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Magazin erwachsenenbildung.at

Zielgruppen in der Erwachsenenbildung. Objekte der Begierde?

Nr.10 | Juni 2010 | 1993-6818

Kurzzusammenfassung

Im Spannungsfeld von Chancengleichheit und Weiterbildungsmarketing nimmt Ausgabe 10 die Zielgruppen der Erwachsenenbildung in den Fokus und diskutiert Theorie und Praxis der Beschreibung, Ansprache, Erreichung und Mobilisierung von Zielgruppen.

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Iva Kocaman, Patricia Latorre Pallares, Olga Zitzelsberger

Selbstorganisationen von Migrantinnen. Potentiale einer emanzipatorischen Erwachsenenbildung in der Einwanderungsgesellschaft

Während die Erwachsenenbildung in Deutschland die Genderthematik inzwischen nahezu durchgängig in ihren Bildungsangeboten reflektiert, steht eine solche Sensibilität für die Differenzierung der Angebote nach der ethnischen Zugehörigkeit ihrer Teilnehmenden noch weitgehend aus. MigrantInnen werden in der Erwachsenenbildung nur als Zielgruppe, d.h. als "Objekte" und nicht als ExpertInnen wahrgenommen. Die Selbstorganisationen der Migrantinnen bieten im Gegensatz dazu ein vielfältiges Bildungsprogramm an, das stark an die Bedürfnisse von Migrantinnen angepasst ist und in dem Migrantinnen selbst Bildungsexpertinnen sind. Die Erwachsenenbildung könnte durch eine gezielte Kontaktaufnahme und Kooperation mit den Selbstorganisationen der MigrantInnen die eigenen Verstrickungen in den gesellschaftlichen Integrationsdiskurs analysieren und wichtige Impulse für eine politisch emanzipatorische Bildungsarbeit gewinnen.
  1. Iva Kocaman
  2. Patricia Latorre Pallares
  3. Olga Zitzelsberger