweile ein Garant für Erfolg und somit ein Muss für Betriebe geworden. Gefragt sind punktgenaue, effiziente und kompakte Weiterbildungen. Durch diese Nachfrage und den verstärkten Einsatz von Neuen Medien, ergeben sich neue Kompetenzanforderungen an die WIFI-TrainerInnen. Dies betrifft vor allem fachliche, didaktische und soziale Kompetenzen. Differenzierung im Unterricht aufgrund heterogener TeilnehmerInnengruppen wird zur zentralen Herausforderung für WIFI-TrainerInnen. Um hier einen verbindlichen Qualitätsstandard zu schaffen, wurde das "WIFI Österreich TrainerInnen Diplom" eingerichtet. Die erforderlichen Fähigkeiten für das Diplom können WIFI-TrainerInnen im WIFI Train-the-Trainer Programm erwerben.

Schlagworte: AkteurInnen, Qualität
Quelle: Alice Fleischer, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 4, 2008
Trans-European Qualifications Framework Development - TransEQFrame
In dem Projekt Trans-European Qualifications Framework Development (TransEQFrame) kooperieren Partner aus sieben europäischen Ländern, die gerade an der Entwicklung eines Nationalen Qualifikationsrahmens (NQR) arbeiten. Durch verschiedene transnationale Aktivitäten soll eine starke europäische Dimension der NQRs gesichert werden. Damit wird ein Beitrag zur Relevanz und Effizienz des Europäischen Qualifikationsrahmens geleistet. Das TransEQFrame-Projekt wird koordiniert durch das BIBB (Bundesinstitut für Berufsbildung) in Deutschland. Es werden Länderberichte und Synthesis Reports zu folgenden Themen erstellt: 1. Politische Ebene: Ziele und Ansätze zur Anpassung des EQR auf die nationale Ebene; 2. Forschungsebene: theoretische Konzepte und methodische Ansätze (z. B. Knowledge, Skills and Competence) zur Anpassung des EQR an die nationalen Bildungsstrukturen; 3. Stakeholderebene: Auswirkungen des EQR auf Qualifikationssysteme und die (mögliche) Entwicklung von NQR; 4. Testphase: Test des EQR als Übersetzungshilfe anhand von ausgewählten Qualifikationen (EQR Niveaus 3-6) - z.B. Industriekauf/mann/frau, Elektrotechniker/in.

Schlagworte: Internationale Forschung
Quelle: 3s research laboratory
Trendbote.de
Trendbote.de ist ein Informationsdienst für AkteurInnen der Aus- und Weiterbildung. Er informiert regelmäßig über Neuigkeiten, Trends und Veranstaltungen der Weiterbildungstbranche in Deutschland, aber auch darüber hinaus.

Schlagworte: Anbieterstruktur, Angebotsstruktur, AkteurInnen
Quelle: trendbote.de
Vermittlung von Selbstlernkompetenzen. Theoretische Aspekte und ein praktisches Modell (pdf)
Seit einiger Zeit wird im erwachsenenpädagogischen Diskurs die Notwendigkeit des Erwerbs von Selbstlernkompetenzen diskutiert. In engem Zusammenhang damit steht der Begriff des selbstgesteuerten Lernens. Beide Begriffe beziehen sich weniger auf eine bestimmte Zielgruppe, sondern werden zielgruppenübergreifend als Kompetenzen dargestellt, die für die moderne Arbeits- und Lebenswelt und im Zuge lebenslanger Lernprozesse notwendig sind. Es stellt sich die Frage, was genau unter Selbstlernkompetenz zu verstehen ist und welche dementsprechenden Angebote die erwachsenenbildnerischen Institutionen machen können. Des Weiteren ist zu fragen, ob und inwiefern durch eine nunmehr "selbstgesteuerte LernerInnenschaft" sich für eben diese Institutionen eine Rollenveränderung, möglicherweise auch ein Stellenwertverlust abzeichnet. Im Anschluss an diese theoretische Reflexion wird im vorliegenden Beitrag aus der Praxis der Erwachsenenbildung ein Modell zur LernerInnenberatung vorgestellt, in dem die Reflexion und Vermittlung von Lernkompetenzen im Mittelpunkt steht. Als Zielgruppe können hier all jene definiert werden, die ihre Selbstlernkompetenz verbessern wollen oder ihre Vorgehensweise beim Lernen als problematisch empfinden. Die dritte Frage wäre, ob LernerInnenberatung als ein Angebot von Weiterbildungsinstitutionen zur Entwicklung von Selbstlernkompetenz auch aus marketingstrategischen Gründen attraktiv sein könnte.

