
Zielgruppen in der Erwachsenenbildung. Objekte der Begierde?
Nr.10, Juni 2010, 1993-6818
Werner Lenz
Erwachsenenbildungswissenschaft. Selbstverständnis und Selbstkritik. Hans Jürgen Finckh
Finckh hat für die vorliegende Darstellung des theoretischen Selbstverständnisses der deutschen Erwachsenenbildungswissenschaft die Jahre 1945 bis 1989 und die Jahrtausendwende gewählt. Er unterscheidet im genannten Zeitraum drei theoretische Konzepte: Erwachsenenbildungswissenschaft als hermeneutisch-gesellschaftsbewusste Bildungstheorie und Didaktik; Erwachsenenbildungswissenschaft als empirisch-gesellschaftsbezogene Didaktik; Erwachsenen-, insbesondere Arbeiterbildungswissenschaft als poietisch-gesellschaftskritische Bildungstheorie und Didaktik. Jedes Konzept wird analog dargestellt, indem auf die generelle Sichtweise, besondere Merkmale und das jeweilige Theorie-Praxis-Verhältnis zur Erwachsenenbildung eingegangen wird. Finckh legt Wert auf Genauigkeit, Differenzen und Details. Manchmal wegen der vielen Zitate etwas sperrig zu lesen, belohnt das Buch mit Einsichten und einem Heranführen an die wichtigsten Positionen in der Diskussion um die Entwicklung einer wissenschaftlich begründeten Erwachsenenbildung.



