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EAEA: „Soziale Inklusion erfordert Bildung für alle Altersgruppen“

03.08.2017, Text: Karin Kulmer, Online-Redaktion
Der Europäische Verband für Erwachsenenbildung hat eine Stellungnahme zur öffentlichen Konsultation der EU-Kommission abgegeben.
  • Foto: CC0 Public Domain geralt/pixabay.com, „menschenmenge-menschen-silhouetten”
    Soziale Inklusion funktioniert am besten, wenn alle Altersgruppen in Bildung eingebunden werden, so der Europäische Verband für Erwachsenenbildung.
Die Europäische Kommission hat kürzlich eine öffentliche Konsultation zur „Empfehlung des Rates zur Förderung sozialer Inklusion und gemeinsamer Werte durch formales und nicht formales Lernen" herausgegeben. Der Europäische Verband für Erwachsenenbildung (EAEA) hat nun mit einer Stellungnahme reagiert. Erwachsene sollen als zentrale Zielgruppe von Bildung für soziale Inklusion gesehen werden, fordert EAEA.

 

Erwachsenenbildung fördert soziale Inklusion und europäische Werte

Gerade ältere Menschen seien oft skeptischer gegenüber gemeinsamen europäischen Werten, heißt es in der Stellungnahme von EAEA. Die Erwachsenenbildung könne auf langjährige Erfahrung mit der Förderung von Demokratie und aktiver Teilhabe zurückgreifen. Als Beispiele nennt EAEA die aus nordischen Ländern bekannten Lernzirkel und das Konzept der Politischen Bildung im deutschsprachigen Raum. Beide Konzepte möchten Menschen mit Fähigkeiten ausstatten, die sie brauchen, um als aktive BürgerInnen demokratische Prozesse mitzugestalten.

 

Soziale Inklusion berücksichtigt alle Altersgruppen

Soziale Inklusion funktioniere am besten, wenn alle Altersgruppen in Bildung eingebunden werden, ist in der Stellungnahme zu lesen. Während Kinder und Jugendliche als „Erwachsene von morgen" auf heute vermittelte Werte und Inhalte zurückgreifen können, sollen Erwachsene von heute als MultiplikatorInnen gewonnen werden. Non-formale Erwachsenenbildung sei besonders geeignet, soziale Inklusion zu fördern, da sie sich an verschiedenste gesellschaftliche Gruppen richte und Benachteiligte einschließe.

 

EAEA fordert Verbindung von „Upskilling Pathways" und sozialer Inklusion

Um die Kohärenz der europäischen Strategien zu gewährleisten, schlägt EAEA vor, die Strategie zur sozialen Inklusion mit der „Upskilling Pathways"-Initiative zu verknüpfen. „Upskilling Pathways" möchte die Grundkompetenzen (Rechnen, Schreiben, Lesen und Digitalkompetenzen) gering qualifizierter Erwachsener erhöhen. EAEA weist dabei auf den Zusammenhang zwischen Basisbildung und zivilgesellschaftlicher Bildung hin, den Erwachsenenbildungseinrichtungen seit langem forcieren.

 

Konsultation bis 11. August geöffnet

Die öffentliche Konsultation zum Thema Soziale Inklusion ist noch bis 11. August für Beiträge geöffnet. Alle BürgerInnen und Organisationen sind eingeladen, sich per Online-Fragebogen zu äußern. Die Ergebnisse der Konsultation fließen gemeinsam mit anderen Daten in die Empfehlung des Rates zur sozialen Inklusion ein.

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