Schlagworte: Forschung
Quelle: Verena Buddenberg, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 10, 2010
Vom Zertifikat zur Zertifizierung. Überinstitutionelle Qualifizierungskonzepte für ErwachsenenbildnerInnen (pdf)
Die Frage nach der Qualifizierung von Personen, die in der Erwachsenenbildung bzw. Weiterbildung tätig sind, ist nicht neu. Für das pädagogische Personal in Schule oder Universität gibt es vorgeschriebene Ausbildungswege, die gleichzeitig Zugangsberechtigungen darstellen. In der Erwachsenenbildung hingegen zählen Wissen, Können, Kompetenzen, Erfahrung und Praxis aus den unterschiedlichsten Ausbildungs- und Lebenszusammenhängen. Ein unglaublicher Reichtum - mit Nachteilen: "Pädagogisches Personal" ist selten pädagogisch qualifiziert. Bis vor kurzem gab es keine standardisierte und überinstitutionell geltende Aus- bzw. Weiterbildung für ErwachsenenbildnerInnen in Österreich. Aber es gab immer wieder Anstrengungen innerhalb der Weiterbildungsbranche, diesem Manko mit gemeinsam entwickelten und getragenen Qualifizierungsmodellen zu begegnen. In den letzten Jahren bekamen Überlegungen zur Qualifizierung des Personals in der Erwachsenenbildung einen neuen Aufschwung. Die "pädagogische Lücke" in den neu eingeführten Qualitätssicherungssystemen ist deutlich geworden. EU-Dokumente und der europäische Diskurs zu Lernen, Qualifizierung und Anerkennung von Kompetenzen, zu Transparenz und Vergleichbarkeit von Bildungsabschlüssen bringen neue Anstöße. Finanziell gestützte Projekte setzen Innovationsschübe in Gang. Dies sind nur drei der Gründe, die zur Entwicklung des Modells einer Zertifizierung von ErwachsenenbildnerInnen: der "Weiterbildungsakademie Österreich" geführt haben. Der Beitrag wird ergänzt durch einen Serviceteil über die Weiterbildungsakademie, verfasst von Anita Eichinger und Karin Reisinger.

Schlagworte: Qualität, AkteurInnen
Quelle: Anneliese Heilinger, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 4, 2008
VQTS II - Vocational Qualification Transfer System II
Die Transparenz von Qualifikationen spielt eine große Rolle bei der Entwicklung eines Europäischen Bildungs- und Arbeitsraumes. Die stärkere Orientierung an Lernergebnissen ist daher ein zentrales Ziel im Rahmen der europäischen Entwicklungen und insbesondere im Kontext von ECVET (Europäisches Leistungspunktesystem für die Berufsbildung) und EQR (Europäischer Qualifikationsrahmen). Das Projekt VQTS II, das im Rahmen des LLL-Programmes gefördert und von 3s koordiniert wird, baut auf den Ergebnissen des Leonardo da Vinci Projekts VQTS (2003-2006) auf, das einen Ansatz zur Beschreibung von Lernergebnissen vorgelegt hat. Dieses Projekt, das auch von 3s koordiniert wurde, wurde für seinen Beitrag zum Kopenhagenprozess mit dem Helsinki Award 2006 und dem Lifelong Learning Award 2007 in Gold ausgezeichnet. Das zentrale Ergebnis des Projekts ist das VQTS Modell. Es ist ein Vorschlag für eine strukturierte Beschreibung von arbeitsbezogenen Kompetenzen und deren Erwerb. Die Kernelemente sind die Kompetenzmatrix und die Kompetenzprofile. Eine Kompetenzmatrix stellt die Kompetenzen bezogen auf Kernarbeitsaufgaben in einem speziellen Berufsfeld und den Fortschritt der Kompetenzentwicklung in strukturierter Form in einer Tabelle dar. Kompetenzprofile werden aus den einzelnen Teilen dieser Kompetenzmatrix erstellt. Im Projekt VQTS II wird an der methodischen Weiterentwicklung der Erstellung einer Kompetenzmatrix gearbeitet. Darüber hinaus wird erforscht, inwiefern das VQTS Modell zur Identifikation der Überschneidungsbereiche von Qualifikationen aus der Berufsbildung und der Hochschulbildung verwendet werden kann. Ziel ist es, die Ergebnisse für eine bessere Abstimmung von Ausbildungen aus den beiden Bereichen zu nutzen, um die Durchlässigkeit im Bildungsbereich zu erhöhen.

