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„Für demokratiepolitische Bildung ist Erwachsenenbildung essentiell“

18.07.2017, Text: Karin Kulmer, Online-Redaktion
Die neue Ausgabe der Zeitschrift „Die Österreichische Volkshochschule“ befasst sich mit dem Thema Demokratiepolitische Bildung. Sie ist online frei verfügbar.
  • Bild: CC BY Marlene Schretter, "Einsturzgefahr Demokratie", auf erwachsenenbildung.at
    Demokratie in der Krise: Für die politische Erwachsenenbildung ergeben sich zahlreiche Herausforderungen
Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Die Österreichische Volkshochschule" (ÖVH) hat das Thema "Demokratiepolitische Bildung" zum Schwerpunkt, das berichtet deren Herausgeber Gerhard Bisovsky (VÖV) in einer aktuellen Aussendung.

 

Erwachsenenbildung soll Medienkompetenz und Demokratieverständnis fördern

In einer hoch medialisierten Gesellschaft sei es immer schwieriger, zwischen seriösen Nachrichten und „Fake News" zu unterscheiden, schreibt Bisovsky im Editorial der Zeitschrift. Erwachsenenbildung sei essentiell, um Medienkompetenz und demokratiepolitische Bildung zu fördern, zitiert er ein Interview mit dem Politologen Peter Filzmaier.

 

Beiträge: Von der Krise der Demokratie bis zur Diskriminierung Bildungsbenachteiligter

Politologin Stefanie Wöhl diskutiert in der aktuellen Ausgabe die „Krise der Demokratie". Markus Pausch, ebenfalls Politologe, setzt sich mit Politischer Bildung vor dem Hintergrund der Entwicklungen in der Europäischen Union auseinander.

 

Mit „Demokratiepolitischer Bildung" sowohl in grundsätzlichen Ausführungen als auch in ihrer praktischen Umsetzung befassen sich Florian Kerschbaumer von der Donau Universität Krems, Martin Klemenjak von der Fachhochschule Kärnten, Heinz Pichler von der Kammer für Arbeiter und Angestellte Kärnten und Katharina Zimmerberger von den Kärntner Volkshochschulen.

 

Populismus und seine Bedeutung für die Erwachsenenbildung analysiert der Soziologe und VÖV-Mitarbeiter Stefan Vater. Einen kritischen Blick auf die Diskriminierung bildungsbenachteiligter Erwachsener wirft die Erziehungswissenschaftlerin Monika Kastner. ORF-Anchorman Armin Wolf spricht in seiner Dankesrede zur Verleihung des Axel-Corti-Preises über die Bedeutung eines kritischen Journalismus für die Demokratieentwicklung.

 

VÖV-Generalsekretär Gerhard Bisovsky analysiert die Angebote der Volkshochschulen zur demokratiepolitischen Bildung und gibt konkrete Anregungen für die Programmplanung. Anschauliche Beispiele sind auch die von der Gesellschaft für Politische Bildung geförderten Kleinprojekte. Ein Beitrag von Christian H. Stifter vom Österreichischen Volkshochschularchiv behandelt das Verhältnis von Demokratie und Volksbildung um 1900.

 

In der Rubrik „Bildungsthemen" berichtet Giselheid Wagner, Pädagogische Mitarbeiterin der Weiterbildungsakademie Österreich (wba) über „Peer Review" als ein Modell der Qualitätssicherung in Validierungsprozessen und Karin Reisinger, Leiterin der wba, schreibt über eine von Cedefop veranstaltete Konferenz, die sich vorrangig mit der Validierung für Niedrigqualifizierte und MigrantInnen befasst hat.

 

Berichte aus den Volkshochschulen, Personalia und mehrere Rezension, kompetent verfasst von Werner Lenz, em. Universitätsprofessor, finden sich ebenfalls in dieser Ausgabe der ÖVH.

Weitere Informationen:

 

Quelle: Herausgebermitteilung des VÖV, red. bearb. u. erg.