Indirekte Förderungen

"Indirekte Förderungen" beinhalten keine direkten Zahlungen, sondern steuerliche Begüngstigungen im Falle der Inanspruchnahme von beruflicher Weiterbildung, die Arbeitsfreistellung bei gleichzeitigem Bezug von Weiterbildungsgeld oder auch Prämienzuschüsse zum Bildungssparen. Indirekte Förderungen können von ArbeitnehmerInnen, teilweise aber auch Unternehmen geltend gemacht werden.
Steuerliche Begünstigungen für ArbeitnehmerInnen
Das Finanzministerium anerkennt verschiedene Aus- und Weiterbildungskosten als steuerlich absetzbar (im Rahmen der Werbungskosten). Hier finden Sie eine kurze Zusammenfassung der Arbeiterkammer.
Bildungsfreibetrag und Bildungsprämie für Unternehmen
Informationen zur steuerlichen Absetzbarkeit von Aufwendungen für die berufliche Aus- und Weiterbildung von Privatpersonen und UnternehmerInnen sowie für die betriebliche Weiterbildung.
Bildungssparen
Eine langjährig als "Bausparendarlehen" bekannte Sparform steht seit 2005 nicht nur für Wohnraumfinanzierung, sondern auch für Bildungs- und Pflegemaßnahmen zur Verfügung. Lernende kommen so in den Genuß staatlicher Prämien und begünstigter Darlehen für die eigene Weiterbildung sowie damit in Zusammenhang stehende Nebenkosten. Nähere Informationen erhalten Sie bei den jeweiligen Bausparkassen.
Bildungskarenz, Bildungsteilzeit und Fachkräftestipendium

Vorausetzungen für die Inanspruchnahme der Bildungskarenz ist ein ununterbrochenes nicht geringfügiges Arbeitsverhältnis über mindestens sechs Monate bei demselben/derselben ArbeitgeberIn. Der/die ArbeitgeberIn muss einer Bildungskarenz bzw. Bildungsteilzeit zustimmen. Eine Bildungskarenz kann gegen Entfall des Arbeitsentgeltes für die Dauer von mindestens zwei Monaten bis maximal einem Jahr vereinbart werden, eine Bildungsteilzeit für die Dauer von vier Monaten bis zu zwei Jahren. Sowohl die Bildungskarenz als auch die Bildungsteilzeit kann innerhalb einer Rahmenfrist von 4 Jahren auch in Teilen beansprucht werden. Während der Bildungskarenz besteht Anspruch auf Weiterbildungsgeld in der Höhe eines fiktiven Arbeitslosengeldes. Des Weiteren muss zur Inanspruchnahme des Weiterbildungsgeldes eine Weiterbildungsmaßnahme von mindestens 20 Wochenstunden vorliegen (Ausnahmeregelung für Eltern mit Betreuungspflichten). Am Ende der Bildungskarenz haben ArbeitnehmerInnen das Recht in gleicher Form beschäftigt zu werden wie vor der Bildungskarenz. Ein neuerlicher Anspruch auf Bildungskarenz besteht erst nach 4 Jahren. Für Saisonarbeitskräfte gelten Sonderregelungen.

 

Seit 1. Juli 2013 sind zusätzliche Bestimmungen für die Bildungskarenz gültig: Durch die Bildungsteilzeit können ArbeitnehmerInnen auch neben einer Teilzeitbeschäftigung ein berufsbegleitendes Weiterbildungsangebot wahrnehmen und erhalten dabei einen teilweisen Lohnersatz. Gering und mittel Qualifizierte können das "Fachkräftestipendium" beantragen, um sich zu Fachkräften in Mangelberufen ausbilden zu lassen.

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