Schlagworte: Internationale Forschung, Kompetenzfeststellung/Kompetenzanerkennung
Quelle: 3s research laboratory
Was bringt Kompetenzanerkennung - und wem? Ein Standpunkt (pdf)
Ist Kompetenzanerkennung ein Werkzeug der "Arbeitslosenindustrie", die Arbeitslosen, TrainerInnen, ForscherInnen und AMS-Angestellten ein mehr oder weniger gutes Auskommen bereitet und die Menschen in Kursen und auf ihren Arbeitsplätzen "kanalisiert", damit sie nicht auf die Barrikaden steigen? Oder kann Kompetenzanerkennung nicht nur zur Qualifizierung von Menschen beitragen, sondern auch zu Empowerment, Kritik und Innovationsfähigkeit? Im ersten Teil des vorliegenden Beitrages werden Erwartungen an Systeme oder Maßnahmen der Anerkennung von non-formalem und informellem Lernen skizziert, wobei wirtschaftliche, gesellschaftliche und auf das Individuum bezogene Aspekte zur Sprache kommen. Diese Erwartungen werden im zweiten Teil hinterfragt und in einen weiteren Kontext gestellt. Den Abschluss bildet die Aufforderung, diesen Kontext im Auge zu behalten und einen Beitrag zum Empowerment zu leisten.

Schlagworte: Forschung, Kompetenzfeststellung/Kompetenzanerkennung
Quelle: Monika Prokopp, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 9, 2010
Webredaktionskompetenz für die Erwachsenenbildung. Ein E-Mail-Dialog (pdf)
Von Oktober 2007 bis Mai 2008 leiteten der Erwachsenenbildner Christian Ocenasek und der Journalist Patrick Dax den Lehrgang w.eb-redaktions.com/petenz. In vier, jeweils dreitägigen Workshops wurden dabei MitarbeiterInnen der österreichischen Erwachsenenbildungsinstitutionen für Tätigkeiten im Online-Journalismus ausgebildet, um beispielsweise als KorrespondentInnen für das Online-Medium www.erwachsenenbildung.at aktiv werden zu können. Im folgenden E-Mail-Dialog erläutern Ocenasek und Dax ihre - durchaus unterschiedlichen - Zugänge zum Lehrgang. Themen des E-Mail-Wechsels sind u.a. Unterschiede zwischen Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit, das Netz als Austauschmedium für ErwachsenenbildnerInnen und - in Hinblick auf das nächste Projekt, an dem Ocenasek und Dax mitwirken werden - das Potenzial der neuen kommunikativen Möglichkeiten des Internets für die österreichische Erwachsenenbildung.

