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MEB

Globales Lernen. Zugänge

Nr.16, Juni 2012, ISSN 1993-6818
Heidi Grobbauer, Hakan Gürses, Stefan Vater

Editorial

Welche Kompetenzen braucht es, um die "Welt lesen zu lernen" (Paulo Freire)? Globalisierungsprozesse bringen tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen mit sich und werden damit mehr und mehr zur Herausforderung auch für die Erwachsenenbildung. Über viele globale Prozesse gibt es ein allgemeines Bewusstsein. Zugleich sind jedoch viele Menschen von der Komplexität an Verflechtungen und Interdependenzen überfordert. Sie empfinden Gefühle wie Unsicherheit, Ohnmacht und Orientierungslosigkeit. Die Gestaltung indivi­dueller und kollektiver Lebens- und Handlungsmöglichkeiten scheint angesichts großer Ungewissheiten in Bezug auf zukünftige Entwicklungen schwierig. Ein Fall für die Erwachsenen­bildung also? Gerade in der Erwachsenenbildung sind wir weit davon entfernt, über den nationalen Tellerrand hinaus gesellschaftliche Zusammenhänge sichtbar werden zu lassen, um deren notwendige Veränderung in den Blick bekommen zu können. Die vorliegende Ausgabe des "Magazin erwachsenenbildung.at" stellt daher die vielfältigen Zugänge des Bildungskonzepts Globales Lernen vor und versucht sie für das Erwachsenenlernen fruchtbar zu machen. Sie zeigt Good-Practice-Beispiele auf und spiegelt das Problem der getrennt voneinander stattfindenden Debatten und Forschungsrichtungen wider, die jeweils nur einzelne Facetten der Thematik berücksichtigen: der sozialwissenschaftliche Globalisierungsdiskurs, der erziehungswissenschaftlich geführte Diskurs um Lernen in der bzw. für die Weltgesellschaft und der Diskurs um Politikdidaktik.
Heidi Grobbauer
Hakan Gürses
Stefan Vater
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