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Studium Bildungsmanagement: Erwachsenenbildung ist Nr. 1

24.04.2017, Text: Roland Humer, Redaktion: Anna Head, bifeb
Im Herbst 2017 startet der Masterlehrgang Bildungsmanagement in seinen sechsten Durchgang. Lehrgangsleiter Roland Humer gibt Einblicke in Erfahrungen aus den ersten Lehrgängen.
  • Foto, DUK / Suzy Stöckl
    Der Master Bildungsmanagement startet wieder!
  • Foto, DUK / Andrea Reischer
    Lehrgangsleiter Roland Humer im Gespräch
Der Masterlehrgang in Kooperation von Donau-Universität Krems und bifeb hat sich in den letzten fünf Jahren gut etabliert und startet jährlich im Herbst mit einer Kohorte von rund fünfzehn TeilnehmerInnen. In welchen Branchen arbeiten Ihrer Erfahrung nach die TeilnehmerInnen?

 

Bei den ArbeitgeberInnen der TeilnehmerInnen sind Einrichtungen der Erwachsenenbildung die klare Nummer 1! Aber innerhalb dieser Gruppe ist das Bild sehr bunt, da sind gemeinnützige, Kammer-nahe Institute und kommunale Volkshochschulen ebenso dabei wie kleine private Sprachschulen und Ein-Personen-Unternehmen. 20 Prozent der TeilnehmerInnen sind als PersonalentwicklerInnen oder BildungsmanagerInnen in Unternehmen und Organisationen oder auch in der öffentlichen Verwaltung tätig. Auch MitarbeiterInnen von Hochschulen, Schulen und Kindergärten sind regelmäßig vertreten.

 

Also eine ziemlich bunte Mischung…

 

Ja, und das ist auch eine große Stärke des Lehrgangs. Der Austausch über alle Bildungssektoren hinweg ist besonders befruchtend. Das Von-Einander-Lernen ist ein wichtiger Bestandteil unseres Programms, und hier ist die Breite an BildungsanbieterInnen sehr bereichernd.

 

Was können Sie darüber hinaus über die Zusammensetzung der Gruppen sagen?

 

Es wird Sie nicht überraschen, dass bei uns die Frauen in der Überzahl sind. In den letzten drei Jahrgängen waren drei Viertel Frauen, also immerhin ein Viertel Männer. An der Donau-Universität sind die Studierenden im Schnitt 39 Jahre alt, und das ist auch in unserem Lehrgang ungefähr der Durchschnitt. Aber das Alter unserer TeilnehmerInnen streut weit: einige kommen mit Mitte zwanzig zu uns, nach den ersten Jahren der Berufstätigkeit. Andere blicken schon auf mehr als 25 oder 30 Jahre Berufserfahrung zurück.
In den letzten Jahren kam die Hälfte der TeilnehmerInnen aus Wien und Niederösterreich, die andere Hälfte aus den anderen österreichischen Bundesländern, Deutschland und der Schweiz. Da die Präsenzphasen geblockt sind, spielt die Länge des Anfahrtswegs zu den Präsenzveranstaltungen eine untergeordnete Rolle.

 

Muss man denn einen Studienabschluss vorweisen, um zum Masterlehrgang zugelassen zu werden?

 

Ja und nein. Grundsätzlich werden mindestens ein Bachelor- oder Magisterabschluss und Berufserfahrung vorausgesetzt. Personen, die nachweisen können, dass ihre Qualifikation der eines Bachelorabschlusses entspricht, können aber ebenso eine Zulassung beantragen. Unter unseren Absolventinnen sind zum Beispiel eine Krankenschwester und eine Kindergartenpädagogin, die für ihre Berufsausbildung noch keine Matura brauchten, aber in ihrer Karriere sehr verantwortungsvolle Positionen erreicht haben. Einige Studierende haben in jungen Jahren ein weit fortgeschrittenes Studium abgebrochen und möchten jetzt einen akademischen Abschluss erwerben. Andere sind über die Lehrlingsausbildung oder ihr persönliches Engagement in Blaulichtorganisationen im Bildungsbereich gelandet und haben in vielen Praxisjahren umfangreiches Wissen und Kenntnisse aufgebaut.