Schlagworte: AkteurInnen, Medienpädagogik
Quelle: Patrick Dax, Christian Ocenasek, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 6, 2009
Weiterbildung älterer ArbeitnehmerInnen (pdf)
Der Informationsstand in Österreich über das Weiterbildungsverhalten älterer ArbeitnehmerInnen kann als dürftig bezeichnet werden. Als gesichertes Faktum ist bekannt, dass die Weiterbildungsbeteiligung etwa ab dem 45. Lebensjahr sukzessive absinkt. Die Gründe dafür sind bislang noch nicht hinreichend erforscht. Man kann aber davon ausgehen, dass sie das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels individueller und betrieblicher Motivationslagen sowie Kosten-/Nutzenüberlegungen sind. Trotz vielfältiger arbeitsmarkt- und bildungspolitischer Maßnahmen ist es bislang nicht gelungen, die Weiterbildungsbeteiligung älterer ArbeitnehmerInnen wesentlich zu steigern. Das Projekt basiert zum einen (Forschungsmodul 1) auf einer extensiven nationalen und internationalen Maßnahmenanalyse zur Identifikation erfolgreicher bzw. erfolgversprechender Ansätze, die eine Steigerung der Weiterbildungsbeteiligung älterer ArbeitnehmerInnen zum Ziel haben. Davon abgeleitet werden für Österreich Basisdeterminanten für die Ausgestaltung neuer Maßnahmen in diesem Bereich. Forschungsmodul 2 basiert auf der empirischen Auswertung von Erhebungen zum Weiterbildungsverhalten sowie zu den Weiterbildungshemmnissen anhand bestehender Datenbestände sowie eigener Primärerhebungen. Sekundärstatistische Auswertungen des Mikrozensus 2003 (Lebenslanges Lernen); Durchführung von zwei primärstatistischen Erhebungen (Unternehmensbefragung und Befragung nicht weiterbildungsaktiver Erwerbspersonen)Die Maßnahmenanalyse basiert auf einer nationalen und internationalen Literaturrecherche sowie einer internationalen ExpertInnenbefragung (10 ExpertInnen); Sonderauswertung des Miktozensus 2003 (Lebenslanges Lernen); Durchführung von drei Primäerhebungen: Unternehmensbefragung (Zufallsbefragung von Unternehmen mit Beschäftigten ab 45 Jahren; telefonische Befragung), telefonsiche Befragung von während der letzten fünf Jahre nicht weiterbildungsaktiven Personen (Zufallsbefragung) sowie WIFI-KursteilnehmerInnen-Befragung (telefonische Befragung).

Schlagworte: Forschung, Zielgruppen
Quelle: Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft, AMS Österreich
Weiterbildung in Österreich im europäischen Vergleich I. Ergebnisse und Analysen der 2. Europäischen Erhebung zur betrieblichen Weiterbildung (CVTS II) (pdf)
„Die umfassende Analyse und Interpretation dieser Daten ist dabei nicht nur für die betriebliche Weiterbildung, sondern auch für den Bereich der Weiterbildung insgesamt von Bedeutung.“ (aus dem Vorwort) „Für Österreich liegen bis dato für den Anteil privater Finanzierung der Weiterbildung, sowohl durch Betriebe als auch Privatpersonen, außer einigen Globalschätzungen keine aktuellen Detailanalysen vor. Zumindest für die betriebliche Weiterbildung wird mit der vorliegenden Studie diesem Manko Abhilfe verschafft. Auf Basis der 2. europäischen Erhebung zur betrieblichen Weiterbildung [...] werden erstmals auch für Österreich detaillierte und international vergleichbare Ergebnisse zur betrieblichen Weiterbildung darstellbar.“ (S. 2) Zielgruppe des Dokuments sind Unternehmen, Weiterbildungsanbieter, Bildungs- und Wirtschaftspolitik und die Forschung. (vgl. S. 2) Die Studie stellt u.a. „[...] Österreichs betriebliche Weiterbildung im europäischen Vergleich vor, wobei neben dem Weiterbildungsangebot, der Beteiligung und den organisatorischen Kontexten betrieblicher Weiterbildung vor allem der Analyse der Kostenstrukturen viel Platz eingeräumt wird. Die Darstellung der Position Österreichs erfolgt dabei hauptsächlich im Vergleich mit den EU-Staaten [...].“ Auch wird „[e]ine neue Hochrechnung der Gesamtausgaben betrieblicher Weiterbildung [...] österreichische[r] Betriebe“ vorgenommen. Die Abbildungen und Tabellen sind äußerst detailreich und daher sehr aussagekräftig.

Schlagworte: Angebotsstruktur, Bildungsbeteiligung, Finanzierung, Internationaler Vergleich, Qualität
Quelle: Markowitsch, Jörg, 3s Unternehmensberatung; Hefler, Günter, bm:bwk. Wien 2003
Weiterbildung in Unternehmen - Schwerpunkt KMU (pdf)
Diese Projekt wurde von der KMU Forschung Austria - Austrian Institute for SME Research durchgeführt. Im Rahmen der Studie werden verschiedene Aspekte der Weiterbildungsaktivitäten in KMU untersucht: u.a. Inhalte und Themen der Weiterbildung, Methoden und Formen, zu Grunde liegende Motive, Barrieren für die betriebliche Weiterbildung, Ergebnisse und Effekte dieser Aktivitäten sowie die Rolle öffentlicher Anreize. Darauf aufbauend werden Ansatzpunkte für wirtschaftspolitische Maßnahmen abgeleitet. Als Methoden kamen Literaturanalysen und standardisierte Unternehmensbefragung zur Anwendung.

Schlagworte: Forschung, Bildungsbeteiligung, Angebotsstruktur
Quelle: KMU Forschung Austria- Austrian Institute for SME Research
Wenn die Schwierigkeit zur Bequemlichkeit wird. Die Unbestimmtheit der Erwachsenenbildung als selbst verschuldete Professionalisierungsfalle? (pdf)
Ist der - quantitativ gesehen - relative Stillstand der "traditionellen" Erwachsenenbildung im Vergleich zum Hype der Diskussion um Erwachsenenbildung und Weiterbildung allein durch die Komplexität des Feldes, durch widerstrebende Interessen der AkteurInnen, durch die immer wieder angemahnte chronische Unterfinanzierung bedingt? Oder stellt sich nicht gerade die fehlende Professionalisierungsstrategie dieses Sektors als Hindernis heraus? Die Konstitution von Professionalität als souveränes und selbst verantwortetes Verständnis einer Profession ist kein ausschließlich disziplinär begründbarer Prozess, sondern folgt zum überwiegenden Teil politischen Logiken. Hier liegt die Herausforderung vorrangig in einer souveränen Ausgestaltung des eigenen Sektors, der für die österreichische Erwachsenenbildung noch zu leisten ist.

Schlagworte: Qualität, AkteurInnen, Anbieterstruktur
Quelle: Peter Schlögl, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 4, 2008
Wenn sich Türen öffnen . . . oder: Wie Frauen sich eines ihrer Grundrechte erobern. Einblicke in die Alphabetisierungs- und Basisbildungsarbeit des AlphaBetisierungsCentrums Salzburg (pdf)
Wie leben Frauen, die über keine ausreichende Basisbildung verfügen? Warum besuchen betroffene Frauen einen Kurs und wie verändert sich der Alltag der Frauen im Verlauf eines Kursbesuchs? Wie sieht eine mögliche Form konkreter Alphabetisierungs- und Basisbildungsarbeit aus? Alphabetisierung und Basisbildung sind in Österreich ein noch relativ junges, "unbeackertes" Feld der Erwachsenenbildung. Dieser Umstand und die Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit BasisbildungsexpertInnen und den KursteilnehmerInnen, den eigentlichen ExpertInnen in diesem Bereich, machen diese Arbeit so interessant und reizvoll. Der vorliegende Bericht gibt einen direkten Einblick in die Praxis der Alphabetisierungs- und Basisbildungsarbeit - eine Welt, die sonst im Verborgenen bleibt. Erzählungen der Kursteilnehmerinnen und Erfahrungen der TrainerInnen bilden den Kern dieses Berichts.

