progress

PROGRESS (Programme for Employment and Social Solidarity) wird flankierend zum ESF eingesetzt. Über dieses Programm werden Maßnahmen finanziert wie Netzwerkbildung auf europäischer Ebene oder aber auch Projekte des wechselseitigen Lernens bzw. Erfahrungsaustausch.

Programm und Ziele

Die Ziele, die die EU-Kommission mit dem Programm verfolgt, sind:

  • Verbesserung der Kenntnisse und des Verständnisses von Arbeitslosigkeit in den Mitgliedstaaten durch Analyse, Bewertung und genaue Überwachung der Maßnahmen
  • Förderung der Entwicklung statistischer Instrumente und Methoden sowie gemeinsamer Indikatoren
  • Unterstützung und Überwachung der Umsetzung von Rechtsvorschriften und strategischen Zielen
  • Förderung von Netzarbeit und des wechselseitigen Lernens sowie Ermittlung und Verbreitung bewährter Verfahren auf EU-Ebene
  • Sensibilisierung der Stakeholder und der Öffentlichkeit für die EU-Strategien, die im Rahmen der fünf Tätigkeitsbereiche verfolgt werden
  • Verbesserung der Fähigkeit der wichtigsten EU-Netze zur Förderung und Unterstützung von EU-Strategien

Unterprogramme

Das Programm ist in folgende Unterprogramme gegliedert:

  • Beschäftigung: Umsetzung der Europäischen Beschäftigungsstrategie                                                                          Beispiele: Analysen und Studien zur Verbesserung des Verständnisses der Beschäftigungssituation; Entwicklung von Statistiken und Indikatoren; Austausch von Strategien und Verfahren sowie Förderung des wechselseitigen Lernens im Kontext der Europäischen Beschäftigungsstrategie; Sensibilisierung, Verbreitung von Informationen, u.a. bei regionalen und lokalen AkteurInnen und den Sozialpartnern

  • Soziale Integration und Sozialschutz: Solidarität, Sicherung der Sozialsysteme und Bekämpfung der sozialen Armut
    Beispiele: Analysen und Studien zur Verbesserung des Verständnisses der Aspekte der Armut und der Strategien im Bereich Sozialschutz; Austausch über Strategien und Verfahren sowie Förderung des wechselseitigen Lernens im Kontext der Strategie zur Förderung des Sozialschutzes und der sozialen Integration; Sensibilisierung, Verbreitung von Informationen, u.a. bei NGO sowie regionalen und lokalen AkteurInnen; Entwicklung von EU-weiten Netzen mit ExpertInnen

  • Arbeitsbedingungen: Verbesserung von Gesundheit und Schutz am Arbeitsplatz
    Beispiele: Analysen und Studien zur Verbesserung des Verständnisses der Situation in Zusammenhang mit den Arbeitsbedingungen; Unterstützung der Anwendung der EU-Rechtsvorschriften im Bereich des Arbeitsrechts; Initiierung von Präventivmaßnahmen und Förderung einer Präventionskultur im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz

  • Gleichstellung der Geschlechter
    Beispiele: Analysen und Studien zur Verbesserung des Verständnisses der Situation in Zusammenhang mit der Gleichstellungsproblematik und dem Gender-Mainstreaming; Unterstützung der Anwendung der Rechtsvorschriften der EU im Bereich der Geschlechtergleichstellung; Sensibilisierung, Verbreitung von Informationen und Förderung der Debatte über die wichtigsten Herausforderungen und politischen Aufgaben in Zusammenhang mit der Gleichstellung der Geschlechter und dem Gender-Mainstreaming; Entwicklung von EU-weiten Netzen mit ExpertInnen

  • Nichtdiskriminierung
    Beispiele: Analysen und Studien zur Verbesserung des Verständnisses der Situation in Zusammenhang mit Diskriminierungen; Unterstützung der Anwendung der Antidiskriminierungsrechtsvorschriften der EU; Sensibilisierung, Verbreitung von Informationen und Förderung der Debatte über die wichtigsten Herausforderungen in Zusammenhang mit Diskriminierungen sowie Einbeziehung des Diskriminierungsverbots in alle EU-Strategien; Entwicklung von EU-weiten Netzen mit ExpertInnen

