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VHS Floridsdorf: Aktive Peers in der Bildungsberatung

07.03.2017, Text: Monika Höglinger, VHS Floridsdorf/Projektkoordination Peers, Redaktion: Mira Nausner, Initiative Bildungsberatung - ÖSB Studien & Beratung
Aktive Peers unterstützen BildungsberaterInnen in der aufsuchenden und mobilen Bildungsberatung sowie bei Angeboten für Burnout-Betroffene.
  • Foto: (C) VHS Floridsdorf
    Abschlussveranstaltung der Schulung 2016
Im Mai 2016 wurde bereits die vierte Schulung von Aktiven Peers für den Einsatz in der Bildungsberatung in Wien beendet. Seitdem arbeiten 9 weitere Peers im Rahmen der aufsuchenden und mobilen Bildungsberatung mit BildungsberaterInnen zusammen. Unterstützend ist ihr Beitrag besonders beim gezielten Ansprechen der eigenen „Peergruppe“ an öffentlichen Orten in Wien.

 

Niederschwelligkeit und Vorbildwirkung


Mit dieser Maßnahme sollen niederschwellig vor allem Personen, die sonst nicht in die Beratung kommen, über das Angebot der Bildungsberatung in Wien informiert werden. Eine andere Einsatzmöglichkeit der geschulten Peers liegt in der Wirkung als Vorbild: Peers erzählen in Gruppenberatungen ihre „Bildungsgeschichte“ und wirken dadurch als Vorbild für andere. Außerdem organisieren die Peers einen „Bildungstratsch“ im privaten Umfeld. Ein Peer lädt Freunde/Bekannte/Verwandte zu sich nach Hause ein und es erfolgt gemeinsam mit einer Bildungsberaterin ein Austausch über Bildungs- und Berufsthemen in einem sehr entspannten Setting. Zu den Peers: Alle Peers haben Migrationshintergrund und sprechen neben Deutsch u. a. Türkisch, BKS, Arabisch, Russisch und Farsi. Das Peers-Projekt wird bereits seit 2014 erfolgreich an der VHS Floridsdorf im Rahmen der Bildungsberatung Wien durchgeführt. Bisher wurden 37 Peers geschult, davon sind 22 noch aktiv.

 

Peers unterstützen beim Wiedereinstieg nach einem Burnout


Die Bildungsberatung der VHS Floridsdorf arbeitet auch zu einem anderen Thema mit Peers zusammen – im Rahmen eines Workshops bieten zwei Peers mit Burnout-Erfahrung gemeinsam mit einer Bildungsberaterin einen Erfahrungsaustausch für Menschen mit Burnout an. Die Peers erzählen wie der Weg zurück in die Arbeitswelt gelingen kann und welche Strategien geholfen haben, beruflich wieder Fuß zu fassen. Dabei geht es auch um Fragen, ob und wann eine berufliche Neuorientierung sinnvoll ist. Für Burnoutbetroffene gibt es zusätzlich noch die Möglichkeit, sich in Einzelgesprächen mit einem „Burnout-Peer“ auszutauschen.

 

Das Projekt wird aus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds und aus den Mitteln des Bundesministeriums für Bildung gefördert.

Weitere Informationen: