
Zielgruppen in der Erwachsenenbildung. Objekte der Begierde?
Nr.10, Juni 2010, 1993-6818
Rainer Zech
Selbstbeschreibungen und Fremdbeschreibungen. Erste Ergebnisse einer erwachsenenpädagogischen Organisationsforschung
Im systemisch-konstruktivistischen Wissenschaftsparadigma gilt die Umstellung von "Realitätsbewusstsein" auf die "Wiederbeschreibung von Beschreibungen" – auf das Wahrnehmen dessen, was andere sagen oder nicht sagen - als die avancierte Art, Welt wahrzunehmen. Dieser Gedanke wird in einem Projekt des ArtSet® Institutes aus Hannover für die erwachsenenpädagogische Organisationsforschung fruchtbar gemacht. Auf der Basis von Selbstbeschreibungen unterschiedlicher Weiterbildungsorganisationen werden aus der Beobachterperspektive 2. Ordnung hermeneutische Dekonstruktionen und Rekonstruktionen vorgenommen, die in eine wissenschaftliche Fremdbeschreibung verschiedener Typen von Weiterbildungsorganisationen und in eine allgemeine Theorie der Weiterbildungsorganisation münden sollen. Das zentrale Ziel des Forschungsprojektes besteht in der Entwicklung einer empirisch fundierten Theorie der Weiterbildungsorganisation. Diese betrifft zwei Ebenen: Erstens geht es um eine Typenbildung unterschiedlicher Arten von Weiterbildungsorganisationen, zweitens soll eine allgemeine Organisationstheorie für die Weiterbildung entwickelt werden, die die unterschiedlichen Typen umfasst. Das forschungsmethodische Vorgehen dieses Projektes wird in diesem Beitrag erläutert und beispielhaft an ersten Ergebnissen illustriert.