Zielgruppen

Teilnahmeberechtigt sind alle öffentlichen und/oder privaten Stellen, Einrichtungen und AkteurInnen, insbesondere

  • die EU-Mitgliedstaaten
  • die öffentlichen Arbeitsverwaltungen und -vermittlungen
  • die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften
  • im Gemeinschaftsrecht vorgesehene Fachstellen
  • die Sozialpartner
  • NRO, insbesondere solche, die auf europäischer Ebene organisiert sind,
  • Hochschuleinrichtungen und Forschungsinstitute
  • Bewertungssachverständige
  • die nationalen statistischen Ämter
  • die Medien

Geförderte Aktivitäten

Folgende Aktivitäten werden im Programm PROGRESS gefördert:

  • Analytische Aktivitäten
    Durch Ausarbeitung von Studien, Statistiken, Indikatoren und Erhebungen sowie von Modellen zur Folgenabschätzung, soll das Verständnis für Themen der sozialpolitischen Agenda und die Abschätzung und Bewertung der Europäischen Beschäftigungsstrategie-Politik verbessert werden. Dazu zählen beispielsweise eine Erhebung über offene Stellen, eine Erhebung, um das Profil derjenigen, die einer nicht angemeldeten Erwerbstätigkeit nachgehen, besser zu verstehen, sowie eine Erhebung zur Beschäftigungslage von MigrantInnen und ihrer Kinder.

  • Aktivitäten, um voneinander zu lernen
    Hier geht es um den Austausch von Informationen, Sensibilisierung sowie die Ermittlung und Förderung bewährter Verfahren. Monitoring und Evaluierung sollen  helfen, den aktuellen Stand der Dinge in den Mitgliedstaaten festzustellen und somit die Umsetzung des Gemeinschaftsrechts zu verbessern.

  • Aktivitäten zur Unterstützung der HauptakteurInnen
    Hier sollen der Austausch von Good Practice gefördert, die gemeinsame Nutzung von Informationen und präventive Sensibilisierungsmaßnahmen unterstützt sowie Diskussionsprozesse angeregt werden, etwa durch die Einrichtung von Arbeitsgruppen, EU-weite Vernetzung oder die Finanzierung von ExpertInnennetzwerken.

Einsatzbeispiel

Obwohl das Programm PROGRESS eher Maßnahmen des ESF ergänzen soll, gibt es doch einige Bereiche, die für die Erwachsenenbildung interessant sein könnten, beispielsweise bei transnationalen Projekten des wechselseitigen Lernens (voneinander lernen, ehemals mutual learning). Es geht dabei in Regel um Projekte mit PartnerInnen aus mindestens vier Ländern, die versuchen im Hinblick auf ganz bestimmte Fragestellungen von einander zu lernen und Erfahrungen auszutauschen.

So  gab es beispielweise 2007 zwei Ausschreibungen im Bereich des Gender Mainstreaming mit dem Thema "Unterstützung der Verbreitung und Weitergabe vorbildlicher Methoden in Bezug auf die Gleichstellungsproblematik, wie z.B. Aufschlüsselung der finanziellen Mittel nach Geschlechtern (Gender Budgeting), Kinderversorgung, etc.".

Nicht weniger interessant sind die EU-weiten Netze. EU-weit operierende Netzwerke von NGO erhalten Finanzhilfen, die sich im Bereich sozialer Ausgrenzung und Diskriminierung aufgrund der ethnischen Herkunft, des Alters oder einer Behinderung bekämpfen und sich für die Gleichheit der Geschlechter einsetzen.
Im Bereich der Erwachsenbildung gewinnt diese Maßnahme insofern an Bedeutung, als die ESF-Ziel2 kofinanzierten Projekte (speziell die, die sich mit dem Thema Gender Mainstreaming oder Migration auseinandersetzen) in ihren Budgets kaum Möglichkeiten der europäischen Reisen und Vernetzung haben. Hier wäre in der Tat PROGRESS die Ergänzung zum ESF.

Nachdem das Programm sehr neu ist, sind derzeit leider keine Projektbeispiele vorhanden. Sobald aber Modellprojekte verfügbar sind, werden sie hier veröffentlicht.