 

Schaffen die TeilnehmerInnen auch berufsbegleitend, das Studium abzuschließen?

 

Unsere Studierenden arbeiten Großteils Vollzeit, wenige reduzieren die Wochenarbeitszeit oder nehmen für die Schlussphase Bildungskarenz. Entscheidend ist, dass wir den Lehrgang im Blended-Learning-Format durchführen, und aufgrund des großen E-Learning-Anteils können die Studierenden sich die Zeit zum Lernen sehr frei einteilen. Die Präsenztage stehen schon vor Studienbeginn fest, die TeilnehmerInnen können langfristig rundherum planen.

 

Der Großteil der Studierenden schafft den Studienabschluss in der Regelstudienzeit von vier Semestern. Einige brauchen aus privaten oder beruflichen Gründen etwas länger.

 

Wie profitieren die TeilnehmerInnen vom Studium?

 

Unser Lehrgang besteht seit 2012 – über die langfristigen Auswirkungen auf die individuellen Karrieren lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht viel sagen. Aber was unsere Studierenden und AbsolventInnen regelmäßig bestätigen ist, dass sie Inhalte des Lehrgangs unmittelbar in ihren Arbeitsalltag transferieren können. Dieser Transfer wird durch unsere Lernmethoden direkt unterstützt: So bearbeiten die Studierenden regelmäßig Problemstellungen, die sie aus ihrem eigenen Arbeitsalltag mitbringen. Die Lehrenden liefern dazu die theoretische Fundierung und individuelles Feedback. Viele AbsolventInnen sind im Rückblick auch sehr froh, dass Sie sich für eine wissenschaftliche Weiterbildung im Bildungsmanagement entscheiden haben.

 

Wird der Masterabschluss im Berufsfeld anerkannt?

 

Die Masterabschlüsse der Donau-Universität Krems haben bei ArbeitgeberInnen insgesamt einen sehr guten Ruf, das wird  immer wieder durch Umfragen unter AbsolventInnen und Rankings bestätigt. Beim EMBA-Arbeitgeber-Ranking 2016 des Industriemagazins belegte die Donau-Universität Krems z.B. den ersten Rang. Auch die Tatsache, dass viele unserer Vortragenden in der Bildungsbranche tätig sind, trägt zur Bekanntheit bei. Und grundsätzlich handelt es sich um einen Weiterbildungsmaster einer öffentlichen Universität, dessen Abschluss zum Führen des akademischen Grades berechtigt.

 

Gibt es Stipendien?

 

Mit 9.900 Euro für das Gesamtstudium sind die Teilnahmegebühren vergleichsweise moderat. Wir stellen den Betrag standardmäßig in vier Teilbeträgen in Rechnung. Die Absetzbarkeit von der Einkommensteuer stellt dann üblicherweise die größte finanzielle Unterstützung dar.

 

Viele AbsolventInnen des bifeb und der wba mit Schwerpunkt Bildungsmanagement erhalten einen Nachlass von 2.100 Euro. Einige Studierende haben auch Unterstützungen ihres Bundeslandes genutzt (waff, Bildungskonto /-scheck /-geld /etc.). Immer weniger Studierende bekommen das gesamte Studium von den DienstgeberInnen bezahlt. Teilbeträge und nicht-monetäre Förderungen wie Dienstfreistellungen sind aber nach wie vor verbreitet.

 

Bis wann kann man sich für den Lehrgangsstart 2017 anmelden?

 

Die Anmeldefrist läuft bis 20. Juni 2017, wobei üblicherweise danach noch Restplätze vergeben werden. Die meisten StudienwerberInnen wissen zwei Wochen nach Online-Anmeldung, ob sie zum Studium zugelassen werden können.

 

Alle statistischen Angaben beziehen sich auf die Jahrgänge 2014, 2015 und 2016 des Lehrgangs Bildungs-management und des damit verschränkten Lehrgangs Hochschul- und Wissenschaftsmanagement