Schlagworte: Basisbildung/Zweiter Bildungsweg, Bildungsstand, Bildungsbenachteiligte
Quelle: Brigitte Bauer, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 1, 2007
Wie viel BILDUNG braucht der Markt? Wie viel MARKT verträgt die Bildung? (pdf)
Die vorliegende Ausgabe der Reihe Materialien zur Erwachsenbildung ist die Dokumentation der Beiträge zu einem Symposium "Wie viel Bildung braucht der Markt? - Wie viel Markt verträgt die Bildung?" am 19. September 2001.

Schlagworte: Qualität, Finanzierung
Quelle: Materialien zur Erwachsenenbildung, Nr. 1/2002, bm:bwk (Hrsg.)
Wird dumm geprüft, wird dumm gelernt. Plädoyer für den Einsatz anwendungsorientierter Prüfungsaufgaben im Hochschulbereich
Erich Hauer hält in seinem Artikel ein Plädoyer für den Einsatz anwendungsorientierter Aufgaben im Rahmen der schriftlichen Prüfungen in wirtschaftswissenschaftlichen Fächern an Hochschulen. Er erweitert damit nicht nur den Blick auf den Qualitätsdiskurs an Hochschulen als wichtigen Ort akademischer Weiterbildung, sondern bezieht das Prüfen als Qualitätsparameter für gelungene individuelle Lernprozesse mit ein.

Schlagworte: Qualität, Kompetenzfeststellung/Kompetenzanerkennung
Quelle: Erich Hauer, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 12, 2011
Wissenschaftliche Weiterbildung im Feld erwachsenenpädagogischer Professionalität. Zwischen individueller Kompetenzentwicklung und kooperativem Innovationstransfer (pdf)
Wissenschaftliche Weiterbildung als Aufgabe der Hochschulen hat in den letzten Jahren einen programmatischen Bedeutungszuwachs erfahren. Im Gegensatz zur universitären Erstausbildung, die noch stärker das Prinzip der Angebotsorientierung vertritt, ist die wissenschaftliche Weiterbildung weitaus stärker nachfrageorientiert. Dies verlangt und eröffnet Formen kooperativer Entwicklungsprozesse. Ausgehend von der Figur der "unvollendeten Professionalisierung" wird in diesem Beitrag auf verpasste Gelegenheiten kooperativer Angebotsentwicklung in der Vergangenheit hingewiesen, die nicht zuletzt auf das prekäre Austauschverhältnis zwischen Praxis, Verbänden und Hochschulen zurückzuführen sind. Ausgehend von Argumenten der Notwendigkeit eines Professionalisierungsschubs und einer stärkeren Akademisierung wird die "unvollendete Professionalisierung" als neue Opportunität für Kooperations- und Vernetzungsaktivitäten in der Aus- und Fortbildung gesehen. Dies wird am Beispiel der kooperativen Entwicklung von Studienangeboten in der wissenschaftlichen Weiterbildung thematisiert. Vorgestellt und beschrieben werden u. a. der MA Professional Teaching and Training und der MA Lifelong Learning.

Schlagworte: Qualität, Anbieterstruktur
Quelle: Wolfgang Jütte, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 4, 2008
Zahlenspiegel 2010 - Statistiken im Bereich Schule und Erwachsenenbildung (pdf)
Der Zahlenspiegel beinhaltet Statistiken aus allen Bereichen des österreichischen Bildungssystems. Ab Seite 33 (Tabelle 17) beinhaltet er Zahlen zur Teilnahme Erwachsener an Aus- und Weiterbildung und am lebenslangen Lernen.