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Interkulturelle Erwachsenenbildung
Migration: Neue Herausforderungen für die Erwachsenenbildung.
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PROGRESS (Programme for Employment and Social Solidarity) wird flankierend zum ESF eingesetzt. Über dieses Programm werden Maßnahmen finanziert wie Netzwerkbildung auf europäischer Ebene oder aber auch Projekte des wechselseitigen Lernens bzw. Erfahrungsaustausch.

Programm und Ziele

Die Ziele, die die EU-Kommission mit dem Programm verfolgt, sind:

  • Verbesserung der Kenntnisse und des Verständnisses von Arbeitslosigkeit in den Mitgliedstaaten durch Analyse, Bewertung und genaue Überwachung der Maßnahmen
  • Förderung der Entwicklung statistischer Instrumente und Methoden sowie gemeinsamer Indikatoren
  • Unterstützung und Überwachung der Umsetzung von Rechtsvorschriften und strategischen Zielen
  • Förderung von Netzarbeit und des wechselseitigen Lernens sowie Ermittlung und Verbreitung bewährter Verfahren auf EU-Ebene
  • Sensibilisierung der Stakeholder und der Öffentlichkeit für die EU-Strategien, die im Rahmen der fünf Tätigkeitsbereiche verfolgt werden
  • Verbesserung der Fähigkeit der wichtigsten EU-Netze zur Förderung und Unterstützung von EU-Strategien

Unterprogramme

Das Programm ist in folgende Unterprogramme gegliedert:

  • Beschäftigung: Umsetzung der Europäischen Beschäftigungsstrategie                                                                          Beispiele: Analysen und Studien zur Verbesserung des Verständnisses der Beschäftigungssituation; Entwicklung von Statistiken und Indikatoren; Austausch von Strategien und Verfahren sowie Förderung des wechselseitigen Lernens im Kontext der Europäischen Beschäftigungsstrategie; Sensibilisierung, Verbreitung von Informationen, u.a. bei regionalen und lokalen AkteurInnen und den Sozialpartnern

  • Soziale Integration und Sozialschutz: Solidarität, Sicherung der Sozialsysteme und Bekämpfung der sozialen Armut
    Beispiele: Analysen und Studien zur Verbesserung des Verständnisses der Aspekte der Armut und der Strategien im Bereich Sozialschutz; Austausch über Strategien und Verfahren sowie Förderung des wechselseitigen Lernens im Kontext der Strategie zur Förderung des Sozialschutzes und der sozialen Integration; Sensibilisierung, Verbreitung von Informationen, u.a. bei NGO sowie regionalen und lokalen AkteurInnen; Entwicklung von EU-weiten Netzen mit ExpertInnen

  • Arbeitsbedingungen: Verbesserung von Gesundheit und Schutz am Arbeitsplatz
    Beispiele: Analysen und Studien zur Verbesserung des Verständnisses der Situation in Zusammenhang mit den Arbeitsbedingungen; Unterstützung der Anwendung der EU-Rechtsvorschriften im Bereich des Arbeitsrechts; Initiierung von Präventivmaßnahmen und Förderung einer Präventionskultur im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz

  • Gleichstellung der Geschlechter
    Beispiele: Analysen und Studien zur Verbesserung des Verständnisses der Situation in Zusammenhang mit der Gleichstellungsproblematik und dem Gender-Mainstreaming; Unterstützung der Anwendung der Rechtsvorschriften der EU im Bereich der Geschlechtergleichstellung; Sensibilisierung, Verbreitung von Informationen und Förderung der Debatte über die wichtigsten Herausforderungen und politischen Aufgaben in Zusammenhang mit der Gleichstellung der Geschlechter und dem Gender-Mainstreaming; Entwicklung von EU-weiten Netzen mit ExpertInnen

  • Nichtdiskriminierung
    Beispiele: Analysen und Studien zur Verbesserung des Verständnisses der Situation in Zusammenhang mit Diskriminierungen; Unterstützung der Anwendung der Antidiskriminierungsrechtsvorschriften der EU; Sensibilisierung, Verbreitung von Informationen und Förderung der Debatte über die wichtigsten Herausforderungen in Zusammenhang mit Diskriminierungen sowie Einbeziehung des Diskriminierungsverbots in alle EU-Strategien; Entwicklung von EU-weiten Netzen mit ExpertInnen

Zielgruppen

Teilnahmeberechtigt sind alle öffentlichen und/oder privaten Stellen, Einrichtungen und AkteurInnen, insbesondere

  • die EU-Mitgliedstaaten
  • die öffentlichen Arbeitsverwaltungen und -vermittlungen
  • die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften
  • im Gemeinschaftsrecht vorgesehene Fachstellen
  • die Sozialpartner
  • NRO, insbesondere solche, die auf europäischer Ebene organisiert sind,
  • Hochschuleinrichtungen und Forschungsinstitute
  • Bewertungssachverständige
  • die nationalen statistischen Ämter
  • die Medien

Geförderte Aktivitäten

Folgende Aktivitäten werden im Programm PROGRESS gefördert:

  • Analytische Aktivitäten
    Durch Ausarbeitung von Studien, Statistiken, Indikatoren und Erhebungen sowie von Modellen zur Folgenabschätzung, soll das Verständnis für Themen der sozialpolitischen Agenda und die Abschätzung und Bewertung der Europäischen Beschäftigungsstrategie-Politik verbessert werden. Dazu zählen beispielsweise eine Erhebung über offene Stellen, eine Erhebung, um das Profil derjenigen, die einer nicht angemeldeten Erwerbstätigkeit nachgehen, besser zu verstehen, sowie eine Erhebung zur Beschäftigungslage von MigrantInnen und ihrer Kinder.

  • Aktivitäten, um voneinander zu lernen
    Hier geht es um den Austausch von Informationen, Sensibilisierung sowie die Ermittlung und Förderung bewährter Verfahren. Monitoring und Evaluierung sollen  helfen, den aktuellen Stand der Dinge in den Mitgliedstaaten festzustellen und somit die Umsetzung des Gemeinschaftsrechts zu verbessern.

  • Aktivitäten zur Unterstützung der HauptakteurInnen
    Hier sollen der Austausch von Good Practice gefördert, die gemeinsame Nutzung von Informationen und präventive Sensibilisierungsmaßnahmen unterstützt sowie Diskussionsprozesse angeregt werden, etwa durch die Einrichtung von Arbeitsgruppen, EU-weite Vernetzung oder die Finanzierung von ExpertInnennetzwerken.

Einsatzbeispiel

Obwohl das Programm PROGRESS eher Maßnahmen des ESF ergänzen soll, gibt es doch einige Bereiche, die für die Erwachsenenbildung interessant sein könnten, beispielsweise bei transnationalen Projekten des wechselseitigen Lernens (voneinander lernen, ehemals mutual learning). Es geht dabei in Regel um Projekte mit PartnerInnen aus mindestens vier Ländern, die versuchen im Hinblick auf ganz bestimmte Fragestellungen von einander zu lernen und Erfahrungen auszutauschen.

So  gab es beispielweise 2007 zwei Ausschreibungen im Bereich des Gender Mainstreaming mit dem Thema "Unterstützung der Verbreitung und Weitergabe vorbildlicher Methoden in Bezug auf die Gleichstellungsproblematik, wie z.B. Aufschlüsselung der finanziellen Mittel nach Geschlechtern (Gender Budgeting), Kinderversorgung, etc.".

Nicht weniger interessant sind die EU-weiten Netze. EU-weit operierende Netzwerke von NGO erhalten Finanzhilfen, die sich im Bereich sozialer Ausgrenzung und Diskriminierung aufgrund der ethnischen Herkunft, des Alters oder einer Behinderung bekämpfen und sich für die Gleichheit der Geschlechter einsetzen.
Im Bereich der Erwachsenbildung gewinnt diese Maßnahme insofern an Bedeutung, als die ESF-Ziel2 kofinanzierten Projekte (speziell die, die sich mit dem Thema Gender Mainstreaming oder Migration auseinandersetzen) in ihren Budgets kaum Möglichkeiten der europäischen Reisen und Vernetzung haben. Hier wäre in der Tat PROGRESS die Ergänzung zum ESF.

Nachdem das Programm sehr neu ist, sind derzeit leider keine Projektbeispiele vorhanden. Sobald aber Modellprojekte verfügbar sind, werden sie hier veröffentlicht.

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