Schlagworte: Bildungsbeteiligung, Bildungsstand
Quelle: BMUKK
Zielgruppen in der Praxis. Erwachsenenbildung im Gefüge sozialer Milieus (pdf)
Der Beitrag kritisiert Zielgruppenkonstruktionen, die sich auf äußere sozialstrukturelle und soziodemographische Merkmale stützen, und schlägt als grundlegendes Konzept den Ansatz des "sozialen Milieus" vor. Es wird argumentiert, dass Kategorisierungen von Gruppen wie Ältere/Jüngere, Gebildete/Ungebildete, ArbeiterInnen/Angestellte auf grundsätzlichen gesellschaftlichen Einteilungen und Unterscheidungen beruhen und auf das gesellschaftliche Funktions- und Herrschaftsgefüge verweisen. Entscheidend ist aber, inwiefern solche durch äußere Merkmale gebildeten Gruppen auch für die Handlung des/der Einzelnen relevant werden, wie also die äußere Ordnung in die Subjekte gelangt. Diese theoretische Lücke kann durch Pierre Bourdieus Habitustheorie geschlossen werden. Ein so begründetes Milieukonzept geht zum einen über formal-äußerlich gebildete Zielgruppen hinaus, indem es betont, dass jede objektiv beschriebene Lebenslage nach Milieus unterschiedlich interpretiert und verarbeitet wird. Zum anderen geraten Zielgruppen derart nicht nur als bunte Vielfalt in den Blick, sondern als ein von Ungleichheit, Macht und Herrschaft geprägtes Gefüge, zu dem sich die Pädagogik positionieren muss. Statt der heute verstärkt geforderten zielgruppenbezogenen Marketingstrategien sollte die ursprünglich kritisch-emanzipative Intention des Zielgruppenbegriffs nicht aus den Augen verloren werden - so das Plädoyer.

Schlagworte: Zielgruppen, Forschung
Quelle: Helmut Bremer, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 10, 2010
Zielgruppen und Lebensphasen. Programmatische Überlegungen für die Entwicklung und Umsetzung einer LLL-Strategie (pdf)
Dieser Beitrag greift bisher erreichte Strukturierungen in den Entwicklungen der österreichischen Strategie zu Lebenslangem Lernen (LLL-Strategie) auf, insbesondere die Leitlinien "Lernende im Mittelpunkt" und "Lebensphasenorientierung", und verbindet diese mit praktischen Überlegungen zu dem möglichen Stellenwert von Zielgruppen-Konzepten bei ihrer Konkretisierung. "Praktisch" sind die Überlegungen insofern, als auf die Möglichkeiten der Nutzung des Zielgruppen-Konzeptes für die politische Konkretisierung abgestellt wird, ohne den gesamten Apparat an theoretischem und faktischem Wissen zu explizieren, der darin enthalten ist. Es handelt sich also um einen Vorschlag für den politischen Diskurs, der von den verschiedensten an der Entwicklung einer wirksamen LLL-Strategie Interessierten aufgegriffen, mit den eigenen Erfahrungen und Interessen verbunden, weitergedacht und in entsprechender Form wieder in die Strategie eingebracht werden kann.

Schlagworte: Zielgruppen
Quelle: Lorenz Lassnigg, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 10, 2010
Zum Nutzen der Weiterbildung - Internationaler Literaturreview und individuelle Weiterbildungserträge von TeilnehmerInnen an WIFI-Kursen (pdf)
Internationale empirische Untersuchungen zum Nutzen von Weiterbildungsmaßnahmen belegen die durchwegs hohe Rentabilität derartiger Investitionen. Für Österreich gibt es bislang nur sehr wenige Untersuchungen zu diesem Thema. Die hier präsentierten Ergebnisse einer aktuellen ibw-Studie stellen einen Schritt dar, den Informationsstand in Österreich zu dieser Frage zu erhöhen. Der Fokus der Studie liegt auf der Analyse von Nutzeneffekten für Individuen/ArbeitnehmerInnen, die primär an beruflich motivierten Weiterbildungskursen teilgenommen haben. Darüber hinaus werden auch Finanzierungsaspekte und Fördereffekte analysiert. Für die Studie wurde eine repräsentative Stichprobe von WIFI-KursteilnehmerInnen (in Nieder- und Oberösterreich) des Wintersemesters 2006/07 befragt. Seit dem Kursabschluss ist im Normalfall also zumindest ein Jahr vergangen, weshalb man auch die Auswirkungen der Kursteilnahme auf die berufliche Situation erheben kann. Die Auswertungen basieren auf 1.118 beantworteten Fragebögen und sind empirisch breit abgesichert.

Schlagworte: Forschung, Qualität
Quelle: Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft
Zur Bedeutung der Basisbildung (pdf)
Basisbildung ist die Grundvoraussetzung dafür, dass ein Individuum gleichberechtigt am sozialen, politischen und kulturellen Leben teilnehmen und selbstbestimmt agieren kann. Basisbildung ist also eine Frage der Gesellschaftspolitik: Ebenso wie für die wirtschaftliche Entwicklung eines Staates ist sie ein wesentlicher Faktor für den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft. Darüber hinaus werden die Anforderungen an das Individuum immer höher, und es besteht die Gefahr, dass Menschen auf Grund nun unzureichender Bildung an den gesellschaftlichen Rand gedrängt werden. Bildung ist ein Menschenrecht. Qualitätvolle Bildung für alle zu erreichen, hat für die UNESCO oberste Priorität. Auf dem Weltbildungsforum in Dakar im Jahr 2000 beschlossen 164 Staaten, bis 2015 die Rate der AnalphabetInnen weltweit um die Hälfte zu reduzieren. Jeder Staat ist damit aufgefordert, dort anzusetzen, wo er steht. Basisbildungsdefizite sind besonders in den westlichen Industriestaaten noch immer ein Tabu. Die Basisbildung Erwachsener als politische Priorität und die Zusammenarbeit vieler PartnerInnen, eine nationale Studie, ein flächendeckendes Angebot und eine nationale öffentliche Kampagne sind aus Sicht der Österreichischen UNESCO-Kommission wichtige Schritte, um diesen Defiziten auf Dauer wirkungsvoll entgegenzutreten.

Schlagworte: Basisbildung/Zweiter Bildungsweg, Bildungsstand, Geschichte, Bildungsbenachteiligte
Quelle: Bettina Rossbacher, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 1, 2007
Zwölf Jahre Erwachsenenbildungsqualitätssiegel in Oberösterreich
Im Beitrag wird die Entwicklung, das Verfahren und die regelmäßige Evaluation des Erwachsenenbildungsqualitätssiegels (EBQ) in Oberösterreich vorgestellt.

Schlagworte: Qualität
Quelle: Iris Ratzenböck-Höllerl, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 12, 2011
Zweierlei Logik: das Feld der Massenmedien und die Erwachsenenbildung (pdf)
Massenmedial angebotene Inhalte können helfen, Bildungsbarrieren abzubauen. Dennoch sollten die eingeschränkten methodischen Möglichkeiten, aber auch die Gefahren des unverbindlichen Medienkonsums in den Blick genommen werden. So gesehen bleibt der Erwachsenenbildung eine wichtige Aufgabe. Sie bekommt mit den neuen Mitteln der Massenmedien ein spannendes Handwerkszeug, das zu nutzen sie wohl erst erlernen muss. Auf den ersten Blick scheinen Massenmedien und (Erwachsenen-)Bildung nahe Verwandte zu sein. Beide bemühen sich um die Vermittlung von Information. Einen zweiten Blick wagt folgender Beitrag.

Schlagworte: Medienpädagogik
Quelle: Ingolf Erler, Magazin erwachsenenbildung.at Nr. 6, 2009
Zwischenbilanz. Die Basisbildung in Östereich in Theorie und Praxis
Schon seit 2005 arbeiten 14 Partnerorganisationen aus ganz Österreich im Projekt "In.Bewegung" zusammen, um die Entwicklung der Basisbildung und Alphabetisierung voranzutreiben. Otto Rath und Mariella Hahn, ISOP GmbH haben im Frühsommer 2010 eine umfangreiche Publikation herausgegeben, die die Entwicklungen der letzten Jahre in ihrer Vielfalt zusammenfasst und ein Kompendium der Basisbildung von In.Bewegung darstellt.

Schlagworte: Bildungsstand, Bildungsbeteiligung, Basisbildung/Zweiter Bildungsweg
Quelle: Zukunft-Basisbildung - Basisbildung in Bewegung

«zurück                                                                                     weiter»